ALMA AQUA Antiscalante
Ablagerungen im System? Wir helfen weiter!
Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive
Warum Antiscalants & Härtestabilisatoren unverzichtbar sind
Proof of Performance – Unsere Referenzen






Ihre Vorteile mit ALMA AQUA Antiscalants
Service & Technik – alles aus einer Hand
Beratung & Systemaufnahme
Analytik & Feldversuche
Online Monitoring & Softwarelösungen
Integrierte Dosier- und Regeltechnik
Automatisierte Additivnachversorgung
Auswertung & Berichtserstattung
Formulierungen & Kompatibilität
OEM & Private Label Lösungen
FAQ
Was sind Antiscalants und wie wirken sie?
Antiscalants (auch Ablagerungsinhibitoren) sind Spezialadditive, die die Bildung von schwer löslichen Salzen – sogenannten Scalings – in wasserführenden Systemen verhindern. Dazu gehören z. B. Calciumcarbonat (Kalk), Calciumsulfat (Gips), Barium- und Strontiumsulfat, Eisenhydroxid oder Silikate.
Antiscalants wirken durch den Threshold-Effekt: Bereits in sehr geringen Konzentrationen (ppm-Bereich) verhindern sie die Kristallisation gelöster Ionen. Sie blockieren Keimbildung, stören das Kristallwachstum und halten die Salze in Lösung oder dispergieren beginnende Ausfällungen.
Diese Wirkmechanismen ermöglichen eine erhöhte Toleranz gegenüber Härtebildnern, ohne dass eine aufwendige Enthärtung oder Entkarbonisierung erforderlich ist – wirtschaftlich, energiesparend und betriebssicher.
Was ist der Threshold-Effekt und warum ist er so wichtig?
Der Threshold-Effekt beschreibt die Fähigkeit bestimmter Substanzen, die Kristallisation gelöster Ionen bereits in extrem niedriger Dosierung zu unterdrücken – deutlich unterhalb der stöchiometrisch notwendigen Menge.
Beispiel: Mit nur 5–10 ppm eines geeigneten Antiscalants kann die Ausfällung von mehreren hundert ppm Calciumcarbonat oder Calciumsulfat verhindert werden. Dieser Effekt ist nur bei speziell formulierten Additiven mit hoher Oberflächenaktivität und Komplexierungsfähigkeit zu erzielen.
Der Threshold-Effekt ist besonders wichtig in Membrananlagen, Kühlkreisläufen, Heißwasseranlagen oder überall dort, wo hohe Ionenkonzentrationen auf kleine Oberflächen, hohe Temperaturen oder pH-Schwankungen treffen.
Wofür werden Antiscalants und Härtestabilisatoren typischerweise eingesetzt?
Unsere Produkte finden Anwendung in nahezu allen industriellen Wassersystemen – besonders dort, wo:
Konzentrationsvorgänge (Verdunstung, Umkehrosmose) stattfinden
Hohe Temperaturen zu Ausfällungen führen können
Hohe Rohwasserhärte wirtschaftlich nicht entfernt werden kann
Ablagerungen Betriebssicherheit und Effizienz gefährden
Typische Einsatzbereiche sind:
Umkehrosmoseanlagen (RO) – Verhinderung von Membranverblockung
Kühlkreisläufe – Vermeidung von Kalkausfällung und Gipsbildung
Kessel- und Dampfsysteme – Reduktion von Kesselstein und Überhitzung
Kreisläufe mit stark wechselnder Wasserqualität (z. B. bei Flusswasser oder Mischwasser)
Prozesswasser in der Lebensmittel-, Chemie-, Kunststoff- oder Metallindustrie
Welche Ausfällungen können Antiscalants verhindern?
Unsere Produkte decken ein breites Spektrum an typischen anorganischen Ablagerungen ab:
Calciumcarbonat (Kalk) – sehr häufig in Kühl- und Heißwasserkreisläufen
Calciumsulfat (Gips) – in verdunstungsintensiven Anlagen (Kraftwerke, Trockner)
Bariumsulfat / Strontiumsulfat – in Brunnen-, Prozess- oder Recyclingwasser
Eisen- & Manganverbindungen – oxidierte Eisenformen bei Belüftung oder pH-Anstieg
Siliziumdioxid / Silikate – besonders kritisch bei RO-Anlagen und erhöhter Leitfähigkeit
Magnesiumverbindungen – insbesondere bei hohen pH-Werten in Kreisläufen
Durch spezielle Kombinationen aus Phosphonaten, Polymersystemen, Dispergatoren und Komplexbildnern werden selbst schwerlösliche oder aggressive Skalings sicher stabilisiert.
Wie werden Antiscalants dosiert?
Die Dosierung richtet sich nach der Ionenzusammensetzung des Wassers, dem Konzentrationsfaktor (z. B. in RO-Anlagen) und der Betriebsweise der Anlage.
Typische Dosierbereiche:
Umkehrosmose: 2–8 ppm (je nach Ca, Mg, Si, Ba, Sr, Fe)
Kühlwasser: 10–30 ppm (je nach KH, pH, Temperatur)
Dampf-/Kesselsysteme: bedarfsgerechte Konditionierung je nach Speisewasser
Wir liefern passende Dosierberechnungen auf Basis Ihrer Wasseranalyse und stellen auf Wunsch Dosierstationen mit Monitoring und Alarmfunktion bereit. In Membrananlagen wird das Produkt idealerweise im Vorlauf (z. B. mit Mischwasser oder Permeat) vor der Hochdruckpumpe zudosiert.
Sind Ihre Produkte mit anderen Additiven kompatibel?
Ja – unsere Antiscalants sind voll kompatibel mit:
Korrosionsinhibitoren (z. B. Phosphonate, Molybdate)
Bioziden (oxidativ und nicht-oxidativ, je nach Formulierung)
Dispergatoren & Reinigungsadditiven
pH-Reguliermitteln und Alkalisierungsmitteln
O₂-Bindern in Kesselanwendungen
Unsere Kombiprodukte vereinen teilweise mehrere Wirkmechanismen in einer Lösung (z. B. Antiscalant + Korrosionsschutz + Biofilmkontrolle). Vor allem in RO-Anlagen prüfen wir vorab die chemische Verträglichkeit mit Membranmaterialien (z. B. Polyamid, Celluloseacetat).
Welche Vorteile haben phosphonat- oder polymerbasierte Formulierungen?
Phosphonate sind klassische Threshold-Wirkstoffe mit ausgezeichneter Wirkung gegen Kalk und Gips. Sie wirken auch als Korrosionsinhibitoren und sind bei richtiger Dosierung sehr effizient.
Polymere wie Polyacrylate oder Maleinsäure-Copolymere erhöhen die Schmutzdispergierung, verbessern die Schichtbildung und verhindern die Agglomeration bereits gebildeter Kristalle. Sie sind temperatur- und pH-stabiler als viele klassische Formulierungen.
Die optimale Kombination beider Systeme ermöglicht:
Höhere Toleranz gegenüber Grenzwasserqualitäten
Weniger Reinigung & Wartung
Bessere Performance auch bei wechselnden Betriebsbedingungen
Gibt es umweltfreundliche oder biologisch abbaubare Varianten?
Ja – wir bieten umweltgerechte Antiscalants, die:
phosphatfrei / phosphonatarm
biologisch abbaubar nach OECD 301/302
frei von Schwermetallen & AOX-relevanten Substanzen
nicht toxisch für aquatische Organismen
Diese Produkte sind ideal für Direkteinleiter, Lebensmittelbetriebe, Brennwertanlagen oder Anwendungen mit besonderen Entsorgungsanforderungen. Auch für OEM-Partner oder Exportmärkte mit spezifischen Umweltvorgaben stellen wir geeignete Formulierungen zur Verfügung.
Wie erkenne ich, ob ich ein Scaling-Problem habe?
Typische Hinweise auf Ablagerungsprobleme:
Druckanstieg im System (z. B. vor Membranen oder Wärmetauschern)
Sinkende Wärmeübertragung / steigende Austrittstemperatur
Sichtbare Beläge auf Armaturen oder Rohrleitungen
Unregelmäßige Durchflüsse / Verstopfungen
Verkürzte Reinigungszyklen oder häufige Anlagenstörungen
Wir bieten als Service:
Belagsanalyse im Labor
Online-Überwachung von Scaling-Indikatoren (z. B. Leitfähigkeit, Differenzdruck)
Dosieroptimierung anhand von SI-Index, LSI, STAS oder proprietären Prognosemodellen
Welche regulatorischen Anforderungen gelten für den Einsatz von Antiscalants & Härtestabilisatoren?
Der Einsatz von Antiscalants und Härtestabilisatoren unterliegt verschiedenen technischen Regeln und gesetzlichen Vorgaben. Besonders relevant sind:
VDI 2035 (Blatt 1 & 2): Regelt Wasserqualität in Heizungsanlagen, inkl. Grenzwerte für Härte und Leitfähigkeit.
DGRL (Druckgeräterichtlinie): Vorgaben zu Werkstoffverträglichkeit und Systembetrieb, relevant in Kessel- und Dampfanlagen.
TA Luft & Wasserhaushaltsgesetz (WHG): Insbesondere bei Direkteinleitung, Abwasserbehandlung oder bei phosphathaltigen Produkten.
Membranhersteller-Vorgaben (z. B. für RO-Anlagen): Zulässige Einsatzkonzentrationen, pH-Bereiche und Verträglichkeit mit Membranmaterialien (Polyamid, CTA etc.).
Lebensmittel- und Pharmabranche: Einsatz nur von unbedenklichen, FDA/BfR-gelisteten oder HACCP-kompatiblen Additiven.
Unsere Produkte erfüllen diese Vorgaben und wir stellen auf Wunsch alle relevanten Nachweise (Sicherheitsdatenblätter, Normverweise, Herstellerfreigaben) zur Verfügung. Zusätzlich beraten wir bei der regelkonformen Auslegung von Wasserparametern und dokumentieren die Additivanwendung – auch digital, falls gewünscht.
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Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive

