




Deutschlands erste Kühlturmabschlämmwasser-Recyclinganlage für ein thermisches Kraftwerk
Aufgabenstellung
Die EEW Energy from Waste GmbH ist ein führender Anbieter in der Erzeugung von Strom und Wärme aus der thermischen Verwertung und Entsorgung von Abfällen. Am Standort Helmstedt wird eine nachhaltige thermische Abfallverwertungsanlage betrieben, das jährlich rund 287.000 MWh Energie erzeugt. Dies entspricht dem Strombedarf von etwa 87.000 Haushalten. Am Standort wird großer Wert auf Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung gelegt. EEW verfolgt dabei das Ziel eines abwassserfreien Betriebs.
Aufgrund verfahrenstechnischer Umstellungen konnte das Kühlturmabschlämmwasser aus der Verdunstungskühlanlage nicht mehr weiter verwertet werden. Um den abwasserfreien Betrieb weiterhin sicherzustellen, bestand die Aufgabenstellung für ALMAWATECH in der Planung und Umsetzung einer Recyclinganlage zur Aufbereitung von Kühlturmabschlämmwasser.
Mit der geplanten Anlage wird am Standort Helmstedt erstmals deutschlandweit ein solches Verfahren zur Aufbereitung und Wiederverwendung von Kühlturmabschlämmwasser in einem thermischen Kraftwerk umgesetzt. Das Projekt besitzt damit Pilot- und Referenzcharakter und setzt einen neuen Maßstab im Bereich der industriellen Wasserkreislaufführung. Durch die erstmalige Realisierung dieser Anlage leistet EEW einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Ressourcennutzung, zur signifikanten Reduzierung des Frischwasserbedarfs sowie zur konsequenten Vermeidung von Abwasserströmen.
Foto: Zweistraßige Ultrafiltrationsanlage ALMA Mem UF, redundant aufgebaut
Auslegungsdaten
Auslegungsdaten
Medien: Kühlturmabschlämmwasser
Volumenstrom: 15–25 m³/h
Foto: Unsere Umkehrosmoseanlage ALMA OSMO Process, installiert auf einem Edelstahlrack. Mit hochwertiger messtechnischer Überwachung in jedem Teilstrom.
Lösung & Umsetzung
Das Kühlturmabschlämmwasser wird in zwei Stapelbehältern gesammelt. Von dort erfolgt die Förderung über eine Grobfiltration in eine Ultrafiltrationsanlage ALMA Mem UF. Die Ultrafiltration entfernt partikuläre Bestandteile und schützt die nachgeschaltete Umkehrosmoseanlage ALMA OSMO zuverlässig vor Belastung.
Die Ultrafiltration ist zweistraßig und redundant ausgeführt. Das feststofffreie Filtrat wird anschließend in eine konzentratgestufte Umkehrosmose geleitet. Durch die konzentratgestufte Auslegung wird eine hohe Wasserausbeute erreicht. Zusätzlich wird ein speziell auf die Anwendung abgestimmtes Antiscalant der ALMA AQUA MEM-Serie eingesetzt, um Membranbeläge zu reduzieren, die Membranen zu schützen und die Anlagenverfügbarkeit weiter zu erhöhen.
Für die Reinigung der Umkehrosmose- und Ultrafiltrationsmembranen kommt eine integrierte CIP-Station zum Einsatz. Die Reinigung erfolgt automatisiert mit unseren alkalischen, sauren und oxidativen Membranreinigern.
Foto: Redundant ausgeführte Pumpstationen mit Grundlastwechsel
Eingesetzte Prozessadditive
Zum Einsatz kommt die Produktserie ALMA AQUA, die speziell für die jeweiligen Anwendungen und Branchen entwickelt wurde. Die Betriebsmittel können bei Bedarf kundenspezifisch formuliert werden, um eine maximale Effizienz sowie eine hohe Betriebssicherheit der Anlage zu gewährleisten.
Im Projekt wurden u. a. folgende Produkte eingesetzt:
ALMA Mem Antiscalant – Hochleistungs-Antiscalant zur effektiven Belagsverhinderung, spezifisch abgestimmt auf die Wasseranalyse und Prozessparameter der Anwendung.
ALMA Floc PAC– Primäres Fällungs- und Koagulationsmittel zur effizienten Agglomeration kolloidaler Partikel und Feststoffe.
ALMA Clean A60 – Mild-alkalischer Membranreiniger. Die Kombination aus leistungsstarken Tensiden und Chelatbildnern löst organische Beläge und dispergiert Schmutzpartikel, um eine Redeposition (Wiederablagerung) auf der Membranoberfläche sicher zu verhindern.
ALMA Additiv S – Saurer Spezialreiniger mit integrierten Dispergatoren. Gezielt entwickelt zum Lösen und Austragen von anorganischen Skalierungen und Metalloxiden.
- ALMA Additiv WP – Oxidativer Intensivreiniger zur Beseitigung von hartnäckigem Biofouling. Die Formulierung zeichnet sich durch maximale Materialverträglichkeit gegenüber Polyamid-Membranen aus.
Foto: Unser Dosierstationen für unsere ALMA AQUA Prozessadditive
Referenzen Kraftwerke
Umkehrosmose
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