Ozonanlage ALMA BHU OXI zur Hygienisierung und Desinfektion von Abwasser
Oxidation zur Desinfektion & Hygienisierung

ALMA BHU OXI

Die nasschemische Oxidation erweist sich als die ideale Lösung, wenn es darum geht, toxische oder schwer abbaubare, organische Verbindungen zu eliminieren. Bei hohen Volumenströmen und niedrigen Konzentrationen stellt Ozon eine effektive Wahl dar. Für geringere Volumenströme im Bereich von 2 bis 10 m³/h und bis zu 50 g/l CSB (Chemischer Sauerstoffbedarf) kann ein auf Fenton basierter Ansatz erfolgreich angewendet werden.

In Situationen, in denen biologische Prozesse durch organische Wasserinhaltsstoffe eingeschränkt werden, sei es aufgrund toxischen Verhaltens, extremer Persistenz oder hoher Salzkonzentrationen, die den biologischen Abbau verhindern, bietet das Verfahren ALMA BHU OXI eine effektive Lösung.
Technische Daten
Hauptanwendungen
Oxidation, Hygienisierung, Desinfektion
Hydraulische Leistung Ozon
20 - 2.000 m³/h
Max. CSB-Konz. Ozon
50 mg/l
Hydraulische Leistung Fenton
0,5 - 20 m³/h
Max. CSB-Konz. Fenton
50.000 mg/l

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Maksim Neubauer

Leiter Internationale Projektentwicklung & Water Reuse

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Siegfried Hirschmann

Senior Expert Prozess- und Frischwasser

Oxidationsanlagen für schwer abbaubare Stoffe, Hygienisierung und Desinfektion

Die ALMA BHU OXI behandelt organische Wasserinhaltsstoffe, die biologisch nur schwer abbaubar, persistent oder toxisch sind. Abhängig von Volumenstrom, Belastung und Behandlungsziel wird die Anlage als Ozonierung oder als Fenton-Prozess ausgelegt. Neben der Schadstoffoxidation kann das Verfahren auch zur Hygienisierung und Desinfektion von Wasser und Abwasser eingesetzt werden.

Analyse

Wasser und Zielstoffe bewerten

Volumenstrom, CSB-Konzentration, organische Inhaltsstoffe, Salzgehalt, biologische Abbaubarkeit und das gewünschte Reinigungsziel bilden die Grundlage der Verfahrensauswahl.

Oxidation

Ozon oder Fenton gezielt einsetzen

Das Oxidationsmittel reagiert mit schwer abbaubaren organischen Verbindungen und kann diese abbauen, umwandeln oder für eine biologische Nachbehandlung besser zugänglich machen.

Weiterbehandlung

Behandeltes Wasser sicher weiterführen

Abhängig vom Verfahren folgen biologische Behandlung, Feststoffabtrennung, Filtration, Desinfektion, Einleitung oder eine weitergehende Aufbereitung für Water-Reuse.

Ozonierung

Für hohe Volumenströme und vergleichsweise niedrige Belastungen
  • Oxidation gelöster organischer Stoffe Ozon kann geeignete persistente Verbindungen direkt angreifen und ihre Molekülstruktur verändern.
  • Hygienisierung und Desinfektion Das Verfahren eignet sich zur Reduktion mikrobiologischer Belastungen in Wasser- und Abwasserströmen.
  • Keine chemisch bedingte Schlammbildung Bei der Ozonierung entsteht kein Fällschlamm durch die Zugabe eines Eisenkatalysators.
  • Verbesserung der biologischen Abbaubarkeit Persistente organische Verbindungen können teilweise in kleinere und besser biologisch abbaubare Moleküle überführt werden.

Fenton-Prozess

Für kleinere Volumenströme und hohe organische Belastungen
  • Starke oxidative Wirkung Wasserstoffperoxid und Eisensalze erzeugen hochreaktive Radikale zur Behandlung schwer abbaubarer organischer Stoffe.
  • Für hoch belastete Abwässer Das Verfahren kann auch bei deutlich höheren CSB-Konzentrationen als eine Ozonierung eingesetzt werden.
  • Reduktion toxischer Inhaltsstoffe Geeignet für ausgewählte Abwässer, bei denen toxische Stoffe eine biologische Behandlung beeinträchtigen.
  • Neutralisation und Schlammabtrennung Nach der Reaktion müssen Eisenverbindungen und gebundene Reaktionsprodukte aus dem Wasser abgeschieden werden.

Typische Einsatzbereiche

  • Schwer biologisch abbaubare Industrieabwässer Behandlung persistenter organischer Verbindungen, die mit konventioneller Biologie nicht ausreichend entfernt werden.
  • Toxische Abwasserinhaltsstoffe Vorbehandlung zur Reduktion von Stoffen, die Mikroorganismen in biologischen Anlagen hemmen.
  • Spurenstoffelimination Oxidative Behandlung ausgewählter Mikroschadstoffe aus kommunalen oder industriellen Wasserströmen.
  • Hygienisierung von Abwasser Reduktion mikrobiologischer Belastungen vor Einleitung oder betrieblicher Wiederverwendung.
  • Trink- und Prozesswasserbehandlung Oxidation geeigneter Inhaltsstoffe und Desinfektion innerhalb mehrstufiger Wasseraufbereitungskonzepte.

Was bestimmt die Verfahrensauswahl?

  • Volumenstrom und Schadstoffkonzentration Hohe Durchsätze mit niedriger Belastung sprechen häufig für Ozon; kleinere, hoch belastete Ströme können für Fenton geeignet sein.
  • Art der Zielstoffe Die Oxidierbarkeit hängt von Molekülstruktur, Wasserzusammensetzung und möglichen konkurrierenden Reaktionen ab.
  • Gewünschtes Behandlungsziel Vollständiger Abbau, Teiloxidation, Verbesserung der biologischen Abbaubarkeit, Hygienisierung oder Desinfektion erfordern unterschiedliche Auslegungen.
  • Betriebsmittel und Nebenprodukte Ozonbedarf, Wasserstoffperoxid, Eisensalze, Energieverbrauch und mögliche Reaktionsprodukte müssen gemeinsam bewertet werden.
  • Vorversuche mit realem Wasser Labor- oder Pilotversuche schaffen eine belastbare Grundlage für Dosierung, Reaktionszeit, Eliminationsleistung und Betriebskosten.
20–2.000 m³/h angegebener hydraulischer Leistungsbereich der Ozonierung
0,5–20 m³/h angegebener hydraulischer Leistungsbereich des Fenton-Prozesses
Ozon oder Fenton projektspezifische Auswahl nach Belastung, Volumenstrom und Behandlungsziel

Typische Einbindung in eine industrielle Behandlungskette

1. Wasseranalyse und Vorbehandlung Feststoffabtrennung, pH-Einstellung oder weitere Vorstufen entsprechend der Wasserqualität.
2. ALMA BHU OXI Ozonierung oder Fenton-Oxidation zur Behandlung persistenter, toxischer oder hygienisch relevanter Belastungen.
3. Nachbehandlung Biologische Reinigung, Feststoffabtrennung, Filtration oder Aktivkohle entsprechend dem gewählten Oxidationsverfahren.
4. Einleitung oder Water-Reuse Ableitung des behandelten Wassers oder Weiteraufbereitung für betriebliche Wiederverwendungszwecke.

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