Spaltanlage, Emulsionsspaltanlage und CP-Anlage für die Abwasserbehandlung
Fällungs- und Flockungsanlage mit Sedimentation

ALMA CHEM MCW

Unsere ALMA CHEM MCW ist eine chemisch-physikalische Anlage (CP-Anlage), die gelöste Abwasserinhaltsstoffe durch eine Fällungsreaktion (Neutralisationsfällung) in ungelöste Stoffe überführt. Diese ungelösten Stoffe werden anschließend mit Flockungshilfsmitteln koaguliert und abgetrennt.

Sie ist als Durchlaufanlage und Chargenanlage erhältlich und wird an die lokalen Bedingungen angepasst und individualisiert. Bei Bedarf bauen wir CP-Anlagen auch im ALMA Modul (spezieller Technikraumcontainer).

Auch um eine zweistufige, sulfidische Fällung ergänzbar.
Technische Daten
Hauptanwendungen
Non-Food Bereich
Durchlaufanlagen
2 - 30 m³/h
Chargenanlagen
max. 25 m³ pro Charge
Entfernung von:
Schwermetallen
AOX
Kohlenwasserstoffe
CSB
Anlage auch im ALMA Modul (Containerbauweise) erhältlich

Ihre Experten für CP-Anlagen – direkt erreichbar

Dominik Hoffmann

Leiter Projektentwicklung

Maksim Neubauer

Projektentwicklung

Referenzen CP-Anlagen

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Vorteile unserer Fällungs- und Flockungsanlage

Flexibler Einsatz durch variable Wahl der Behandlungsmittel zur Neutralisationsfällung. Bei Bedarf auch zweistufige, sulfidische Fällung möglich
Verfahrenstechnik kann in Form eines Aktivkohle-/Kiesfilters oder Ionenaustauschers um eine Nachbehandlung ergänzt werden
Der Prozess ist sowohl als Chargenanlage als auch als Durchlaufanlage realisierbar
Profitieren Sie von den maßgeschneiderten Behandlungschemikalien (Fällmittel, Flockungshilfsmittel und Neutralisationsmittel) von Almawatech für eine effiziente und zuverlässige Abwasserbehandlung

Technische Daten: CP-Anlage ALMA CHEM MCW

Hydraulische LeistungVerfahrenSchlammbehandlungOption2-Stufige Ausführung
Durchlaufanlagen
2 m³/hFällung/Flockung/SedimentationKammerfilterpresseKiesfilter/PulveraktivkolheHydroxid-/Sulfidfällung
5 m³/hFällung/Flockung/SedimentationKammerfilterpresseKiesfilter/PulveraktivkolheHydroxid-/Sulfidfällung
10 m³/hFällung/Flockung/SedimentationKammerfilterpresseKiesfilter/PulveraktivkolheHydroxid-/Sulfidfällung
20 m³/hFällung/Flockung/SedimentationKammerfilterpresseKiesfilter/PulveraktivkolheHydroxid-/Sulfidfällung
30 m³/hFällung/Flockung/SedimentationKammerfilterpresseKiesfilter/PulveraktivkolheHydroxid-/Sulfidfällung
Chargenanlagen
2 x 10 m³Fällung/Flockung/SedimentationKammerfilterpresseKiesfilter/PulveraktivkolheHydroxid-/Sulfidfällung
2 x 15 m³Fällung/Flockung/SedimentationKammerfilterpresseKiesfilter/PulveraktivkolheHydroxid-/Sulfidfällung
2 x 25 m³Fällung/Flockung/SedimentationKammerfilterpresseKiesfilter/PulveraktivkolheHydroxid-/Sulfidfällung

Verfahrensschema: Chargenanlage

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Referenzfotos

FAQ: CP-Anlagen

Der Unterschied zwischen einer Neutralisationsanlage und einer CP-Anlage (chemisch-physikalische Abwasserbehandlungsanlage) liegt im Behandlungsumfang, im Ziel der Anlage und in der Fähigkeit zur Schadstoffentfernung.

Neutralisationsanlagen – Funktionsumfang

Eine Neutralisationsanlage dient ausschließlich dazu, den pH-Wert eines Abwassers in einen zulässigen Bereich einzustellen. Dabei werden Säuren oder Laugen dosiert, um saure oder alkalische Abwässer zu neutralisieren.

Charakteristika von Neutralisationsanlagen:

  • Fokus ausschließlich auf pH-Regelung

  • Keine gezielte Entfernung gelöster Schadstoffe

  • Keine Schwermetall-, AOX- oder Cyanidentfernung

  • Eher einfache Verfahrenstechnik

  • Häufig als Vorstufe oder Mindestanforderung eingesetzt

Neutralisationsanlagen eignen sich daher nur für Abwässer, bei denen keine relevanten Schadstoffe außer dem pH-Wert zu berücksichtigen sind.

CP-Anlagen – Erweiterte Abwasserbehandlung

CP-Anlagen wie die ALMA CHEM MCW gehen deutlich über die Neutralisation hinaus. Sie kombinieren mehrere Prozessschritte:

  • Neutralisation

  • Chemische Fällung

  • Flockung

  • Fest-Flüssig-Trennung

  • Schlammabzug und -behandlung

Dadurch können gelöste Schadstoffe gezielt in eine feste Phase überführt und anschließend aus dem Abwasser entfernt werden.

Typische Schadstoffe, die nur mit CP-Anlagen entfernt werden können:

  • Schwermetalle

  • AOX

  • Cyanide

  • Chrom (inkl. Chrom(VI)-Reduktion)

  • Sulfide

  • Kohlenwasserstoffe

Zusammenfassung

Neutralisationsanlagen stellen nur den pH-Wert ein, während CP-Anlagen zusätzlich Schwermetalle, AOX, Cyanide und andere Schadstoffe durch Fällung und Abtrennung entfernen.

CP-Anlagen können entweder als Chargenanlagen (Batchanlagen) oder als Durchlaufanlagen betrieben werden. Die Wahl der Betriebsweise beeinflusst Prozesssicherheit, Flexibilität und Anlagenleistung maßgeblich.

Chargenanlagen / Batchanlagen

Bei einer Batchanlage wird eine definierte Abwassermenge in einen Reaktor eingeleitet und vollständig behandelt, bevor der nächste Behandlungsschritt beginnt. Alle chemischen Reaktionen laufen zeitlich gesteuert und kontrolliert ab.

Vorteile von Batchanlagen:

  • Sehr hohe Prozesskontrolle

  • Optimal bei stark schwankender Abwasserzusammensetzung

  • Hohe Betriebssicherheit bei komplexen Schadstoffen

  • Präzise Einhaltung gesetzlicher Grenzwerte

Typische Einsatzfälle:

  • Metallverarbeitende Industrie

  • Chemische Industrie

  • Stahlverarbeitung

  • Entsorgungsbetriebe

Durchlaufanlagen

Bei Durchlaufanlagen wird das Abwasser kontinuierlich durch mehrere Reaktions- und Abtrennungsstufen geführt. Die Prozesse laufen parallel und dauerhaft.

Vorteile von Durchlaufanlagen:

  • Hohe Durchsatzleistungen

  • Konstanter Anlagenbetrieb

  • Geeignet bei gleichmäßiger Abwasserbelastung

  • Wirtschaftlich bei großen Abwassermengen

Typische Einsatzfälle:

  • Großindustrie

  • Kontinuierliche Produktionsprozesse

Zusammenfassung

Batch-CP-Anlagen behandeln Abwasser chargenweise mit maximaler Prozesskontrolle, während Durchlauf-CP-Anlagen für kontinuierliche, gleichmäßige Abwasserströme ausgelegt sind.

Die ALMA CHEM MCW ist für die gezielte Entfernung kritischer, gelöster und partikelgebundener Schadstoffe aus industriellen Abwässern ausgelegt.

Typische Schadstoffe

Schwermetalle

  • Kupfer, Nickel, Zink, Blei, Cadmium

  • Hydroxidfällung oder sulfidische Fällung

AOX (adsorbierbare organisch gebundene Halogene)

  • Chemische und petrochemische Prozesse

  • Mehrstufige Fällungs- und Flockungskonzepte

Cyanide

  • Freies und komplex gebundenes Cyanid

  • Mehrstufige Behandlungsverfahren

Chrom

  • Reduktion von Chrom(VI) zu Chrom(III)

  • Anschließende Fällung und Abtrennung

Kohlenwasserstoffe

  • Emulgierte oder dispergierte organische Verbindungen

  • Kombination mit Flockung und Abscheidung

Typische Einsatzgebiete

  • Chemische Industrie

  • Petrochemische Industrie

  • Stahlverarbeitung

  • Oberflächentechnik
  • Metallverarbeitung

  • Pharmazeutische Industrie

  • Entsorgungs- und Recyclingbetriebe

Zusammenfassung

CP-Anlagen wie die ALMA CHEM MCW entfernen Schwermetalle, AOX, Cyanide, Chrom und Kohlenwasserstoffe aus komplexen industriellen Abwässern.

Die CP-Anlagen ALMA CHEM MCW wurden speziell für anspruchsvolle industrielle Abwasserbehandlung entwickelt, bei denen hohe Prozesssicherheit, Wirtschaftlichkeit und Flexibilität entscheidend sind. Im Vergleich zu konventionellen chemisch-physikalischen Anlagen bieten sie eine Reihe technischer und betrieblicher Vorteile, die sich direkt auf Betriebskosten, Anlagenverfügbarkeit und Ablaufqualität auswirken.


Vollautomatischer Betrieb mit hoher Prozesssicherheit

Die ALMA CHEM MCW ist für einen vollautomatischen Dauerbetrieb ausgelegt. Alle relevanten Prozessschritte – Neutralisation, Fällung, Flockung, Abtrennung und Schlammhandling – werden über eine integrierte Steuerungs- und Regelungstechnik überwacht und geregelt.

Vorteile für den Betreiber:

  • Minimaler Personalaufwand

  • Reproduzierbare Ablaufwerte

  • Reduzierung von Bedienfehlern

  • Hohe Anlagenverfügbarkeit auch im 24/7-Betrieb


Mehrstufige Fällungssysteme für komplexe Abwässer

Im Gegensatz zu einfachen CP-Systemen können die ALMA CHEM MCW Anlagen als ein-, zwei- oder dreistufige Fällungssysteme ausgeführt werden. Dadurch lassen sich unterschiedliche Schadstoffe gezielt und nacheinander entfernen.

Technischer Nutzen:

  • Optimale Reaktionsbedingungen je Schadstoff

  • Kombination unterschiedlicher Fällmittel (z. B. Hydroxid- und Sulfidfällung)

  • Sichere Einhaltung niedriger Grenzwerte

  • Hohe Flexibilität bei wechselnden Abwasserzusammensetzungen


Optimierte und patentierte Schlammabzugssysteme

Ein zentrales Unterscheidungsmerkmal der ALMA CHEM MCW ist die optimierte und patentierte Schlammabzugseinrichtung. Diese sorgt für eine zuverlässige Abtrennung und kontrollierte Austragung der anfallenden Fällungs- und Reaktionsschlämme.

Betriebliche Vorteile:

  • Stabile Schlammabfuhr ohne Verstopfungen

  • Reduzierter Wartungsaufwand

  • Verbesserte Schlammkonsistenz

  • Effiziente Weiterbehandlung oder Entsorgung


Integration sulfidischer Fällungsschritte

Die Anlagen können gezielt mit sulfidischen Fällungsstufen ausgestattet werden. Diese sind besonders wirksam bei der Abtrennung schwer fällbarer Schwermetalle.

Vorteile der sulfidischen Fällung:

  • Sehr niedrige Restkonzentrationen von Schwermetallen

  • Hohe Prozesssicherheit bei kritischen Abwässern

  • Erweiterung des Einsatzspektrums der CP-Anlage


Betriebsmittelsparende Fahrweise durch optimierte Mess- und Regeltechnik

Ein wesentlicher Kostenfaktor bei CP-Anlagen ist der Verbrauch von Fäll- und Hilfsmitteln. Die ALMA CHEM MCW nutzt eine moderne Mess- und Regeltechnik, die die Dosierung exakt an die tatsächliche Abwasserbelastung anpasst.

Ergebnis:

  • Vermeidung von Überdosierung

  • Reduzierter Chemikalienverbrauch

  • Geringere Schlammmenge

  • Niedrigere Entsorgungs- und Betriebskosten


Flexible Anlagenkonzepte: Batch oder Durchlauf

Die ALMA CHEM MCW kann sowohl als Chargenanlage (Batchanlage) als auch als Durchlaufanlage realisiert werden. Damit lässt sich das Anlagenkonzept optimal an den jeweiligen Prozess und die Abwassermenge anpassen.

Flexibilitätsvorteile:

  • Anpassung an schwankende oder konstante Zuläufe

  • Einbindung in bestehende Anlagenstrukturen

  • Skalierbarkeit bei Produktionsänderungen


Robuste, langlebige Bauweise für den industriellen Einsatz

Alle Anlagen sind für den langjährigen industriellen Dauerbetrieb ausgelegt. Hochwertige Materialien, robuste Komponenten und eine klare, wartungsfreundliche Konstruktion sorgen für eine lange Lebensdauer.

Optional:

  • Ausführung in Containerbauweise für platzsparende Installation und schnelle Inbetriebnahme

Erfahrung und Referenzen

Die ALMA CHEM MCW basiert auf langjähriger Erfahrung in der chemisch-physikalischen Abwasserbehandlung und einer Vielzahl erfolgreich realisierter Referenzanlagen in unterschiedlichen Industrien.

Zusammenfassung der Vorteile

Die CP-Anlagen ALMA CHEM MCW bieten:

  • Höchste Prozesssicherheit durch Automatisierung

  • Flexible, mehrstufige Fällungskonzepte

  • Niedrige Betriebskosten durch optimierte Dosierung

  • Zuverlässige Schlammabtrennung

  • Anpassungsfähigkeit an unterschiedlichste Abwasseranforderungen

Zusammenfassung

Die ALMA CHEM MCW bietet vollautomatischen Betrieb, mehrstufige Fällung, sulfidische Schwermetallfällung, niedrigen Chemikalienverbrauch, zuverlässige Schlammabtrennung und flexible Anlagenkonzepte für anspruchsvolle industrielle Abwässer.

Der Einsatz einer CP-Anlage (chemisch-physikalische Abwasserbehandlung) ist insbesondere dann sinnvoll und oft unverzichtbar, wenn industrielle Abwässer biologisch nicht abbaubare, schwer abbaubare oder toxische Inhaltsstoffe enthalten, wie sie typischerweise in der chemischen und metallverarbeitenden Industrie auftreten.


Biologisch nicht oder schwer abbaubare Abwasserinhaltsstoffe als zentrales Entscheidungskriterium

Viele industrielle Abwasserinhaltsstoffe sind:

  • biologisch nicht abbaubar oder nur sehr langsam abbaubar

  • toxisch oder hemmend für Mikroorganismen

  • stark schwankend in Konzentration und Zusammensetzung

Dazu zählen unter anderem:

  • gelöste Schwermetalle (z. B. Cu, Ni, Zn, Cr, Cd)

  • komplex gebundene Metallverbindungen

  • Cyanide

  • AOX

  • sulfidische Verbindungen

  • spezielle Prozesschemikalien aus Beiz-, Beschichtungs- oder Veredelungsprozessen

Solche Stoffe können in biologischen Systemen:

  • die Biomasse schädigen oder abtöten

  • zu instabilen Reinigungsleistungen führen

  • hohe Verweilzeiten erfordern, die wirtschaftlich nicht darstellbar sind


Grenzen biologischer Verfahren bei toxischen Industrieabwässern

Biologische Abwasserbehandlungsverfahren sind auf den Abbau leicht biologisch verfügbarer organischer Stoffe ausgelegt. Bei toxischen oder schwer abbaubaren Inhaltsstoffen stoßen sie an grundlegende Grenzen:

  • Hemmung oder Ausfall der biologischen Aktivität

  • Anreicherung toxischer Stoffe im Schlamm

  • Erhöhter Schlamm- und Entsorgungsaufwand

  • Instabile Ablaufwerte und Grenzwertüberschreitungen

Gerade bei Schwermetallen, Cyaniden, AOX oder Chrom ist eine biologische Behandlung allein in der Regel nicht möglich oder nicht zulässig.


Warum physikalische Trennverfahren hier nicht ausreichen

Reine physikalische Abtrennverfahren wie:

  • Sedimentation

  • Filtration

  • Siebung

  • Abscheider

sind nur in der Lage, partikuläre oder abtrennbare Phasen zu entfernen. In industriellen Abwässern liegen kritische Schadstoffe jedoch häufig:

  • weitgehend gelöst

  • komplex gebunden

  • kolloidal stabilisiert

vor.

Zusätzlich weisen diese Abwässer oft eine hohe Anzahl membran- und filtrationsunverträglicher Inhaltsstoffe auf, wie:

  • Schwermetallionen

  • Komplexbildner

  • aggressive Chemikalien

  • feinst verteilte oder gelöste organische Stoffe

Das führt dazu, dass:

  • Filtrationssysteme schnell foulen oder blockieren

  • Membrananlagen wirtschaftlich nicht betreibbar sind

  • eine rein physikalische Trennung technisch nicht funktioniert


Rolle der CP-Anlage: Umwandlung gelöster Schadstoffe in eine abtrennbare Phase

Genau hier liegt der entscheidende Vorteil einer CP-Anlage:
Sie wandelt gelöste, toxische oder schwer abbaubare Stoffe gezielt in eine feste Phase um, die anschließend sicher abgetrennt werden kann.

Dies erfolgt durch:

  • gezielte Neutralisation

  • chemische Fällung (z. B. Hydroxid- oder Sulfidfällung)

  • Flockung

  • Abtrennung und Schlammbehandlung

Erst durch diesen Schritt werden Schadstoffe:

  • biologisch unschädlich

  • physikalisch abtrennbar

  • rechtssicher behandelbar


Typische Branchen, in denen CP-Anlagen unverzichtbar sind

Der Einsatz von CP-Anlagen ist besonders sinnvoll und häufig Stand der Technik in folgenden Branchen:

Chemische und entsorgungsnahe Industrie

  • Entsorgungsbetriebe

  • Sonderabfallbehandlung

  • Chemische Industrie

Metallverarbeitende Industrie

  • Kaltwalzwerke

  • Stahlwerke

  • Aluminiumwalzwerke

Oberflächenbehandlung und Beschichtung

  • Verzinkung

  • Verkupferung

  • Beschichtungsbetriebe

  • Oberflächenveredelung

Metallische Prozessindustrie

  • Beizereien

  • Galvanikbetriebe

  • Metallveredelung

Diese Branchen haben gemeinsam:

  • hohe Konzentrationen gelöster Schwermetalle

  • toxische oder inhibierende Inhaltsstoffe

  • geringe biologische Abbaubarkeit

  • hohe Anforderungen an Ablauf- und Einleitgrenzwerte


Entscheidungsfazit

Eine CP-Anlage ist immer dann die richtige Lösung, wenn industrielle Abwässer:

  • biologisch nicht oder nur schwer abbaubar sind

  • toxische oder hemmende Inhaltsstoffe enthalten

  • überwiegend gelöste Schadstoffe aufweisen

  • mit rein physikalischen Verfahren nicht behandelbar sind

  • Membran- oder Filtrationssysteme gefährden würden

In diesen Fällen ist die CP-Anlage nicht nur sinnvoll, sondern zwingend erforderlich, um einen sicheren, wirtschaftlichen und rechtskonformen Betrieb zu gewährleisten.

Zusammenfassung
CP-Anlagen sind notwendig bei biologisch nicht abbaubaren, toxischen und gelösten Abwasserinhaltsstoffen aus der chemischen und metallverarbeitenden Industrie, die weder biologisch noch physikalisch zuverlässig entfernt werden können.

Die Frage, ob eine CP-Anlage (chemisch-physikalische Abwasserbehandlung) für Ihr Abwasser erforderlich ist, stellt sich häufig dann, wenn Grenzwerte nicht sicher eingehalten werden, Prozesse instabil laufen oder neue Einleitbedingungen gelten. Eine pauschale Antwort gibt es selten, aber es gibt klare technische Kriterien, anhand derer sich der Bedarf zuverlässig bewerten lässt.

Technische Indikatoren, die für eine CP-Anlage sprechen

Eine CP-Anlage ist in der Regel sinnvoll oder erforderlich, wenn mindestens einer der folgenden Punkte zutrifft:

  • Das Abwasser enthält Schwermetalle, AOX, Cyanide, Chrom oder weitere toxische/hemmende Inhaltsstoffe

  • Die Inhaltsstoffe sind biologisch nicht abbaubar oder nur schwer abbaubar

  • Grenzwerte werden nur mit hohem Aufwand oder nicht reproduzierbar eingehalten

  • Biologische oder membranbasierte Systeme zeigen Instabilitäten (z. B. Hemmungen, Fouling, häufige Reinigungen)

  • Physikalische Verfahren (Filtration, Abscheider) reichen nicht aus, da Schadstoffe weitgehend gelöst vorliegen

  • Hohe Betriebskosten entstehen durch übermäßigen Chemikalienverbrauch oder hohe Schlamm-/Entsorgungskosten

Gerade bei gelösten Schadstoffen ist die chemisch-physikalische Behandlung oft der technisch sicherste Weg, um Schadstoffe gezielt in eine abtrennbare Phase zu überführen.

Wie läuft die Auslegung einer CP-Anlage bei ALMAWATECH ab?

Bei ALMAWATECH erfolgt die Auslegung einer CP-Anlage nicht nach Schema F, sondern datenbasiert und anwendungsorientiert:

1. Analyse des Abwassers

  • Bewertung der relevanten Abwasserparameter (z. B. Schwermetalle, AOX, CSB, pH-Wert, Leitfähigkeit, Sulfid, Cyanid)

  • Beurteilung der biologischen Abbaubarkeit sowie der Toxizität der Abwasserinhaltsstoffe

  • Einordnung der geltenden Einleit- oder Ablaufanforderungen (Direkteinleitung, Indirekteinleitung, interne Prozessanforderungen)


2. Laborversuche im Technikum

  • Durchführung von Laborversuchen im eigenen Technikum zur verfahrenstechnischen Bewertung

  • Auswahl und Optimierung geeigneter Fäll- und Flockungsmittel

  • Bestimmung optimaler pH-Fenster, Reaktionszeiten und Stufenfolgen

  • Verifizierung erreichbarer Ablaufwerte unter realistischen Bedingungen

  • Abschätzung von Chemikalienverbrauch und Schlammaufkommen


3. Pilotversuche mit Pilotanlagen (optional)

  • Durchführung von Pilotversuchen mit mobilen Pilotanlagen bei anspruchsvollen oder neuen Abwasserzusammensetzungen

  • Validierung des Verfahrens unter praxisnahen Betriebsbedingungen

  • Bewertung der Anlagenleistung bei schwankenden Zuläufen und Lastspitzen

  • Reduzierung von Planungs- und Investitionsrisiken vor der Realisierung


4. Verfahrenskonzept

  • Auswahl geeigneter Fällungs- und Behandlungsstrategien (z. B. Hydroxid- oder sulfidische Fällung, mehrstufige Konzepte)

  • Festlegung der notwendigen Prozessstufen (Neutralisation, Fällung, Flockung, Abtrennung, Schlammbehandlung)

  • Entscheidung über Batch- oder Durchlaufbetrieb auf Basis der Abwassercharakteristik


5. Technische und wirtschaftliche Bewertung

  • Abschätzung von Investitions- und Betriebskosten

  • Bewertung von Chemikalienverbrauch, Schlammaufkommen und Energiebedarf

  • Vergleich mit alternativen Behandlungsansätzen (biologisch, physikalisch, membranbasiert)

  • Ableitung der wirtschaftlich und technisch sinnvollsten Lösung


6. Umsetzung und Integration

  • Auslegung der CP-Anlage als stationäre Lösung oder in Containerbauweise

  • Integration in bestehende Abwasser- und Prozessstrukturen

  • Unterstützung bei Inbetriebnahme, Feinjustierung und Optimierung des Anlagenbetriebs

Kontakt aufnehmen (Conversion-Trigger)

Wenn Sie unsicher sind, ob eine CP-Anlage für Ihr Abwasser erforderlich ist, können Sie sehr gerne Kontakt mit uns aufnehmen. Gemeinsam bewerten wir Ihre Situation und schlagen die passende Vorgehensweise vor, inklusive Laborversuchen im Technikum und bei Bedarf Pilotversuchen mit Pilotanlagen.

Zusammenfassung
Ob eine CP-Anlage erforderlich ist, hängt von Schadstoffen, biologischer Abbaubarkeit und Grenzwerten ab. ALMAWATECH bewertet Ihr Abwasser, führt auf Wunsch Laborversuche im Technikum durch und kann die Lösung zusätzlich über Pilotversuche mit Pilotanlagen unter Praxisbedingungen validieren.

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