Moving-Bed-Bio-Reaktor zur biologischen Abwasserbehandlung
Aerobe biologische Abwasserbehandlung

ALMA BIO MBBR – Moving Bed Biofilm Reactor für CSB-, Ammonium- und Stickstoffabbau

Der ALMA BIO MBBR (Moving Bed Biofilm Reactor) ist eine biologische Abwasserbehandlungsanlage für industrielle Abwässer zur Reduktion organischer Belastungen sowie von Ammonium und Stickstoff. Mikroorganismen wachsen als Biofilm auf frei beweglichen Kunststoff-Carriern, die kontinuierlich im Reaktor durchmischt werden.

Die Anlage wird projektspezifisch für hydraulische Leistungen von 20 bis 5.000 m³/h ausgelegt und kann je nach Anlagengröße und Anwendung als Betonbecken, Edelstahlreaktor, PE-/PP-Reaktor oder in Containerbauweise realisiert werden.
Technische Daten
Hauptanwendungen
Industrieabwasser, organische Prozessströme, Reststoffströme
Bauweise:
Beton-, Edelstahl-, PE-/PP- oder Containerbauweise
Abbau von:
CSB, Ammonium und Stickstoff
Hydraulische Leistung
20 - 5.000 m³/h
Carrier-Oberfläche:
50 – 750 m²/m³

MBBR-Anlage auslegen lassen:

dominik_hoffmann_almawatech

Dominik Hoffmann

Leiter Projektentwicklung

maksim_neuabauer_almawatech

Maksim Neubauer

Leiter Internationale Projektentwicklung

Was ist ein MBBR-Reaktor?

Ein MBBR-Reaktor (Moving Bed Biofilm Reactor) ist ein biologisches Verfahren zur Abwasserbehandlung, bei dem Mikroorganismen als Biofilm auf frei beweglichen Kunststoffträgern wachsen. Diese sogenannten Carrier oder Aufwuchskörper bewegen sich kontinuierlich im Reaktor und stellen eine große geschützte Oberfläche für die aktive Biomasse zur Verfügung.

Dadurch kann bezogen auf das Reaktorvolumen eine hohe biologisch aktive Biomasse gehalten werden. Das MBBR-Verfahren eignet sich sowohl für den biologischen Abbau organischer Kohlenstoffverbindungen als auch für die Nitrifikation und – bei entsprechender Verfahrensführung – die Denitrifikation.

Die Biofilm-Technologie ist insbesondere für industrielle Abwässer mit schwankenden Zulaufbelastungen, Stoßbelastungen oder begrenzter Aufstellfläche geeignet.

Ein MBBR-Reaktor ist eine biologische Abwasserbehandlungsanlage, bei der Mikroorganismen auf frei beweglichen Kunststoff-Carriern wachsen und organische Belastungen sowie Stickstoffverbindungen biologisch abbauen.

Wie funktioniert der ALMA BIO MBBR?

Beim ALMA BIO MBBR wird das Industrieabwasser in mehreren biologischen Prozessschritten behandelt. Die auf den Carriern wachsende Biomasse übernimmt dabei den Abbau organischer Belastungen sowie – abhängig von der Auslegung – die Stickstoffelimination.

1

Abwasser zuführen

Das vorbehandelte Industrieabwasser wird kontinuierlich oder belastungsabhängig dem MBBR-Reaktor zugeführt.

2

Biofilm auf den Carriern

Mikroorganismen siedeln sich auf den Kunststoffträgern an und bilden dort einen stabilen biologisch aktiven Biofilm.

3

Carrier durchmischen

In aeroben Reaktorstufen sorgt die Belüftung gleichzeitig für die Sauerstoffversorgung und die kontinuierliche Bewegung der Aufwuchskörper.

4

CSB und BSB abbauen

Biologisch verfügbare Kohlenstoffverbindungen werden von den Mikroorganismen umgesetzt und dadurch die organische CSB- und BSB-Fracht reduziert.

5

Ammonium nitrifizieren

Bei entsprechender Auslegung wandeln nitrifizierende Mikroorganismen Ammonium unter aeroben Bedingungen zu Nitrat um.

6

Stickstoff reduzieren

In vorgeschalteten oder nachgeschalteten anoxischen Zonen kann Nitrat biologisch denitrifiziert und damit der Gesamtstickstoff reduziert werden.

7

Biomasse abtrennen

Überschüssige Biomasse wird ausgetragen und je nach Anlagenkonzept über eine geeignete Feststoffabtrennung vom biologisch behandelten Abwasser getrennt.

Vorteile des MBBR-Verfahrens

Die Kombination aus fest auf den Carriern wachsender Biomasse und frei beweglichen Aufwuchskörpern ermöglicht eine kompakte, flexible und belastungsstabile biologische Abwasserbehandlung.

Hohe biologische Aktivität

Die Carrier stellen eine große geschützte Oberfläche für den Biofilm bereit und ermöglichen dadurch eine hohe Konzentration biologisch aktiver Biomasse im Reaktor.

Stabil bei Stoßbelastungen

Die auf den Aufwuchskörpern etablierte Biomasse verbleibt im System und unterstützt einen robusten Betrieb bei schwankenden CSB- und hydraulischen Belastungen.

Kompakte Bauweise

Durch die hohe Biomassedichte können MBBR-Systeme für viele Anwendungen mit vergleichsweise geringem Reaktorvolumen und Platzbedarf realisiert werden.

CSB- und Stickstoffabbau

Je nach Reaktorkonfiguration können organische Belastungen, Ammonium und Gesamtstickstoff mit unterschiedlichen biologischen Stufen reduziert werden.

Bestehende Anlagen nachrüstbar

MBBR-Stufen können zur Kapazitätserhöhung, Prozessstabilisierung oder Verbesserung der biologischen Leistung in bestehende Kläranlagen integriert werden.

Flexible Bauformen

Vom kompakten PE-/PP-Reaktor über Edelstahl bis zum großvolumigen Betonbecken oder einer Containeranlage kann die Bauweise an Durchsatz und Standort angepasst werden.

Referenzen aerobe biologische Abwasserbehandlung

Carrier und Aufwuchsfläche – entscheidend für die MBBR-Auslegung

Die Auswahl der Carrier bzw. Aufwuchskörper ist ein zentraler Bestandteil der verfahrenstechnischen Auslegung eines MBBR-Reaktors. Je nach Abwasserbelastung, Reinigungsziel und biologischem Prozess kommen unterschiedliche Trägergeometrien und spezifische Aufwuchsflächen zum Einsatz.

Projektspezifische Carrier-Auswahl
50–750
m² spezifische Aufwuchsfläche pro m³ Carrier

Beim ALMA BIO MBBR wird die Carrier-Geometrie nicht nach einem pauschalen Standard gewählt, sondern entsprechend der tatsächlichen biologischen Belastung und dem gewünschten Reinigungsziel.

1. Belastung bestimmen

CSB-, BSB- und Ammoniumfrachten bilden die Grundlage für die erforderliche biologische Leistung.

2. Carrier auswählen

Geometrie und spezifische Aufwuchsfläche werden passend zu Abwasser, Biofilmprozess und Reaktorbedingungen gewählt.

3. Wirksame Fläche auslegen

Entscheidend ist nicht die maximale nominelle Fläche, sondern die unter realen Bedingungen biologisch nutzbare Oberfläche.

Welche Faktoren bestimmen die Carrier-Auslegung?

  • Organische CSB- und BSB-Fracht
  • Ammoniumfracht
  • Gewünschte Nitrifikationsleistung
  • Abwassertemperatur
  • Sauerstoffbedarf
  • Abwasserzusammensetzung
  • Mögliche Hemmstoffe
  • Verfügbare Reaktorfläche
  • Gewünschte Sicherheitsreserven

Eine möglichst hohe nominelle Carrier-Oberfläche ist nicht automatisch die bessere Lösung. Entscheidend ist, welche Aufwuchsfläche unter den realen Prozessbedingungen ausreichend durchströmt und zuverlässig mit Sauerstoff, Substrat und Nährstoffen versorgt wird.

CSB-, Ammonium- und Stickstoffabbau mit MBBR

Durch die gezielte Kombination aerober und anoxischer Biofilmstufen kann der ALMA BIO MBBR sowohl zur Reduktion organischer Belastungen als auch zur biologischen Stickstoffbehandlung eingesetzt werden.

Organische Belastung

CSB- und BSB-Abbau

Heterotrophe Mikroorganismen im Biofilm bauen biologisch verfügbare organische Kohlenstoffverbindungen ab. Dadurch werden CSB und BSB reduziert und nachgeschaltete Behandlungsstufen entlastet.

Ammonium

Nitrifikation

Nitrifizierende Mikroorganismen wandeln Ammonium unter aeroben Bedingungen zunächst zu Nitrit und anschließend zu Nitrat um. Der Biofilm unterstützt dabei den Verbleib langsam wachsender Nitrifikanten im Reaktor.

Gesamtstickstoff

Denitrifikation

Für eine weitergehende Stickstoffelimination können anoxische MBBR-Stufen vorgesehen werden. Dort wird Nitrat biologisch zu elementarem Stickstoff reduziert.

Wann eignet sich ein MBBR-Reaktor besonders?

MBBR-Systeme eignen sich besonders für industrielle Abwasseranwendungen, bei denen eine kompakte Biofilmstufe, hohe Prozessstabilität und eine flexible Anpassung an wechselnde Belastungen gefragt sind.

Schwankende Produktionsabwässer
Stoßbelastungen bei CSB oder BSB
Hohe Ammoniumfrachten
Nitrifikation industrieller Abwässer
Biologische Stickstoffelimination
Begrenzte Aufstellflächen
Erweiterung bestehender Belebungsanlagen
Kapazitätserhöhung vorhandener Biologie
Dezentrale biologische Abwasserbehandlung
Mehrstufige industrielle Abwasseranlagen

Besonders interessant ist ein MBBR dort, wo eine robuste Biofilmstufe mit hoher Biomassedichte benötigt wird und die biologische Behandlung gleichzeitig gegenüber hydraulischen oder organischen Belastungsspitzen möglichst stabil bleiben soll.

MBBR oder Belebtschlamm – wo liegen die Unterschiede?

Beide Verfahren nutzen Mikroorganismen zur biologischen Abwasserreinigung. Der wesentliche Unterschied liegt darin, wie die aktive Biomasse im Reaktor gehalten wird.

Kriterium MBBR Klassisches Belebtschlammverfahren
Biomasse Überwiegend als Biofilm auf Carriern Überwiegend frei suspendiert
Biomasserückhalt Durch Carrier im Reaktor Über Rücklaufschlamm
Stoßbelastungen Hohe Prozessrobustheit Stärker von Schlammalter und Rückführung abhängig
Platzbedarf Häufig kompakt Häufig größere Beckenvolumina erforderlich
Erweiterbarkeit Carrier oder zusätzliche Biofilmstufen möglich Häufig zusätzliche Becken erforderlich
Nitrifikation Sehr gut realisierbar Ebenfalls gut realisierbar
Nachrüstung Gut für Erweiterungsprojekte geeignet Häufig umfangreichere bauliche Maßnahmen

Ein MBBR unterscheidet sich vom klassischen Belebtschlammverfahren vor allem dadurch, dass ein wesentlicher Teil der Mikroorganismen als Biofilm auf frei beweglichen Kunststoff-Carriern im Reaktor gehalten wird.

MBBR oder MBR – was ist der Unterschied?

MBBR und MBR werden häufig miteinander verwechselt, unterscheiden sich jedoch insbesondere beim Biomasserückhalt und bei der Feststoffabtrennung.

MBBR

Beim Moving Bed Biofilm Reactor wächst die Biomasse überwiegend als Biofilm auf beweglichen Carriern. Überschüssige Biomasse wird aus dem Reaktor ausgetragen und anschließend über eine separate Feststoffabtrennung vom behandelten Abwasser getrennt.

MBR

Beim Membranbioreaktor wird die biologische Behandlung mit einer Membranfiltration kombiniert. Die Membran hält Biomasse und Feststoffe zurück und ermöglicht dadurch einen nahezu feststofffreien Ablauf.

Ein MBR eignet sich besonders, wenn sehr hohe Ablaufqualitäten oder eine weitergehende Wasserwiederverwendung erforderlich sind. Ein MBBR ist dagegen besonders interessant, wenn eine robuste, kompakte und belastungsstabile biologische Hauptstufe im Vordergrund steht.

Automatisierte Prozessführung des ALMA BIO MBBR

Die biologische Leistung eines MBBR hängt wesentlich von Sauerstoffversorgung, hydraulischer Belastung und organischer Fracht ab. Der ALMA BIO MBBR kann deshalb mit einer belastungsabhängigen Prozessregelung ausgestattet werden.

Durchflussmessung

Der aktuelle Abwasserstrom bildet eine zentrale Grundlage für die hydraulische Steuerung und die Bewertung der Anlagenbelastung.

Sauerstoffmessung

Die Sauerstoffkonzentration wird kontinuierlich überwacht und kann zur bedarfsgerechten Regelung der Belüftung genutzt werden.

Integrierte CSB-Messung

Eine kontinuierliche oder automatisierte CSB-Erfassung ermöglicht eine bessere Bewertung der tatsächlichen organischen Zulaufbelastung.

Automatische Belüftungsregelung

Die Luftzufuhr kann auf Grundlage der aktuellen Prozesswerte an die biologische Belastung und den Sauerstoffbedarf angepasst werden.

Prozessdaten & Trendanalyse

Messwerte und Betriebszustände können visualisiert, ausgewertet und zur laufenden Optimierung des biologischen Prozesses genutzt werden.

MBBR-Anlage auslegen lassen:

dominik_hoffmann_almawatech

Dominik Hoffmann

Leiter Projektentwicklung

maksim_neuabauer_almawatech

Maksim Neubauer

Leiter Internationale Projektentwicklung

Technische Ausführung des ALMA BIO MBBR

Der ALMA BIO MBBR wird projektspezifisch an hydraulische Leistung, biologische Fracht, Reinigungsziel und vorhandene Infrastruktur angepasst. Reaktorbauweise, Carrier, Belüftung und Automatisierung werden dabei gemeinsam ausgelegt.

Parameter Ausführung
Verfahren Moving Bed Biofilm Reactor
Hydraulische Leistung 20–5.000 m³/h
Carrier-Aufwuchsfläche ca. 50–750 m²/m³
Carrier-Auswahl Projektspezifisch nach Abwasserbelastung und Reinigungsziel
Reaktorbauweise Beton, Edelstahl, PE/PP oder Container
Biologische Ziele CSB-/BSB-Abbau, Ammoniumabbau und Stickstoffelimination
Belüftung Projektspezifisch ausgelegte Belüftungssysteme
Messung Durchfluss, Sauerstoff und integrierte CSB-Messung
Automatisierung Belastungsabhängige Prozessführung
Anlagenintegration Neu- und Bestandsanlagen

Typische industrielle Anwendungen

Der ALMA BIO MBBR eignet sich für unterschiedliche industrielle Abwässer mit biologisch abbaubaren organischen Belastungen sowie für Anwendungen mit Anforderungen an Nitrifikation und Stickstoffelimination.

Lebensmittelindustrie

Behandlung organisch belasteter Produktionsabwässer mit schwankenden CSB- und BSB-Frachten.

Getränkeindustrie & Brauereien

Biologischer Abbau gut verfügbarer organischer Belastungen sowie weitergehende Stickstoffbehandlung.

Molkereien

Behandlung von Produktionsabwässern mit hohen organischen Belastungen und ausgeprägten Produktionsschwankungen.

Chemische Industrie

Biologische Behandlung geeigneter biologisch abbaubarer Teilströme nach einer abgestimmten Vorbehandlung.

Pharma- & Kosmetikindustrie

Biofilmstufen zur Reduktion biologisch abbaubarer organischer Belastungen und Stickstoffverbindungen.

Recycling & Entsorgung

Biologische Nachbehandlung chemisch-physikalisch vorbehandelter industrieller Abwässer.

Welche Daten benötigen wir für die MBBR-Auslegung?

Für eine belastbare erste Auslegung benötigen wir Angaben zur hydraulischen Belastung, organischen Fracht, Stickstoffbelastung sowie zu den gewünschten Ablaufwerten und den vorhandenen Standortbedingungen.

Wichtige Daten für die erste Auslegung

  • Durchschnittlicher und maximaler Volumenstrom
  • CSB und BSB
  • Gelöster und Gesamt-CSB
  • Ammonium-Stickstoff
  • Gesamtstickstoff
  • Phosphor
  • pH-Wert
  • Abwassertemperatur
  • Feststoffgehalt
  • Betriebszeiten
  • Tages- und Wochenprofile
  • Belastungsspitzen
  • Vorhandene Vorbehandlung
  • Gewünschte Ablaufwerte
  • Vorhandene Becken oder verfügbare Aufstellfläche
  • Bekannte Hemm- oder Schadstoffe
Abwasseranalyse senden und MBBR-Anlage auslegen lassen

Auf Basis Ihrer Abwasseranalyse und der gewünschten Ablaufwerte bestimmen wir Reaktorvolumen, Carrier-Typ, erforderliche Carrier-Menge, Sauerstoffbedarf und die geeignete Anlagenkonfiguration.

MBBR-Anlage auslegen lassen

Fotos von aeroben Abwasserbehandlungsanlagen

FAQ - Schwebebettreaktor ALMA BIO MBBR

MBBR steht für Moving Bed Biofilm Reactor. Dabei wachsen Mikroorganismen als Biofilm auf frei beweglichen Kunststoff-Carriern im Reaktor. Die Carrier stellen eine große geschützte Oberfläche für die Biomasse zur Verfügung und ermöglichen dadurch eine kompakte biologische Abwasserbehandlung.

Die auf den Carriern wachsende Biomasse verbleibt dauerhaft im Reaktor und wird nicht bei jeder hydraulischen Schwankung aus dem System ausgetragen. Dadurch kann ein MBBR vergleichsweise robust auf wechselnde CSB-, BSB- oder Ammoniumfrachten sowie auf typische Produktionsspitzen reagieren.

Ja. Bei geeigneter Auslegung können sich nitrifizierende Mikroorganismen auf den Carriern etablieren und Ammonium unter aeroben Bedingungen zu Nitrat oxidieren. Die erforderliche Reaktor- und Carrier-Auslegung hängt insbesondere von Ammoniumfracht, Temperatur, Sauerstoffversorgung und gefordertem Ablaufwert ab.

Ja. MBBR-Technologie eignet sich besonders gut zur Kapazitätserweiterung und Leistungssteigerung bestehender biologischer Abwasseranlagen. Je nach vorhandener Beckengeometrie können Carrier, Rückhaltesysteme und Belüftung ergänzt oder zusätzliche MBBR-Reaktoren installiert werden.

Bei einem klassischen MBBR ist für den auf den Carriern wachsenden Biofilm keine Rücklaufschlammführung wie beim klassischen Belebtschlammverfahren erforderlich. Aus dem Biofilm gelöste und neu gebildete Biomasse muss jedoch aus dem behandelten Abwasser über eine geeignete Feststoffabtrennung entfernt werden.

Die biologische Inbetriebnahme ist projektspezifisch und hängt unter anderem von Abwasserzusammensetzung, Temperatur, vorhandener Impfbiomasse und der vorgesehenen Belastung ab. Die organische Belastung wird üblicherweise schrittweise erhöht, während sich der aktive Biofilm auf den Carriern entwickelt und stabilisiert.

MBBR-Anlagen eignen sich insbesondere für biologisch abbaubare industrielle Abwässer aus beispielsweise Lebensmittel-, Getränke-, Molkerei-, Chemie-, Pharma-, Kosmetik- oder Recyclingprozessen. Vor der Auslegung wird geprüft, ob das Abwasser ausreichend biologisch abbaubar ist und ob hemmende oder toxische Inhaltsstoffe eine Vorbehandlung erforderlich machen.

Unsere Reaktoren für die aerobe Abwasserbehandlung

MBBR-Anlage auslegen lassen:

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