Chemische Abwasserbehandlung mit Fällmittel und Flockungsmittel zur Reduktion von Schwermetallen und Schwebstoffen
Hochleistungsprodukte für die industrielle Wasser- und Abwasserbehandlung

Fällmittel & Koagulanten

ALMA AQUA bietet ein vollständiges Sortiment an Fällmitteln und Koagulanten zur sicheren Entfernung von gelösten Stoffen, Metallen, Phosphaten, Farb- und CSB-Belastungen aus Prozess- und Abwasserströmen. Unsere Produkte sind speziell für industrielle Anwendungen entwickelt und sorgen für stabile Abscheideleistung, auch bei schwankender Wasserqualität oder komplexen Abwässern.

Unser Portfolio umfasst:
Eisenbasierte Fällmittel (Eisen(III)-chlorid, Eisen(III)-sulfat, Eisen(II)-sulfat) – universell einsetzbar, schnell wirksam
Aluminiumbasierte Fällmittel (Aluminiumsulfat, Natriumaluminat, Polyaluminiumchlorid PAC) – breites pH-Fenster, gute Flockenbildung
Kalkprodukte (Kalkmilch, Calciumhydroxid) – für Entkarbonisierung und pH-Anhebung
Natriumsulfid – hochwirksame Schwermetallfällung mit extrem niedrigen Restwerten
Organosulfide (z. B. Dithiocarbamate, Thiocarbonate) – selektive Metallfällung auch in komplexhaltigen Abwässern
Spezialfällmittel mit Oxidationswirkung – für Farbabbau, Geruchskontrolle und CSB-Reduzierung

Wir hälfen Ihnen gerne bei der Wahl des richtigen Koagulaten/ Fällmittels!

Frank Kuntze

Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive

Warum Fällmittel & Koagulanten unverzichtbar sind

In der industriellen Wasser- und Abwasserbehandlung ist die chemische Fällung oft der entscheidende Schritt, um Einleitgrenzwerte zuverlässig einzuhalten. Besonders wenn es um die Schwermetall- oder Phosphatreduktion geht. Sie kommen immer dann zum Einsatz, wenn gelöste oder fein verteilte Verunreinigungen nicht allein durch mechanische Filtration oder biologische Verfahren entfernt werden können.
Metallentfernung mit höchster Effizienz: Beseitigung von Schwermetallen wie Blei, Kupfer, Nickel, Zink, Chrom oder Quecksilber – oft bis in den µg/l-Bereich
Phosphatfällung zur Vermeidung von Algenwachstum und zur Einhaltung strenger Phosphorgrenzwerte
Farb- und CSB-Reduzierung in Abwässern aus Textil-, Papier- und Recyclingindustrie
Partikel- und Schwebstoffentfernung für klares, filtrierbares Wasser
Vorbehandlung vor Membranverfahren zum Schutz vor Fouling und Scaling
ALMA AQUA Fällmittel: Zuverlässige Einhaltung von Einleitwerten, Schutz der Anlagentechnik und optimierte Betriebskosten.
Abwasserchemikalien, Flockungshilfsmittel, Membranchemikalien, Korrosionsschutzmittel und Biozide für Kühlwasserkreisläufe und Wärmenetze

Proof of Performance – Unsere Referenzen

Ihre Vorteile mit ALMA AQUA Dispergatoren

Maximale Metallentfernung – extrem niedrige Restkonzentrationen selbst bei hohen Eingangswerten
Effiziente Phosphatfällung zur Einhaltung strengster Grenzwerte
Geeignet für verschiedenste Branchen: Metallverarbeitung, Chemie, Lebensmittel, Papier, Recycling
Einsatz in kritischen Anwendungen wie Membranvorbehandlung oder Endstufenpolishing
Reduzierte Schlammvolumina durch optimierte Reaktionschemie
OEM- und Private-Label-Lösungen verfügbar
Laborversuche für Wasseraufbereitungsanlagen

Service & Technik – alles aus einer Hand

Wir unterstützen Sie über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg:

Beratung & Systemaufnahme

Labor- und Praxistests

Online Monitoring & Softwarelösungen

Integrierte Dosier- und Regeltechnik

Automatisierte Additivnachversorgung

Auswertung & Berichtserstattung

Formulierungen & Kompatibilität

Breites pH-Arbeitsfenster: Wirksamer Einsatz in sauren, neutralen und alkalischen Bereichen
Membranverträgliche Varianten: Speziell abgestimmt für RO/NF-Anlagen in der Vorbehandlung
Korrosionsarme Rezepturen: Chlorid- und sulfatfreie Optionen für sensible Rohrsysteme und Wärmetauscher
Flexible Darreichungsformen: Flüssig- und Feststoffformulierungen, auch hochkonzentriert für platzsparende Lagerung
Spezialchemie für selektive Metallfällung: Organosulfide reagieren gezielt mit Schwermetallen, ohne andere Wasserinhaltsstoffe unnötig zu beeinflussen

OEM & Private Label Lösungen

Exklusive Rezepturen oder Standardprodukte
Abfüllung & Etikettierung nach Kundendesign
Begleitdokumentation & Anwendungsempfehlung
Perfekt für Anlagenbauer, OEMs, Großhändler und internationale Distributoren
Technischer Support & Anlagenbegleitung

FAQ

Fällmittel und Koagulanten sind zentrale Prozessadditive in der industriellen Wasser- und Abwasseraufbereitung, da sie sowohl chemische Reaktionen als auch physikalische Prozesse auslösen, um Schadstoffe effektiv zu entfernen.

  • Fällmittel reagieren direkt mit gelösten Inhaltsstoffen wie Schwermetallen, Phosphaten oder Carbonaten und wandeln diese in schwerlösliche Feststoffe um (z. B. Metallhydroxide, Calciumcarbonate).

  • Koagulanten neutralisieren die Oberflächenladung von kolloidalen Partikeln und feinst verteilten Stoffen, wodurch diese sich zu größeren, sedimentierbaren Flocken verbinden.
    Der kombinierte Einsatz sorgt für:

  • Effektive Metallfällung in der Galvanik, Metallverarbeitung und Oberflächenbehandlung

  • Phosphatfällung in Lebensmittelindustrie und kommunalen Kläranlagen

  • Vorbehandlung in der Flusswasseraufbereitung zum Schutz von Membranen und Wärmetauschern

  • AOX-Elimination in der chemischen Industrie
    Das Endergebnis: Ein stabiles, klares Wasser mit erfüllten Grenzwerten und optimalem Schutz der Anlagentechnik.

Fällmittel und Koagulanten bieten eine Lösung für eine Vielzahl an Prozess- und Abwasserproblemen, die mechanisch oder biologisch oft nicht ausreichend behandelt werden können:

  • Grenzwertüberschreitungen bei Metallen: Z. B. Nickel, Zink, Kupfer, Chrom, Blei – besonders relevant für die metallverarbeitende Industrie, Galvanik, Automobilzulieferer

  • Hohe Trübung und Schwebstoffgehalte: Abscheidung feiner Partikel in der Flusswasseraufbereitung oder bei Kühlwasservorbehandlung

  • Farb- und CSB-Belastungen: Entfernung von Lignin-basierten Farbstoffen in der Papierindustrie oder Farbstoffresten in der Textilverarbeitung

  • Phosphatbelastungen: Einhaltung von P-Grenzwerten zur Vermeidung von Eutrophierung

  • AOX-Elimination: Bindung organisch gebundener Halogene in chemischer Industrie und Recyclingprozessen

  • Fett- und Proteinbelastung: Vorbehandlung von Molkereiabwässern vor biologischer Stufe

Die Dosierung erfolgt in der Regel kontinuierlich oder als Stoßzugabe, abhängig von der Wasserqualität und dem Prozess:

  • Kontinuierlich: Gleichmäßige Dosierung über eine Dosierpumpe, gesteuert nach Durchfluss, pH oder Trübung

  • Stoßdosierung: Kurzfristige, gezielte Zugabe bei Belastungsspitzen oder für Sonderbehandlungen

Eine optimale Dosierstelle befindet sich meist vor einem Rührbehälter oder in einer Mischstrecke, um eine schnelle und vollständige Reaktion sicherzustellen.

In der Dissolved Air Flotation (DAF) sind Fällmittel oft der Schlüssel für eine stabile und schnelle Partikelabscheidung.

  • In Molkereien werden sie eingesetzt, um Fette, Proteine und feine Feststoffe zu binden und zu stabilen Flocken zusammenzuführen, die sich mit Luftblasen an die Oberfläche transportieren lassen.

  • In der Lebensmittelindustrie ermöglichen sie eine deutliche CSB- und Fett-Reduktion, was Abwasserabgaben reduziert und die biologische Stufe entlastet.

  • In der Metallverarbeitung helfen sie, fein verteilte Metallpartikel und -hydroxide effizient aus dem Abwasser zu entfernen.

Ein optimierter Einsatz sorgt für höhere Abscheideleistung, geringeren Chemikalienverbrauch und stabile Klarwasserqualität, selbst bei schwankender Zulaufbelastung.

Fällmittel sind in der Schwermetallfällung unschlagbar, da sie Metalle in schwerlösliche, filterbare Feststoffe umwandeln:

  • Chemischer Mechanismus: Metalle wie Nickel, Zink, Kupfer oder Chrom reagieren mit dem Fällmittel zu Metallhydroxiden, -carbonaten oder -sulfiden, die extrem geringe Restlöslichkeiten haben.

  • Praktische Anwendung: In der Galvanik werden sie oft in mehrstufigen Fällungsprozessen eingesetzt, um von mg/l- bis in den µg/l-Bereich zu kommen.

  • Prozessintegration: Durch gezielte pH-Steuerung und Einsatz passender Koagulanten wird die Flockengröße optimiert, was die Abscheidung in Sedimentationsbecken oder Filtern erleichtert.

  • Vorteil: Erfüllung strengster Einleitgrenzwerte bei gleichzeitiger Schlammoptimierung für eine kostengünstige Entsorgung.

Bei der Aufbereitung von Rohwasser aus Flüssen dienen Fällmittel dazu:

  • Schwebstoffe zu entfernen und Trübungen zu reduzieren

  • Entkarbonisierung durch Ausfällung von Calcium- und Magnesiumsalzen

  • Schutz nachgeschalteter Membrananlagen oder Kesselanlagen vor Ablagerungen

Dies ist insbesondere in der Energie- und Industrieversorgung entscheidend, um Anlagenlaufzeiten zu verlängern und Wartungskosten zu senken.

Der Einsatz von Dispergatoren berührt Chemikalienrecht, Gewässerschutz, Arbeitsschutz und branchenspezifische Regeln. Die wichtigsten Punkte im Überblick – plus Praxis-Checkliste:

Chemikalienrecht & Arbeitsschutz

  • REACH: Nur Stoffe/Formulierungen einsetzen, die nach REACH registriert sind; Expositionsszenarien beachten (v. a. bei professioneller/industrieller Verwendung).

  • CLP: Einstufung/ Kennzeichnung (Gefahrenpiktogramme, H-/P-Sätze) und Sicherheitsdatenblatt (SDB) in der aktuellen Fassung bereithalten.

  • Gefahrstoffverordnung / TRGS 510: Lagerung nach Gefahrenklassen (z. B. getrennte Lagerung, Lüftung), Betriebsanweisungen und Unterweisungen für Mitarbeiter.

  • WGK / AwSV: Wassergefährdungsklasse (WGK) prüfen; Lagerbehälter ggf. in Rückhaltewannen (Auffangräume) betreiben, regelmäßige Dichtheitskontrollen.

Gewässerschutz & Einleitung

  • Abwasserverordnung (AbwV): Abwasser aus Spülungen/Blowdown nur bei Einhaltung der Grenzwerte (z. B. CSB, AOX, Metalle) einleiten; ggf. Neutralisation / Vorbehandlung vorsehen.

  • Genehmigungspflicht: Bei indirekter Einleitung (Kanal) mit dem Entsorger/Kommunalbetrieb abstimmen; bei direkter Einleitung (Gewässer) behördliche Bescheide strikt einhalten.

  • Schlamm & Abfall: Schlämme/Feststoffe aus Filtration ggf. abfallrechtlich entsorgen (Deklaration, Nachweisführung).

Anlagen- & Branchenregeln

  • VDI 2047 Blatt 2 / 42. BImSchV (Verdunstungskühlanlagen, Nassabscheider): Chemieeinsatz (inkl. Dispergatoren) muss zur Hygieneführung passen; Biozid-/Betriebsprotokolle führen, Keimüberwachung dokumentieren.

  • VDI 6044 / VDI 2035 (geschlossene Kreisläufe/Heiz- und Kesselwasser): Dispergator muss werkstoff- und normkonform sein (Leitfähigkeit, pH, Korrosions-/Belagsrisiken).

  • Membrananlagen: Herstellerfreigaben beachten (Materialverträglichkeit von RO/NF/UF-Membranen, pH-Fenster, maximal zulässige Konzentrationen) – sonst droht Gewährleistungsverlust.

  • Lebensmittel/Pharma: Nur geeignete, freigegebene Formulierungen in indirekten Kontaktzonen einsetzen (z. B. Kühl-/Heizmedien ohne Produktkontakt); Hygiene- und Auditvorgaben (HACCP, GMP) einhalten.

  • Kraftwerke & Energie: Vorgaben aus DGRL (Druckgeräte), Betreiberregelwerken und ggf. TA Luft/WHG (z. B. bei Verdampfern/Absalzungen) beachten.

Dokumentation & Monitoring

  • Produktspezifikationen/SDB/TDB vorhalten; Kompatibilitätsnachweise (mit Inhibitoren, Bioziden, Antiscalants) dokumentieren.

  • Betriebsprotokoll: Dosiermengen, Konzentrationen, Messwerte (Trübung, ΔT, Differenzdruck), Ereignisse (Reinigung/Spülung) erfassen.

  • Wirkungs-/Einflusskontrolle: Regelmäßige Labor- & Online-Messungen (Trübung/Partikel, Leitfähigkeit, pH, ggf. AOX/CSB), Korrisionscoupons/Wärmeübertrager-Leistungsdaten auswerten.

Praxis-Checkliste vor dem Einsatz

  1. Freigaben prüfen: REACH/CLP, SDB, WGK, Membran-/Anlagenhersteller.

  2. Prozesstest: Labor-Jar-Test & Vor-Ort-Pilot (Kompatibilität mit Biozid/Inhibitor).

  3. Einleitung klären: AbwV-Grenzwerte, interne/behördliche Vorgaben, Abscheider/Neutralisation.

  4. Lagerung & Notfallplan: AwSV-konforme Lagerung, Rückhaltevolumen, Leckage-/Spill-Kit, Unterweisung.

  5. Monitoring & Reporting definieren: Kennzahlen, Intervalle, Verantwortlichkeiten.

Mit diesem Vorgehen stellst du sicher, dass der Dispergator-Einsatz rechtskonform, auditfest und betriebssicher erfolgt – und gleichzeitig die Prozessleistung messbar steigt.

Ja – Fällmittel können AOX (adsorbierbare organisch gebundene Halogene) in vielen industriellen Abwässern zuverlässig reduzieren.

  • Wirkprinzip: Spezielle Fällmittel binden AOX-haltige Molekülverbindungen an ihre Flockenstruktur, sodass sie mit dem Schlamm ausgetragen werden.

  • Typische Einsatzgebiete: Chemische Industrie, Papier- und Zellstoffproduktion, Oberflächenbehandlung

  • Nutzen: Sicherstellung der Einhaltung von AOX-Grenzwerten gemäß Abwasserverordnung und branchenspezifischen Vorschriften (z. B. AbwV, EU-Richtlinien).

  • Prozessvorteil: AOX-Elimination kann oft in bestehende Fäll-/Flockungsstufen integriert werden, ohne separate Anlagen investieren zu müssen.

Die Auswahl des richtigen Fällmittels oder Koagulanten ist prozessspezifisch und sollte immer auf einer fundierten Analyse basieren. Wir empfehlen folgende Vorgehensweise:

  1. Wasseranalyse – Ermittlung der Rohwasser- oder Abwasserparameter (Metallgehalte, Phosphate, AOX, Trübung, pH, Leitfähigkeit, Komplexbildner, Salzgehalt).

  2. Prozesstechnische Rahmenbedingungen – Abklärung, ob das Wasser in Flotation, Sedimentation, Filtration, Membranverfahren oder in einer Kombination behandelt wird.

  3. Zielwerte und Regulatorik – Definition der einzuhaltenden Grenzwerte (Abwasserverordnung, branchenspezifische Standards, interne Qualitätsvorgaben, ggf. Zero-Liquid-Discharge-Anforderungen).

  4. Testphase – Durchführung von Jar-Tests im Labor oder Pilotversuchen unter realen Bedingungen, um die optimale Dosiermenge, den pH-Bereich und mögliche Koagulantenkombinationen zu bestimmen.

  5. Langzeitoptimierung – Kontinuierliche Überwachung von Wirkungsgrad, Chemikalienverbrauch und Schlammvolumen zur weiteren Prozessverbesserung.

Unser Servicevorteil: Sie können uns jederzeit Wasserproben zusenden. In unserem Technikum ermitteln wir für Sie kostenlos die optimalen Fällmittel- und Koagulantenkombinationen – exakt abgestimmt auf Ihre Prozessbedingungen und Ihre Zielwerte. Anschließend erhalten Sie eine klare Produktempfehlung mit Dosierhinweisen und möglichen Optimierungsvorschlägen.

Komplexbildner wie EDTA, Ammoniak oder Cyanide binden Metalle so stark, dass Standardfällmittel oft nicht ausreichen, um die Grenzwerte zu erreichen. In solchen Fällen sind selektiv wirkende Spezialfällmittel erforderlich, die gezielt mit Metallionen reagieren, ohne die restliche Wasserchemie unnötig zu beeinflussen.
Eine erfolgreiche Optimierung beinhaltet:

  • Vorbehandlungsschritte (z. B. pH-Anpassung, Oxidation, Reduktion), um Komplexe aufzubrechen

  • Auswahl des richtigen Fällmittels mit hoher Affinität zu den Zielmetallen

  • Dosieroptimierung anhand von Jar-Tests unter realistischen Prozessbedingungen

  • Kombination mit Hochleistungs-Koagulanten, um selbst feine Partikel effizient abzutrennen
    Gerade in der metallverarbeitenden Industrie und Galvanik sind solche maßgeschneiderten Lösungen oft der Schlüssel zur sicheren Einhaltung von µg/l-Grenzwerten.

In Dissolved Air Flotation (DAF)-Systemen hängt der Erfolg der Partikel- und Fettabscheidung stark von der Chemikalienvorbehandlung ab. Fällmittel und Koagulanten sollten so eingesetzt werden, dass:

  • Flocken mit optimaler Dichte und Festigkeit entstehen, die sich gut an Luftblasen anlagern

  • Die Kontaktzeit zwischen Chemikalienzugabe und Luftsättigungsstufe präzise abgestimmt ist

  • Überdosierungen vermieden werden, da diese zu instabilen Flocken oder zu hohem Chemikalienverbrauch führen

Gerade in Molkereien und der Lebensmittelindustrie kann eine fein abgestimmte Fällmittelstrategie die Fett- und CSB-Werte im Klarwasser drastisch reduzieren – und damit Abwasserabgaben und Betriebskosten senken.

In Anwendungen wie Flusswasseraufbereitung oder bei saisonal variierenden Rohwasserquellen schwanken Trübung, Härte und Metallgehalte oft stark. Eine dynamische Dosierstrategie kann hier entscheidend sein:

  • Einsatz von Online-Sensoren für Trübung, pH, Leitfähigkeit oder Metallionen

  • Regelalgorithmen in der Dosiersteuerung, die Chemikalienmengen automatisch anpassen

  • Mehrstufige Fäll-/Flockungsstrecken, um Belastungsspitzen abzufangen

  • Integration mit digitalen Monitoring- und Auswertesystemen für präzise Prozesskontrolle

Diese Vorgehensweise ist besonders in der Energieversorgung, Kraftwerkswasseraufbereitung und bei Großanlagen wichtig, um sowohl Betriebssicherheit als auch Compliance zu gewährleisten.

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Frank Kuntze

Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive