Advanced Oxidation Prozess (AOP-Verfahren) mit dem Fenton Verfahren zur Elimination von Spurenstoffen aus Abwasser
AOP-Verfahren: Fenton-Prozess

ALMA OXI Fenton

Der ALMA OXI Fenton-Prozess eliminiert effektiv schwer abbaubare Stoffe durch Zugabe von Eisen(II)-sulfat und Wasserstoffperoxid in einem zweistufigen, durchmischten Reaktor. Die Zugabe von Eisen(II)-sulfat in einem definierten pH-Bereich führt zur Bildung hochreaktiver Hydroxyl-Radikale aus dem Wasserstoffperoxid. Diese Radikale oxidieren biologisch schwer abbaubare Stoffe und binden sie in einer Schlammflocke.

Das zweistufige Design des Reaktors steigert den Umsatz des Eisen(II)-sulfats und ermöglicht so eine Einsparung von Verbrauchsmitteln.
Technische Daten
Hauptanwendungen
Pharmaindustrie
Farb- und Lackindustrie Chemieindustrie Textilindustrie
Hydraulische Leistung
20 - 1.000 m³/d
Anlagendesign
Batch oder Durchlauf
Eliminationsleistung ausgewählter Spurenstoffe
> 90 %

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Dominik Hoffmann

Leiter Projektentwicklung

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Maksim Neubauer

Leiter Internationale Projektentwicklung

Kompakte Fenton-Anlage zur Oxidation schwer abbaubarer Abwasserinhaltsstoffe

Die ALMA OXI Fenton ist eine Anlage für Advanced Oxidation Processes, kurz AOP. Durch die kontrollierte Zugabe von Eisen(II)-salz und Wasserstoffperoxid entstehen hochreaktive Hydroxylradikale. Diese greifen biologisch schwer abbaubare organische Verbindungen an und können sie oxidieren, aufspalten oder für nachfolgende Behandlungsstufen besser zugänglich machen.

Reaktionsbedingungen

pH-Einstellung und Eisendosierung

Das Abwasser wird auf den projektspezifisch bestimmten pH-Bereich eingestellt. Anschließend wird eine definierte Menge Eisen(II)-salz als Katalysator dosiert.

Fenton-Oxidation

Bildung reaktiver Hydroxylradikale

Wasserstoffperoxid reagiert mit dem Eisenkatalysator. Die entstehenden Radikale oxidieren schwer biologisch abbaubare organische Abwasserinhaltsstoffe.

Nachbehandlung

Neutralisation und Feststoffabtrennung

Nach der Oxidation wird das Wasser neutralisiert. Eisenverbindungen und gebundene Reaktionsprodukte werden als Flocken abgeschieden und vom behandelten Wasser getrennt.

Wann ist das Fenton-Verfahren sinnvoll?

  • Biologisch schwer abbaubare organische Stoffe Für Abwässer, deren verbleibende organische Belastung durch eine biologische Behandlung nicht ausreichend reduziert werden kann.
  • Pharmazeutische und chemische Spurenstoffe Zur Behandlung ausgewählter Medikamentenrückstände, organischer Komplexbildner, Farbstoffe und weiterer oxidierbarer Mikroschadstoffe.
  • Farbige oder toxische Industrieabwässer Für Abwässer aus Farb-, Lack-, Textil-, Chemie- und Pharmaprozessen mit anspruchsvollen organischen Inhaltsstoffen.
  • Verbesserung der biologischen Abbaubarkeit Eine Teiloxidation kann komplexe Moleküle aufspalten und dadurch eine nachgeschaltete biologische Behandlung unterstützen.
  • Weitergehende Aufbereitung für Water-Reuse Zur Reduzierung organischer Reststoffe vor Filtration, Aktivkohle, Membranverfahren oder betrieblicher Wasserwiederverwendung.

Was bestimmt die Auslegung der Fenton-Anlage?

  • Behandelbarkeit der Zielstoffe Nicht jeder Stoff reagiert gleich gut auf eine Fenton-Oxidation. Die tatsächliche Eliminationsleistung muss anhand des realen Abwassers geprüft werden.
  • Optimaler pH-Bereich Reaktionsgeschwindigkeit und Chemikalienverbrauch hängen wesentlich von der korrekten pH-Einstellung ab.
  • Dosierung von Eisen und Wasserstoffperoxid Die Betriebsmittelmengen werden auf Schadstofffracht, Reaktionsziel und vorhandene Nebenreaktionen abgestimmt.
  • Reaktions- und Aufenthaltszeit Die erforderliche Behandlungsdauer beeinflusst Reaktorvolumen, Durchsatz und erreichbare Oxidationsleistung.
  • Nachgeschaltete Feststoffbehandlung Der bei der Neutralisation entstehende eisenhaltige Schlamm muss zuverlässig abgetrennt und behandelt werden.
20–1.000 m³/Tag angegebener hydraulischer Leistungsbereich
> 90 % angegebene Eliminationsleistung bei ausgewählten Spurenstoffen und geeigneten Prozessbedingungen
Batch oder Durchlauf projektspezifische Ausführung abhängig von Abwasseranfall, Belastung und Reaktionszeit

Typische Einbindung in eine industrielle Behandlungskette

1. Vorbehandeltes Abwasser Industrielles Abwasser nach mechanischer, chemisch-physikalischer oder biologischer Vorreinigung.
2. ALMA OXI Fenton pH-Einstellung, Eisenkatalysator, Wasserstoffperoxid und zweistufige Oxidationsreaktion.
3. Neutralisation und Abtrennung Ausfällung und Entfernung von Eisenhydroxidschlamm sowie gebundenen Reaktionsprodukten.
4. Nachbehandlung oder Water-Reuse Biologische Nachbehandlung, Filtration, Aktivkohle, Membrantechnik oder betriebliche Wasserwiederverwendung.

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