Spaltanlage, Emulsionsspaltanlage und CP-Anlage für die Abwasserbehandlung

Chemisch-physikalische Abwasserbehandlung für Industrieabwässer

CP-Anlagen sind chemisch-physikalische Abwasserbehandlungsanlagen zur Entfernung gelöster, fein verteilter und suspendierter Inhaltsstoffe aus Industrieabwasser. Je nach Aufgabe kombinieren sie Neutralisation, Fällung, Koagulation, Flockung und eine passende Feststoffabtrennung.

ALMAWATECH plant und fertigt individuelle CP-Anlagen als Kompakt-, Chargen-, Durchlauf-, Container- oder Großanlage. Von Analyse und Laborversuchen über Engineering und Fertigung bis zur Inbetriebnahme entsteht eine auf Wasserchemie, Zielwerte und Betrieb abgestimmte Gesamtlösung.
Anlagenbauer und Hersteller individueller CP-Anlagen
Batch-, Durchlauf-, Kompakt- und Containeranlagen
Für Schwermetalle, Feststoffe, Emulsionen und weitere Industrieabwässer
Planung, Anlagenbau, Inbetriebnahme und Service aus einer Hand

Technische Beratung anfragen

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Dominik Hoffmann

Leiter Projektentwicklung

maksim_neuabauer_almawatech

Maksim Neubauer

Leiter Internationale Projektentwicklung

So funktioniert eine CP-Anlage: von der Neutralisation bis zur Schlammbehandlung

Eine CP-Anlage kombiniert chemische Reaktionen mit physikalischen Trennverfahren. Gelöste und fein verteilte Inhaltsstoffe werden in abtrennbare Feststoffe überführt, zu stabilen Flocken zusammengeführt und anschließend aus dem Wasser entfernt.

Schritt 1

pH-Wert einstellen

Säuren, Laugen oder CO₂ schaffen die optimalen Bedingungen für die nachfolgenden Reaktionen.

Schritt 2

Inhaltsstoffe fällen

Gelöste Stoffe werden durch geeignete Fällungsmittel in schwer lösliche Verbindungen überführt.

Schritt 3

Flocken bilden

Kleine Partikel und Fällungsprodukte werden zu größeren, gut abtrennbaren Flocken verbunden.

Schritt 4

Feststoffe abtrennen

Sedimentation, Flotation oder Filtration trennen die gebildeten Flocken vom behandelten Wasser.

Schritt 5

Schlamm behandeln

Der abgetrennte Schlamm wird eingedickt, entwässert und für die Entsorgung vorbereitet.

Die genaue Verfahrenskette wird individuell ausgelegt. Abwasserzusammensetzung, Zielwerte, Volumenstrom und Flockeneigenschaften bestimmen die eingesetzten Chemikalien, Reaktionsstufen und Trennverfahren.

ALMAWATECH als Anlagenbauer für individuelle CP-Anlagen

Industrieabwässer unterscheiden sich in Zusammensetzung, Konzentration, pH-Wert, Temperatur und Mengenanfall. Eine CP-Anlage sollte deshalb nicht allein nach dem Volumenstrom ausgewählt werden.

ALMAWATECH entwickelt das Behandlungskonzept anhand der tatsächlichen Abwasserbedingungen und der geforderten Ablaufqualität. Bei komplexen Abwässern unterstützen Labor- und Pilotversuche die Auswahl geeigneter pH-Bereiche, Fällungs- und Flockungsmittel, Dosierungen und Trennverfahren.

Darauf aufbauend planen und fertigen wir komplette CP-Anlagen mit Dosier- und Reaktionstechnik, Feststoffabtrennung, Schlammbehandlung sowie Mess-, Steuer- und Automatisierungstechnik. Montage, Inbetriebnahme, Schulung, Wartung und Prozessoptimierung können ebenfalls Teil des Leistungsumfangs sein.
CP-Chargenanlage zur Behandlung von industriellem Abwasser
Abwasseranalyse und Auslegung
Planung und Engineering
Bau der Wasseraufbereitungsanlage
Dosier- und Messtechnik
Steuerung und Automatisierung
Inbetriebnahme und Schulung
Wartung, Service und Prozessoptimierung

Wann ist eine CP-Anlage für Industrieabwasser sinnvoll?

Eine CP-Anlage ist sinnvoll, wenn industrielle Abwässer gelöste, kolloidale oder suspendierte Inhaltsstoffe enthalten, die biologisch nicht ausreichend abgebaut werden können oder vor weiteren Behandlungsschritten gezielt entfernt werden müssen.

Die chemisch-physikalische Behandlung kann als eigenständige Abwasserbehandlung, als Vorbehandlung vor einer biologischen Anlage, als Schutzstufe vor Filtration und Membrantechnik oder als Bestandteil eines Water-Reuse-Konzeptes eingesetzt werden.

Typische Aufgaben der chemisch-physikalischen Behandlung

Schwermetallentfernung
Phosphor- und Fluoridfällung
Feststoff- und Trübungsreduktion
Emulsionsspaltung und Ölabscheidung
Entcarbonisierung und Enthärtung
Vorbehandlung biologischer Anlagen
Nachbehandlung und Water-Reuse
Entlastung kommunaler oder betrieblicher Kläranlagen
Prozesswasseraufbereitung und Teilstrombehandlung

Branchen mit chemisch-physikalisch behandelbaren Abwässern

Metallverarbeitung und Galvanik
Farb-, Lack- und Beschichtungsindustrie
Recycling- und Entsorgungswirtschaft
Batterieherstellung und Batterierecycling
Chemie- und Pharmaindustrie
Textil-, Kunststoff- und Papierindustrie
Reinigungs- und Waschbetriebe
Energie-, Prozess- und Wasserwirtschaft
Lebensmittel- und Getränkeindustrie

Vorteile individuell ausgelegter chemisch-physikalischer Anlagen

Unsere CP-Anlagen werden nicht als Standardsystem ausgewählt, sondern auf Wasserchemie, Volumenstrom, Betriebsweise und geforderte Ablaufqualität abgestimmt.

Individuelle Verfahrensauslegung

Reaktionsstufen, Chemikalien und Trennverfahren werden passend zur jeweiligen Abwasseraufgabe ausgelegt.

Komplettes Anlagensystem

Dosierung, Reaktion, Feststoffabtrennung, Schlammbehandlung und Automatisierung aus einer Hand.

Flexible Bauweise

Als Kompakt-, Chargen-, Durchlauf-, Container- oder Großanlage für unterschiedliche Mengen und Standorte.

Begleitung bis in den Betrieb

Von Laborversuchen und Planung über Inbetriebnahme bis zur Prozessoptimierung und technischen Betreuung.

Verfahrenstechnik und Anlagenbau aus einer Hand Das Behandlungskonzept wird als Gesamtsystem entwickelt und nicht aus voneinander unabhängigen Einzelkomponenten zusammengesetzt.

CP-Anlagen im Vergleich: Welche Lösung passt zu Ihrem Abwasser?

Passende Lösung Typische Aufgabenstellung Typischer Durchsatz Bauart
ALMA BHU LHPS
Großanlagenlösung
Große Rohwasser- und Volumenströme mit gut sedimentierbaren Flocken 50–10.000 m³/h Kontinuierliche Durchlaufanlage mit Fällung, Flockung und Lamellensedimentation; Stahl- oder Betonbauweise
ALMA CHEM MCW
Individuelle CP-Anlage
Individuelle und komplexe Industrieabwässer als Batch- oder Durchlaufbehandlung 1–100 m³/h
oder 1-25 m³ je Charge
Projektspezifische Batch- oder Durchlaufanlage; freistehend, inhouse oder optional im ALMA Modul
ALMA CHEM MCW Modular
Containerlösung
Dezentrale, international einsetzbare oder vormontierte Anlagenlösung 1–500 m³/h Modular aufgebaute Fällungs- und Flockungsanlage in Technikraumcontainern mit optionaler Schlammbehandlung
ALMA CP Kompakt
Kompaktanlage
Kleine, hochkonzentrierte oder diskontinuierlich anfallende Teilströme 0,5–10 m³/Tag Platzsparende, vormontierte Kompaktanlage mit integrierter Steuerung und Bandfilter zur Schlammabtrennung
ALMA Neutra
Neutralisationsanlage
pH-Korrektur saurer oder alkalischer Abwässer ohne vollständige Fällungsanlage 1–5.000 m³/h Automatische ein- oder zweiseitige Durchlauf-Neutralisation; kompakt, freistehend oder im ALMA Modul
ALMA NeoDAF
Flotationsanlage
Leichte oder schlecht sedimentierbare Flocken sowie Fette, Öle und Emulsionen ca. 1–200 m³/h
je nach Baureihe
Druckentspannungsflotation als Kompakt- oder Industrieanlage aus Polypropylen oder Edelstahl
ALMA OXI Fenton
Oxidationsverfahren
Refraktärer CSB sowie ausgewählte schwer abbaubare, persistente oder toxische Spurenstoffe 20–1.000 m³/Tag Zweistufige Fenton-Reaktoranlage als Batch- oder kontinuierliche Durchlaufanlage

Planung und Bau einer CP-Anlage: von der Abwasserprobe bis zur Inbetriebnahme

1. Anfrage und technische Klärung

Sie senden uns Informationen zu Abwassermenge, Analysewerten, vorhandener Abwassertechnik und Einleitbedingungen.

2. Vor-Ort Besuch & Bestandsaufnahme

Bestandsaufnahme zur Klärung der Platzverhältnisse, Einbindungspunkte, Rohrleitungswege und Zugänglichkeit.

3. Analyse und Verfahrensauswahl

Wir bestimmen die Kombination aus Neutralisation, Fällung, Flockung, Feststoffabtrennung und Schlammbehandlung.

4. Auslegung und Angebot

Wir dimensionieren die Anlage, definieren Dosiertechnik, Steuerung, Werkstoffe, Einbindung und Betriebsstrategie.

5. Anlagenbau und Integration

Die CP-Anlage wird projektspezifisch gefertigt, montiert und in die bestehende Abwasserbehandlung oder Produktion eingebunden.

6. Inbetriebnahme und Optimierung

Wir nehmen die Anlage in Betrieb, stellen Dosierung und Prozessparameter ein und unterstützen Sie im Anlagenbetrieb.

Referenzen für CP-Anlagen und industrielle Abwasserbehandlung

Feststoffabtrennung nach Fällung und Flockung

Nach Fällung und Flockung müssen die gebildeten Feststoffe zuverlässig vom Klarwasser getrennt werden. Das geeignete Verfahren richtet sich vor allem nach Flockendichte, Absetzverhalten, Feststofffracht, Volumenstrom und gewünschter Ablaufqualität.

Sedimentation

Für schwere, stabile und gut absetzbare Flocken. Die Feststoffe sinken auf den Behälterboden und werden dort als Schlamm abgezogen.

Lamellenabscheidung

Für gut sedimentierbare Flocken bei hohen Volumenströmen. Die Lamellen vergrößern die wirksame Absetzfläche bei kompakter Anlagenbauweise.

Flotation

Für leichte oder schlecht sedimentierbare Flocken sowie Fette, Öle und Emulsionen. Feine Luftblasen transportieren die Feststoffe an die Wasseroberfläche.

Bandfiltration

Für kleine Volumenströme und gut filtrierbare Flocken. Die Feststoffe werden auf einem Filterband zurückgehalten und kontinuierlich ausgetragen.

Sand- oder Multimediafiltration

Für verbleibende Restflocken und Feinpartikel. Sie wird meist als nachgeschaltete Polishing-Stufe nach Sedimentation oder Flotation eingesetzt.

Mikro- oder Ultrafiltration

Für hohe Anforderungen an das Filtrat, beispielsweise vor Umkehrosmose oder Water-Reuse. Membranen entfernen feinste Partikel und Restflocken.

Technische Unterlagen und Datenblätter zu CP-Anlagen

Technischer Leitfaden CP-Anlagen - Grundlagen, Auslegung und Anwendungen der Fällungsanlagen: Download

Anlagenbeispiele aus dem chemisch-physikalischen Anlagenbau

Häufige Fragen zu CP-Anlagen und Fällungsanlagen

Eine CP-Anlage ist eine chemisch-physikalische Abwasserbehandlungsanlage. Sie kombiniert chemische Verfahrensschritte wie Neutralisation, Fällung, Koagulation und Flockung mit physikalischen Trennverfahren wie Sedimentation, Flotation oder Filtration.

Ziel ist es, gelöste, kolloidale oder suspendierte Inhaltsstoffe aus Industrieabwasser in eine abtrennbare Form zu überführen. Anschließend werden die gebildeten Feststoffe aus dem Wasser entfernt und als Schlamm weiterbehandelt.

Je nach Wasserchemie und Verfahrensauslegung können unter anderem folgende Stoffe reduziert oder entfernt werden:

  • Schwermetalle wie Nickel, Kupfer, Zink, Chrom oder Blei
  • Phosphor und Phosphate
  • Fluorid und weitere fällbare Anionen
  • suspendierte Feststoffe und Trübungen
  • kolloidale Partikel
  • Härtebildner und Karbonate
  • Öle, Fette und geeignete Emulsionen
  • Pigmente, Lackbestandteile und mineralische Partikel

Die erreichbare Reinigungsleistung hängt unter anderem von Konzentration, Bindungsform, Komplexierung, pH-Wert, Temperatur und weiteren Inhaltsstoffen des Abwassers ab.

Bei der Fällung werden gelöste Inhaltsstoffe durch eine chemische Reaktion in schwer lösliche Feststoffe überführt. Ein typisches Beispiel ist die Fällung gelöster Metallionen als Metallhydroxide oder Metallsulfide.

Bei der Flockung werden diese feinen Fällungsprodukte und weitere Partikel zu größeren Flocken verbunden. Dadurch lassen sie sich anschließend besser sedimentieren, flotieren oder filtrieren.

Fällung und Flockung erfüllen unterschiedliche Aufgaben, werden in einer CP-Anlage aber häufig direkt miteinander kombiniert.

Eine Batchanlage eignet sich besonders für:

  • kleine oder diskontinuierlich anfallende Abwassermengen
  • stark schwankende Zusammensetzungen
  • hoch konzentrierte Teilströme
  • kontrollierte Behandlung einzelner Chargen

Eine kontinuierliche Durchlaufanlage eignet sich besonders für:

  • regelmäßig anfallende Abwasserströme
  • mittlere bis große Volumenströme
  • automatisierten Dauerbetrieb
  • weitgehend kontinuierliche Produktionsprozesse

Die Auswahl richtet sich nach Abwassermenge, Belastungsschwankungen, Produktionsablauf, Kontrollanforderungen und verfügbarer Aufstellfläche.

Flotation ist häufig dann vorteilhaft, wenn die gebildeten Flocken eine geringe Dichte besitzen und sich nur langsam oder unvollständig absetzen.

Typische Anwendungsfälle sind:

  • leichte Flocken
  • Fette und Öle
  • Emulsionen
  • organische Feststoffe
  • schlecht sedimentierbare Partikel

Bei der Druckentspannungsflotation lagern sich feine Luftblasen an die Feststoffe an und transportieren sie an die Wasseroberfläche. Für schwere, mineralische und gut absetzbare Flocken ist dagegen häufig eine Sedimentation oder Lamellenabscheidung geeigneter.

Bei komplexen, schwankenden oder bislang unbekannten Industrieabwässern sind Labor- oder Pilotversuche sehr empfehlenswert.

Dabei können unter anderem folgende Parameter untersucht werden:

  • geeigneter pH-Bereich
  • passendes Fällungs- und Flockungsmittel
  • erforderliche Chemikaliendosierung
  • Flockenbildung und Absetzverhalten
  • Schlammvolumen und Entwässerbarkeit
  • erreichbare Ablaufqualität
  • mögliche Wechselwirkungen mit weiteren Inhaltsstoffen

Die Ergebnisse reduzieren das Auslegungsrisiko und schaffen eine belastbare Grundlage für Planung, Investition und Betrieb.

Für eine erste technische Bewertung sind insbesondere folgende Informationen hilfreich:

  • Herkunft und Art des Abwassers
  • durchschnittlicher und maximaler Volumenstrom
  • kontinuierlicher oder chargenweiser Abwasseranfall
  • aktuelle Wasseranalysen
  • relevante Zielstoffe und Konzentrationen
  • geforderte Ablauf- oder Einleitwerte
  • vorhandene Vor- und Nachbehandlung
  • verfügbare Aufstellfläche
  • Anforderungen an Automatisierung und Schlammbehandlung

Je vollständiger diese Daten vorliegen, desto genauer können Verfahrenskonzept, Anlagengröße und möglicher Projektumfang bewertet werden.

Ja. Eine CP-Anlage kann als eigenständige Behandlung oder als zusätzliche Verfahrensstufe in eine bestehende Anlage integriert werden. Mögliche Einsatzpositionen sind die Vorbehandlung vor einer biologischen Kläranlage, die Entfernung bestimmter Teilstrombelastungen oder die Aufbereitung vor Filtration, Membrantechnik und Water-Reuse.

Für die Integration werden unter anderem die vorhandene Hydraulik, Aufstellfläche, Schnittstellen, Steuerungstechnik und nachfolgenden Behandlungsschritte betrachtet.

Die Betriebskosten einer CP-Anlage hängen insbesondere vom Chemikalienverbrauch, Energiebedarf, Schlammanfall, Entsorgungsaufwand und Wartungsbedarf ab. Eine pauschale Angabe ist deshalb ohne Kenntnis des Abwassers und der geforderten Ablaufqualität nicht belastbar.

Laborversuche, eine bedarfsgerechte Chemikaliendosierung und eine abgestimmte Schlammbehandlung helfen dabei, Betriebsmittelverbrauch und Reststoffmengen zu reduzieren. Neben den Investitionskosten sollten daher immer auch die langfristigen Betriebskosten betrachtet werden.

Unsere chemisch physikalischen Behandlungsanlagen

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