Dispergator als Prozessadditiv – hält Partikel in Schwebe und verhindert Ablagerungen in Wassersystemen
Ablagerungen verhindern – Effizienz sichern

Leistungsstarke Dispergatoren für jeden Prozess

In industriellen Wasser- und Abwassersystemen führen Schwebstoffe, Partikel, Kristalle und Biofilmbestandteile schnell zu Ablagerungen auf Wärmetauschern, Rohrleitungen und Membranen. Diese Beläge verringern den Wärmedurchgang, erhöhen den Energieverbrauch und können zu Korrosion führen.

ALMA AQUA Dispergatoren wirken dem gezielt entgegen: Sie binden Feststoffpartikel, halten sie in Schwebe und verhindern die Bildung fester Ablagerungen. Das Ergebnis: saubere Anlagentechnik, stabile Betriebsparameter und längere Standzeiten.
Partikelstabilisierung – Verhindert das Agglomerieren und Absetzen von Feststoffen
Kristallwachstumshemmung – Beeinträchtigt die Kristallisation von Härtebildnern
Biofilm-Disruption – Unterstützt Biozide bei der Bekämpfung mikrobieller Beläge
Schutzwirkung für Wärmeübertrager und Membranen
Anpassbare Formulierungen – für Kühlwasser, Membranverfahren, Abwasser- und Prozesskreisläufe
Wirkprinzip:

Dispergatoren adsorbieren an Partikeloberflächen, erzeugen elektrostatische Abstoßung oder sterische Barrieren und verhindern so, dass sich Partikel aneinander oder an Oberflächen anlagerntrong>.

Ablagerungen in den Griff bekommen? Wir helfen weiter!

Frank Kuntze

Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive

Warum Dispergatoren unverzichtbar sind

Der Betrieb eines Wasserkreislaufs ohne Dispergatoren kann gravierende Folgen haben:
Ablagerungen führen zu Wärmetauscherverblockungen und höheren Energiekosten
Beläge fördern unter- oder unterbelagkorrosion (Under Deposit Corrosion)
Schmutzschichten verringern die Wirksamkeit von Bioziden
Feststoffausfällungen belasten Filtrations- und Membranprozesse
ALMA AQUA Dispergatoren sorgen für konstant saubere Anlagen – selbst bei hohen Feststofffrachten oder schwierigen Wasserqualitäten.
Abwasserchemikalien, Flockungshilfsmittel, Membranchemikalien, Korrosionsschutzmittel und Biozide für Kühlwasserkreisläufe und Wärmenetze

Proof of Performance – Unsere Referenzen

Ihre Vorteile mit ALMA AQUA Dispergatoren

Verhindern Feststoffablagerungen und Fouling
Steigern die Effizienz von Wärmetauschern und Membranen
Verlängern die Standzeiten von Anlagenkomponenten
Reduzieren Reinigungs- und Stillstandskosten
Kompatibel mit Korrosionsinhibitoren und Bioziden
OEM- und Private-Label-Lösungen verfügbar
Laborversuche für Wasseraufbereitungsanlagen

Service & Technik – alles aus einer Hand

Wir unterstützen Sie über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg:

Beratung & Systemaufnahme

Labor- und Praxistests

Online Monitoring & Softwarelösungen

Integrierte Dosier- und Regeltechnik

Automatisierte Additivnachversorgung

Auswertung & Berichtserstattung

Formulierungen & Kompatibilität

Hochwirksame Polymerlösungen - anionisch, nichtionisch, kationisch
Phosphonat-basierte Systeme - Kombination mit Härtestabilisierung
Biologisch abbaubare Formulierungen - für umweltsensible Anwendungen
Kombinationsprodukte mit Korrosionsinhibitoren, Bioziden, Härtestabilisatoren oder Fäll- und Flockungshilfsmitteln (bei angepasster Dosierung)

OEM & Private Label Lösungen

Exklusive Rezepturen oder Standardprodukte
Abfüllung & Etikettierung nach Kundendesign
Begleitdokumentation & Anwendungsempfehlung
Perfekt für Anlagenbauer, OEMs, Großhändler und internationale Distributoren
Technischer Support & Anlagenbegleitung

FAQ

Dispergatoren sind spezielle Prozessadditive, die verhindern, dass Feststoffe, Schlammflocken, Mineralpartikel oder Biofilmbestandteile in industriellen Wassersystemen zu Ablagerungen führen.
Sie wirken nach dem Prinzip der Partikelstabilisierung:

  • Oberflächenmodifikation: Dispergatoren lagern sich an Partikeloberflächen an und verändern deren Ladung (Zeta-Potential), sodass sich Partikel gegenseitig abstoßen.

  • Sterische Stabilisierung: Längere Polymerketten wirken wie Abstandshalter und verhindern, dass Partikel in Kontakt kommen.

  • Kristallwachstumshemmung: Einige Formulierungen binden an wachsende Kristalle, unterbrechen den Wachstumsprozess und halten diese in mikroskopischer Größe.

Praxisnutzen:

  • Ablagerungen auf Wärmetauschern werden vermieden

  • Biozide können effektiver arbeiten, weil Biofilm nicht so kompakt wird

  • Membranprozesse bleiben länger stabil, da Fouling reduziert wird

Dispergatoren sind universell einsetzbar, finden aber vor allem in folgenden Anwendungen Verwendung:

  • Offene Kühlwassersysteme: Verhindern Ablagerungen aus Schwebstoffen, Staub, Rostpartikeln und Biofilmrückständen

  • Geschlossene Heiz- und Kühlsysteme: Stabilisieren Korrosionsprodukte und verhindern Schlammablagerungen in Wärmetauschern

  • Umkehrosmose- und Nanofiltrationsanlagen: Reduzieren Partikelfouling und verlängern die Zeitintervalle zwischen Membranreinigungen

  • Abwasserbehandlung: Stabilisieren Feststoffe im Klarwasser, vermeiden Ausfällungen vor Filtern

  • Papier-, Zellstoff- und Recyclingindustrie: Verhindern Ablagerungen aus Füllstoffen, Fasern und mineralischen Bestandteilen

  • Chemie- und Pharmaindustrie: Kontrollieren Partikel- und Kristallbildung in komplexen Prozesswässern

Antiscalants und Dispergatoren haben unterschiedliche Schwerpunkte, auch wenn sich ihre Wirkmechanismen teilweise überschneiden:

  • Antiscalants:

    • Hemmen primär die Ausfällung und Kristallisation gelöster Salze

    • Arbeiten oft schon in sehr niedriger Konzentration durch den Threshold-Effekt

    • Typische Zielablagerungen: Calciumcarbonat, Calciumsulfat, Barium- und Strontiumsulfat

  • Dispergatoren:

    • Stabilisieren bereits vorhandene Feststoffpartikel in Schwebe

    • Verhindern, dass sich diese Partikel zu größeren Agglomeraten verbinden oder absetzen

    • Geeignet für mineralische Feststoffe, Korrosionsprodukte, Biofilmreste

Kombination in der Praxis:
Gerade in Kühlwassersystemen oder Membranverfahren werden beide Additivtypen kombiniert, um sowohl kristalline als auch partikuläre Ablagerungen gleichzeitig zu kontrollieren.

Der Threshold-Effekt beschreibt die Fähigkeit bestimmter Additive, Ausfällungen bereits bei extrem niedrigen Dosierungen zu verhindern – deutlich unterhalb der stöchiometrisch erforderlichen Menge.
Bei Dispergatoren ist der Effekt weniger ausgeprägt als bei Antiscalants, da sie primär auf die Stabilisierung von Partikeln und nicht auf die direkte Hemmung von Kristallwachstum ausgelegt sind.
Trotzdem können phosphonat- oder polymerbasierte Dispergatoren in Hybridformulierungen beide Effekte kombinieren.

  • Spezialformulierungen je nach Anwendung: Kühlwasser, Membran, Abwasser, Hochtemperaturkreisläufe

  • Hohe Temperatur- und pH-Beständigkeit, auch in stark alkalischen oder sauren Prozessen

  • Langzeitstabilität – auch bei hoher Feststoffkonzentration bleibt die Dispergatorwirkung erhalten

  • Optimierte Molekülstruktur für maximale Adsorption an Partikeln und effektive Stabilisierung

  • Synergien mit anderen Additiven wie Korrosionsinhibitoren oder Bioziden

  • Individuelle Dosierkonzepte nach Laboranalyse und Vor-Ort-Test

  • OEM- und Private-Label-Optionen mit kundenspezifischen Gebindegrößen und Etiketten

Der Dosierpunkt entscheidet maßgeblich über die Effizienz:

  • Offene Kühlkreisläufe: In den Hauptvorlauf, möglichst vor einer starken Turbulenzzone oder Mischstrecke

  • Membrananlagen: Vor dem Sicherheitsfilter (Cartridge-Filter), damit alle Feststoffe stabilisiert werden, bevor sie die Membran erreichen

  • Abwasserbehandlung: Vor der Feinfiltration oder vor einem nachgeschalteten Membranmodul

  • Geschlossene Systeme: Vor Umwälzpumpen oder an Punkten mit hoher Strömungsgeschwindigkeit

Praxis-Tipp:
Eine zu späte Dosierung kann dazu führen, dass Partikel bereits vor der Zugabe ausfallen oder sich absetzen – was die Wirksamkeit deutlich mindert.

Der Einsatz von Dispergatoren berührt Chemikalienrecht, Gewässerschutz, Arbeitsschutz und branchenspezifische Regeln. Die wichtigsten Punkte im Überblick – plus Praxis-Checkliste:

Chemikalienrecht & Arbeitsschutz

  • REACH: Nur Stoffe/Formulierungen einsetzen, die nach REACH registriert sind; Expositionsszenarien beachten (v. a. bei professioneller/industrieller Verwendung).

  • CLP: Einstufung/ Kennzeichnung (Gefahrenpiktogramme, H-/P-Sätze) und Sicherheitsdatenblatt (SDB) in der aktuellen Fassung bereithalten.

  • Gefahrstoffverordnung / TRGS 510: Lagerung nach Gefahrenklassen (z. B. getrennte Lagerung, Lüftung), Betriebsanweisungen und Unterweisungen für Mitarbeiter.

  • WGK / AwSV: Wassergefährdungsklasse (WGK) prüfen; Lagerbehälter ggf. in Rückhaltewannen (Auffangräume) betreiben, regelmäßige Dichtheitskontrollen.

Gewässerschutz & Einleitung

  • Abwasserverordnung (AbwV): Abwasser aus Spülungen/Blowdown nur bei Einhaltung der Grenzwerte (z. B. CSB, AOX, Metalle) einleiten; ggf. Neutralisation / Vorbehandlung vorsehen.

  • Genehmigungspflicht: Bei indirekter Einleitung (Kanal) mit dem Entsorger/Kommunalbetrieb abstimmen; bei direkter Einleitung (Gewässer) behördliche Bescheide strikt einhalten.

  • Schlamm & Abfall: Schlämme/Feststoffe aus Filtration ggf. abfallrechtlich entsorgen (Deklaration, Nachweisführung).

Anlagen- & Branchenregeln

  • VDI 2047 Blatt 2 / 42. BImSchV (Verdunstungskühlanlagen, Nassabscheider): Chemieeinsatz (inkl. Dispergatoren) muss zur Hygieneführung passen; Biozid-/Betriebsprotokolle führen, Keimüberwachung dokumentieren.

  • VDI 6044 / VDI 2035 (geschlossene Kreisläufe/Heiz- und Kesselwasser): Dispergator muss werkstoff- und normkonform sein (Leitfähigkeit, pH, Korrosions-/Belagsrisiken).

  • Membrananlagen: Herstellerfreigaben beachten (Materialverträglichkeit von RO/NF/UF-Membranen, pH-Fenster, maximal zulässige Konzentrationen) – sonst droht Gewährleistungsverlust.

  • Lebensmittel/Pharma: Nur geeignete, freigegebene Formulierungen in indirekten Kontaktzonen einsetzen (z. B. Kühl-/Heizmedien ohne Produktkontakt); Hygiene- und Auditvorgaben (HACCP, GMP) einhalten.

  • Kraftwerke & Energie: Vorgaben aus DGRL (Druckgeräte), Betreiberregelwerken und ggf. TA Luft/WHG (z. B. bei Verdampfern/Absalzungen) beachten.

Dokumentation & Monitoring

  • Produktspezifikationen/SDB/TDB vorhalten; Kompatibilitätsnachweise (mit Inhibitoren, Bioziden, Antiscalants) dokumentieren.

  • Betriebsprotokoll: Dosiermengen, Konzentrationen, Messwerte (Trübung, ΔT, Differenzdruck), Ereignisse (Reinigung/Spülung) erfassen.

  • Wirkungs-/Einflusskontrolle: Regelmäßige Labor- & Online-Messungen (Trübung/Partikel, Leitfähigkeit, pH, ggf. AOX/CSB), Korrisionscoupons/Wärmeübertrager-Leistungsdaten auswerten.

Praxis-Checkliste vor dem Einsatz

  1. Freigaben prüfen: REACH/CLP, SDB, WGK, Membran-/Anlagenhersteller.

  2. Prozesstest: Labor-Jar-Test & Vor-Ort-Pilot (Kompatibilität mit Biozid/Inhibitor).

  3. Einleitung klären: AbwV-Grenzwerte, interne/behördliche Vorgaben, Abscheider/Neutralisation.

  4. Lagerung & Notfallplan: AwSV-konforme Lagerung, Rückhaltevolumen, Leckage-/Spill-Kit, Unterweisung.

  5. Monitoring & Reporting definieren: Kennzahlen, Intervalle, Verantwortlichkeiten.

Mit diesem Vorgehen stellst du sicher, dass der Dispergator-Einsatz rechtskonform, auditfest und betriebssicher erfolgt – und gleichzeitig die Prozessleistung messbar steigt.

Ja – ALMA AQUA Dispergatoren sind so entwickelt, dass sie formulierungstechnisch kompatibel sind mit:

  • Korrosionsinhibitoren: Verhindern Unterbelagkorrosion unter Feststoffschichten

  • Bioziden: Dispergatoren lockern Biofilmstrukturen auf und erhöhen die Biozidwirkung

  • Härtestabilisatoren / Antiscalants: Gleichzeitiger Schutz vor kristallinen und partikulären Ablagerungen

  • Fällmitteln: In manchen Fällen lassen sich Dispergatoren gezielt so dosieren, dass Feststoffe bis zum gewünschten Fällungspunkt stabil bleiben

Achtung: Bestimmte stark kationische und anionische Polymere können sich gegenseitig ausfällen – deshalb immer Kompatibilitätstests durchführen.

Die Dosiermenge hängt von mehreren Faktoren ab:

  • Feststoffbelastung: Je höher die Partikelkonzentration, desto mehr Dispergator wird benötigt

  • Chemische Wasserzusammensetzung: Härte, pH, Ionenstärke beeinflussen die Adsorption am Partikel

  • Prozesstemperatur: Hohe Temperaturen können die Molekülstabilität beeinflussen

  • Zielanwendung: Kühlwasser, Membrananlagen oder Abwasserbehandlung erfordern unterschiedliche Dosierbereiche

Best-Practice bei ALMA AQUA:

  1. Laboruntersuchung: Partikelgrößenanalyse, Zeta-Potential-Messung

  2. Jar-Test: Simulation der Wasserchemie und Optimierung der Dosiermenge

  3. Vor-Ort-Test mit Monitoring von Trübung, Ablagerungsrate und Wärmeübertragungsleistung

Hybrid-Dispergatoren kombinieren klassische Dispergatoren mit Antiscalants oder Korrosionsinhibitoren in einer einzigen Formulierung.
Sie bieten den Vorteil, dass partikuläre Ablagerungen (z. B. Schlamm, Rostpartikel, Biofilmrückstände) und kristalline Ausfällungen (z. B. Calciumcarbonat, Calciumsulfat) gleichzeitig kontrolliert werden können.

  • Einsatzgebiete: Kühlkreisläufe mit hoher Schwebstofffracht und Härteproblemen, Membranvorbehandlung mit gemischten Fouling-Typen.

  • Technischer Nutzen: Reduzierte Chemikalienvielfalt, weniger Dosiertechnik, vereinfachte Lagerhaltung.

  • Achtung: Nicht jedes System verträgt Mischformulierungen – vorher immer Labor- und Vor-Ort-Tests durchführen, um Wechselwirkungen auszuschließen.

Biofilme sind oft mehrschichtige Strukturen aus Mikroorganismen, EPS (Extrazelluläre polymere Substanzen) und eingelagerten Partikeln.
Dispergatoren können:

  • EPS-Matrix auflockern, indem sie Partikelverbindungen destabilisieren

  • Biofilmstrukturen mechanisch schwächen, sodass Biozide tiefer eindringen

  • Partikuläre Schutzschichten entfernen, die Biozide sonst abblocken

Praxisempfehlung:

  • Dispergatoren vor oder parallel zur Biozidzugabe dosieren

  • Bei Schockdesinfektionen gezielt einsetzen, um Biozidwirkung zu maximieren

  • Monitoring über Biofilmmessung (ATP, Druckverlust, Wärmetauscher ΔT) durchführen

Das Zusammenspiel kann die Biozid-Dosierung reduzieren und die Anlageneffizienz deutlich steigern.

In vielen industriellen Systemen schwankt die Feststoffkonzentration stark – z. B. bei Kühlwassersystemen im Sommer/Winter, bei Produktionsspitzen oder bei wechselnder Rohwasserqualität.

Optimierungsstrategien:

  1. Online-Trübungsmessung (NTU) oder Partikelzähler zur Echtzeit-Überwachung der Feststofffracht

  2. Lastabhängige Dosierung mit Durchfluss- oder Trübungsregelung

  3. Temporäre Stoßdosierungen bei erkennbaren Lastspitzen

  4. Kombination mit Abblase-/Spülmanagement zur aktiven Feststoffentfernung

  5. Regelmäßige Laboranalysen (Partikelgrößenverteilung, Mineralanalyse) zur Anpassung der Grunddosierung

So lässt sich Über- oder Unterdosierung vermeiden, der Chemikalienverbrauch optimieren und gleichzeitig der Ablagerungsschutz konstant hoch halten.

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Frank Kuntze

Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive