Leistungsstarke Dispergatoren für jeden Prozess
Ablagerungen in den Griff bekommen? Wir helfen weiter!
Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive
Warum Dispergatoren unverzichtbar sind
Proof of Performance – Unsere Referenzen






Ihre Vorteile mit ALMA AQUA Dispergatoren
Service & Technik – alles aus einer Hand
Beratung & Systemaufnahme
Labor- und Praxistests
Online Monitoring & Softwarelösungen
Integrierte Dosier- und Regeltechnik
Automatisierte Additivnachversorgung
Auswertung & Berichtserstattung
Formulierungen & Kompatibilität
OEM & Private Label Lösungen
FAQ
Was sind Dispergatoren und wie wirken sie?
Dispergatoren sind spezielle Prozessadditive, die verhindern, dass Feststoffe, Schlammflocken, Mineralpartikel oder Biofilmbestandteile in industriellen Wassersystemen zu Ablagerungen führen.
Sie wirken nach dem Prinzip der Partikelstabilisierung:
Oberflächenmodifikation: Dispergatoren lagern sich an Partikeloberflächen an und verändern deren Ladung (Zeta-Potential), sodass sich Partikel gegenseitig abstoßen.
Sterische Stabilisierung: Längere Polymerketten wirken wie Abstandshalter und verhindern, dass Partikel in Kontakt kommen.
Kristallwachstumshemmung: Einige Formulierungen binden an wachsende Kristalle, unterbrechen den Wachstumsprozess und halten diese in mikroskopischer Größe.
Praxisnutzen:
Ablagerungen auf Wärmetauschern werden vermieden
Biozide können effektiver arbeiten, weil Biofilm nicht so kompakt wird
Membranprozesse bleiben länger stabil, da Fouling reduziert wird
Wo werden Dispergatoren typischerweise eingesetzt?
Dispergatoren sind universell einsetzbar, finden aber vor allem in folgenden Anwendungen Verwendung:
Offene Kühlwassersysteme: Verhindern Ablagerungen aus Schwebstoffen, Staub, Rostpartikeln und Biofilmrückständen
Geschlossene Heiz- und Kühlsysteme: Stabilisieren Korrosionsprodukte und verhindern Schlammablagerungen in Wärmetauschern
Umkehrosmose- und Nanofiltrationsanlagen: Reduzieren Partikelfouling und verlängern die Zeitintervalle zwischen Membranreinigungen
Abwasserbehandlung: Stabilisieren Feststoffe im Klarwasser, vermeiden Ausfällungen vor Filtern
Papier-, Zellstoff- und Recyclingindustrie: Verhindern Ablagerungen aus Füllstoffen, Fasern und mineralischen Bestandteilen
Chemie- und Pharmaindustrie: Kontrollieren Partikel- und Kristallbildung in komplexen Prozesswässern
Was ist der Unterschied zwischen Dispergatoren und Antiscalants?
Antiscalants und Dispergatoren haben unterschiedliche Schwerpunkte, auch wenn sich ihre Wirkmechanismen teilweise überschneiden:
Antiscalants:
Hemmen primär die Ausfällung und Kristallisation gelöster Salze
Arbeiten oft schon in sehr niedriger Konzentration durch den Threshold-Effekt
Typische Zielablagerungen: Calciumcarbonat, Calciumsulfat, Barium- und Strontiumsulfat
Dispergatoren:
Stabilisieren bereits vorhandene Feststoffpartikel in Schwebe
Verhindern, dass sich diese Partikel zu größeren Agglomeraten verbinden oder absetzen
Geeignet für mineralische Feststoffe, Korrosionsprodukte, Biofilmreste
Kombination in der Praxis:
Gerade in Kühlwassersystemen oder Membranverfahren werden beide Additivtypen kombiniert, um sowohl kristalline als auch partikuläre Ablagerungen gleichzeitig zu kontrollieren.
Was ist der „Threshold-Effekt“ und spielt er bei Dispergatoren eine Rolle?
Der Threshold-Effekt beschreibt die Fähigkeit bestimmter Additive, Ausfällungen bereits bei extrem niedrigen Dosierungen zu verhindern – deutlich unterhalb der stöchiometrisch erforderlichen Menge.
Bei Dispergatoren ist der Effekt weniger ausgeprägt als bei Antiscalants, da sie primär auf die Stabilisierung von Partikeln und nicht auf die direkte Hemmung von Kristallwachstum ausgelegt sind.
Trotzdem können phosphonat- oder polymerbasierte Dispergatoren in Hybridformulierungen beide Effekte kombinieren.
Welche Vorteile bieten ALMA AQUA Dispergatoren gegenüber Standardprodukten?
Spezialformulierungen je nach Anwendung: Kühlwasser, Membran, Abwasser, Hochtemperaturkreisläufe
Hohe Temperatur- und pH-Beständigkeit, auch in stark alkalischen oder sauren Prozessen
Langzeitstabilität – auch bei hoher Feststoffkonzentration bleibt die Dispergatorwirkung erhalten
Optimierte Molekülstruktur für maximale Adsorption an Partikeln und effektive Stabilisierung
Synergien mit anderen Additiven wie Korrosionsinhibitoren oder Bioziden
Individuelle Dosierkonzepte nach Laboranalyse und Vor-Ort-Test
OEM- und Private-Label-Optionen mit kundenspezifischen Gebindegrößen und Etiketten
Welche Dosierpunkte sind optimal für Dispergatoren?
Der Dosierpunkt entscheidet maßgeblich über die Effizienz:
Offene Kühlkreisläufe: In den Hauptvorlauf, möglichst vor einer starken Turbulenzzone oder Mischstrecke
Membrananlagen: Vor dem Sicherheitsfilter (Cartridge-Filter), damit alle Feststoffe stabilisiert werden, bevor sie die Membran erreichen
Abwasserbehandlung: Vor der Feinfiltration oder vor einem nachgeschalteten Membranmodul
Geschlossene Systeme: Vor Umwälzpumpen oder an Punkten mit hoher Strömungsgeschwindigkeit
Praxis-Tipp:
Eine zu späte Dosierung kann dazu führen, dass Partikel bereits vor der Zugabe ausfallen oder sich absetzen – was die Wirksamkeit deutlich mindert.
Welche regulatorischen Aspekte sind bei Dispergatoren zu beachten?
Der Einsatz von Dispergatoren berührt Chemikalienrecht, Gewässerschutz, Arbeitsschutz und branchenspezifische Regeln. Die wichtigsten Punkte im Überblick – plus Praxis-Checkliste:
Chemikalienrecht & Arbeitsschutz
REACH: Nur Stoffe/Formulierungen einsetzen, die nach REACH registriert sind; Expositionsszenarien beachten (v. a. bei professioneller/industrieller Verwendung).
CLP: Einstufung/ Kennzeichnung (Gefahrenpiktogramme, H-/P-Sätze) und Sicherheitsdatenblatt (SDB) in der aktuellen Fassung bereithalten.
Gefahrstoffverordnung / TRGS 510: Lagerung nach Gefahrenklassen (z. B. getrennte Lagerung, Lüftung), Betriebsanweisungen und Unterweisungen für Mitarbeiter.
WGK / AwSV: Wassergefährdungsklasse (WGK) prüfen; Lagerbehälter ggf. in Rückhaltewannen (Auffangräume) betreiben, regelmäßige Dichtheitskontrollen.
Gewässerschutz & Einleitung
Abwasserverordnung (AbwV): Abwasser aus Spülungen/Blowdown nur bei Einhaltung der Grenzwerte (z. B. CSB, AOX, Metalle) einleiten; ggf. Neutralisation / Vorbehandlung vorsehen.
Genehmigungspflicht: Bei indirekter Einleitung (Kanal) mit dem Entsorger/Kommunalbetrieb abstimmen; bei direkter Einleitung (Gewässer) behördliche Bescheide strikt einhalten.
Schlamm & Abfall: Schlämme/Feststoffe aus Filtration ggf. abfallrechtlich entsorgen (Deklaration, Nachweisführung).
Anlagen- & Branchenregeln
VDI 2047 Blatt 2 / 42. BImSchV (Verdunstungskühlanlagen, Nassabscheider): Chemieeinsatz (inkl. Dispergatoren) muss zur Hygieneführung passen; Biozid-/Betriebsprotokolle führen, Keimüberwachung dokumentieren.
VDI 6044 / VDI 2035 (geschlossene Kreisläufe/Heiz- und Kesselwasser): Dispergator muss werkstoff- und normkonform sein (Leitfähigkeit, pH, Korrosions-/Belagsrisiken).
Membrananlagen: Herstellerfreigaben beachten (Materialverträglichkeit von RO/NF/UF-Membranen, pH-Fenster, maximal zulässige Konzentrationen) – sonst droht Gewährleistungsverlust.
Lebensmittel/Pharma: Nur geeignete, freigegebene Formulierungen in indirekten Kontaktzonen einsetzen (z. B. Kühl-/Heizmedien ohne Produktkontakt); Hygiene- und Auditvorgaben (HACCP, GMP) einhalten.
Kraftwerke & Energie: Vorgaben aus DGRL (Druckgeräte), Betreiberregelwerken und ggf. TA Luft/WHG (z. B. bei Verdampfern/Absalzungen) beachten.
Dokumentation & Monitoring
Produktspezifikationen/SDB/TDB vorhalten; Kompatibilitätsnachweise (mit Inhibitoren, Bioziden, Antiscalants) dokumentieren.
Betriebsprotokoll: Dosiermengen, Konzentrationen, Messwerte (Trübung, ΔT, Differenzdruck), Ereignisse (Reinigung/Spülung) erfassen.
Wirkungs-/Einflusskontrolle: Regelmäßige Labor- & Online-Messungen (Trübung/Partikel, Leitfähigkeit, pH, ggf. AOX/CSB), Korrisionscoupons/Wärmeübertrager-Leistungsdaten auswerten.
Praxis-Checkliste vor dem Einsatz
Freigaben prüfen: REACH/CLP, SDB, WGK, Membran-/Anlagenhersteller.
Prozesstest: Labor-Jar-Test & Vor-Ort-Pilot (Kompatibilität mit Biozid/Inhibitor).
Einleitung klären: AbwV-Grenzwerte, interne/behördliche Vorgaben, Abscheider/Neutralisation.
Lagerung & Notfallplan: AwSV-konforme Lagerung, Rückhaltevolumen, Leckage-/Spill-Kit, Unterweisung.
Monitoring & Reporting definieren: Kennzahlen, Intervalle, Verantwortlichkeiten.
Mit diesem Vorgehen stellst du sicher, dass der Dispergator-Einsatz rechtskonform, auditfest und betriebssicher erfolgt – und gleichzeitig die Prozessleistung messbar steigt.
Können Dispergatoren mit anderen Wasserbehandlungschemikalien kombiniert werden?
Ja – ALMA AQUA Dispergatoren sind so entwickelt, dass sie formulierungstechnisch kompatibel sind mit:
Korrosionsinhibitoren: Verhindern Unterbelagkorrosion unter Feststoffschichten
Bioziden: Dispergatoren lockern Biofilmstrukturen auf und erhöhen die Biozidwirkung
Härtestabilisatoren / Antiscalants: Gleichzeitiger Schutz vor kristallinen und partikulären Ablagerungen
Fällmitteln: In manchen Fällen lassen sich Dispergatoren gezielt so dosieren, dass Feststoffe bis zum gewünschten Fällungspunkt stabil bleiben
Achtung: Bestimmte stark kationische und anionische Polymere können sich gegenseitig ausfällen – deshalb immer Kompatibilitätstests durchführen.
Wie wird die optimale Dosiermenge ermittelt?
Die Dosiermenge hängt von mehreren Faktoren ab:
Feststoffbelastung: Je höher die Partikelkonzentration, desto mehr Dispergator wird benötigt
Chemische Wasserzusammensetzung: Härte, pH, Ionenstärke beeinflussen die Adsorption am Partikel
Prozesstemperatur: Hohe Temperaturen können die Molekülstabilität beeinflussen
Zielanwendung: Kühlwasser, Membrananlagen oder Abwasserbehandlung erfordern unterschiedliche Dosierbereiche
Best-Practice bei ALMA AQUA:
Laboruntersuchung: Partikelgrößenanalyse, Zeta-Potential-Messung
Jar-Test: Simulation der Wasserchemie und Optimierung der Dosiermenge
Vor-Ort-Test mit Monitoring von Trübung, Ablagerungsrate und Wärmeübertragungsleistung
Was sind Hybrid-Dispergatoren und wann sind sie sinnvoll?
Hybrid-Dispergatoren kombinieren klassische Dispergatoren mit Antiscalants oder Korrosionsinhibitoren in einer einzigen Formulierung.
Sie bieten den Vorteil, dass partikuläre Ablagerungen (z. B. Schlamm, Rostpartikel, Biofilmrückstände) und kristalline Ausfällungen (z. B. Calciumcarbonat, Calciumsulfat) gleichzeitig kontrolliert werden können.
Einsatzgebiete: Kühlkreisläufe mit hoher Schwebstofffracht und Härteproblemen, Membranvorbehandlung mit gemischten Fouling-Typen.
Technischer Nutzen: Reduzierte Chemikalienvielfalt, weniger Dosiertechnik, vereinfachte Lagerhaltung.
Achtung: Nicht jedes System verträgt Mischformulierungen – vorher immer Labor- und Vor-Ort-Tests durchführen, um Wechselwirkungen auszuschließen.
Wie beeinflusst die Kombination von Dispergatoren und Bioziden die Biofilmkontrolle?
Biofilme sind oft mehrschichtige Strukturen aus Mikroorganismen, EPS (Extrazelluläre polymere Substanzen) und eingelagerten Partikeln.
Dispergatoren können:
EPS-Matrix auflockern, indem sie Partikelverbindungen destabilisieren
Biofilmstrukturen mechanisch schwächen, sodass Biozide tiefer eindringen
Partikuläre Schutzschichten entfernen, die Biozide sonst abblocken
Praxisempfehlung:
Dispergatoren vor oder parallel zur Biozidzugabe dosieren
Bei Schockdesinfektionen gezielt einsetzen, um Biozidwirkung zu maximieren
Monitoring über Biofilmmessung (ATP, Druckverlust, Wärmetauscher ΔT) durchführen
Das Zusammenspiel kann die Biozid-Dosierung reduzieren und die Anlageneffizienz deutlich steigern.
Wie optimiert man die Dispergator-Dosierung bei schwankender Feststoffbelastung?
In vielen industriellen Systemen schwankt die Feststoffkonzentration stark – z. B. bei Kühlwassersystemen im Sommer/Winter, bei Produktionsspitzen oder bei wechselnder Rohwasserqualität.
Optimierungsstrategien:
Online-Trübungsmessung (NTU) oder Partikelzähler zur Echtzeit-Überwachung der Feststofffracht
Lastabhängige Dosierung mit Durchfluss- oder Trübungsregelung
Temporäre Stoßdosierungen bei erkennbaren Lastspitzen
Kombination mit Abblase-/Spülmanagement zur aktiven Feststoffentfernung
Regelmäßige Laboranalysen (Partikelgrößenverteilung, Mineralanalyse) zur Anpassung der Grunddosierung
So lässt sich Über- oder Unterdosierung vermeiden, der Chemikalienverbrauch optimieren und gleichzeitig der Ablagerungsschutz konstant hoch halten.
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