Hochwirksame Biozide & Systemschutz
Unsere ALMA AQUA Produktlinie zur Biofilmkontrolle umfasst:
Biofouling im Kreislauf? Jetzt handeln!
Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive
Warum Biozidbehandlung unverzichtbar ist
Proof of Performance – Unsere Referenzen






Ihre Vorteile mit ALMA AQUA Bioziden
Service & Technik – alles aus einer Hand
Beratung & Systemaufnahme
Analytik & Feldversuche
Online Monitoring & Softwarelösungen
Integrierte Dosier- und Regeltechnik
Automatisierte Additivnachversorgung
Dokumentation & Biozidprotokoll
Formulierungen & Kompatibilität
OEM & Private Label Lösungen
FAQ
Was ist der Unterschied zwischen oxidativen und nicht-oxidativen Bioziden?
Oxidative Biozide (z. B. Hypochlorit, Peressigsäure, Chlordioxid, Wasserstoffperoxid) wirken schnell und stark – sie zerstören Zellwände durch Oxidation und sind deshalb besonders gut für offene Kühlkreisläufe mit hoher biologischer Belastung geeignet.
Nicht-oxidative Biozide (z. B. Isothiazolinone, Glutaraldehyd, THPS) greifen Stoffwechselvorgänge und Enzyme von Mikroorganismen an. Sie wirken langsamer, sind aber oft pH-stabiler, temperaturunempfindlicher und langanhaltender – ideal für geschlossene Systeme oder als Basisbehandlung. Beide Biozidtypen können kombiniert werden, um Resistenzbildungen vorzubeugen und den Schutz zu optimieren.
Wie erkennt man Biofilme in der Anlage?
Biofilme sind komplexe Schichten aus Mikroorganismen, Schleimstoffen und organischem Material. Sie haften bevorzugt an wärmeübertragenden Oberflächen, Kunststoffleitungen oder Totzonen im System.
Typische Anzeichen:
Sinkende Wärmeübertragung (steigende Vorlauftemperatur)
Druckverluste
Geruchsbildung
Sichtbare Schleimschichten oder Algenbeläge
Erhöhte Eisen- oder Keimzahlen in der Wasseranalyse
Zur gezielten Erkennung setzen wir u. a. Biofilmdetektoren, ATP-Schnelltests, Bakterienmesssonden oder Couponmessung ein – auch als mobiler Service vor Ort.
Wie oft sollte ein Biozid dosiert werden?
Die Dosierstrategie hängt von der Systemart, dem Bakterienwachstum, den Wasserparametern und dem Regelwerk ab. Mögliche Strategien:
Kontinuierliche Dosierung für konstante Hintergrundbehandlung
Intervall-/Wechseldosierung zur Vermeidung von Biozidresistenzen
Shock-Dosierung (z. B. wöchentlich oder bei Grenzwertüberschreitung)
Ereignisgesteuerte Dosierung bei Lastwechseln oder kritischen Temperaturen
Wir erstellen individuelle Dosierpläne – abgestimmt auf Ihre Anlage, die rechtlichen Anforderungen (z. B. 42. BImSchV) und Ihre Wirtschaftlichkeitsziele.
Welche Biozide sind für die Lebensmittelindustrie geeignet?
Für hygienisch sensible Bereiche bieten wir niedrig toxische, rückstandsarme Biozide, die auf Wirkstoffen wie THPS, Wasserstoffperoxid oder speziellen Polyguanid-Verbindungen basieren. Diese eignen sich für indirekten Kontakt in Kühl- oder CIP-Kreisläufen und erfüllen die Anforderungen nach HACCP, IFS, FDA-konformen Herstellungsverfahren oder internen Auditsystemen.
Wir liefern zu jedem Produkt vollständige Sicherheits- und Rückstandsdokumentation. Auf Wunsch unterstützen wir bei Validierungen oder Protokollerstellung im Rahmen von Hygieneüberwachungen.
Wie wird die Wirksamkeit von Bioziden überprüft?
Zur Erfolgskontrolle nutzen wir moderne Verfahren wie:
Keimzahlbestimmung (TVC/CFU-Test) auf Nährböden
ATP-Messung (detektiert alle lebenden Organismen)
Biofilmmessung durch Coupons, Sonden oder Schlauchmodelle
Redoxmessung zur Steuerung oxidativer Biozide
Mikroskopie / KBE-Bestimmung bei speziellen Anforderungen
Diese Methoden helfen, die Biozidwirkung zu überwachen, Dosierstrategien zu verfeinern und Grenzwertüberschreitungen rechtzeitig zu erkennen – dokumentiert in unseren digitalen Serviceprotokollen.
Was ist ein Biozidprotokoll und wann ist es verpflichtend?
Ein Biozidprotokoll ist ein gesetzlich vorgeschriebenes Dokumentationsinstrument zur Nachverfolgung von Biozideinsätzen – insbesondere in Anlagen, die unter die 42. BImSchV (Verdunstungskühlanlagen, Nassabscheider) fallen.
Es muss enthalten:
Biozidname und Wirkstoff
Konzentration und Dosierzeitpunkt
Einwirkzeit und Spülverfahren
Wirkungsnachweis (z. B. Keimzahlreduzierung)
Datum, Uhrzeit, verantwortliche Person
Wir bieten eine digitale Biozidprotokoll-Lösung mit automatisierter Dokumentation, Schnittstelle zu Online-Monitoring-Systemen und Audit-Exportfunktion – ideal für Betriebsleiter und QS-Beauftragte.
Wie funktioniert eine Biofilmmessung und warum ist sie sinnvoll?
Biofilmmessungen ermöglichen eine gezielte Einschätzung des mikrobiologischen Zustands von Rohrleitungen, Wärmetauschern und anderen wasserberührten Oberflächen.
Methoden sind:
Biofilm-Coupons: Entnehmbare Materialproben aus dem Kreislauf
Sensoren: Inline-Sonden zur Biofilm-Dickenmessung
ATP-Schnelltests: Messung biologischer Aktivität auf Oberflächen
Färbeverfahren / Mikroskopie: z. B. zur Differenzierung zwischen Bakterienarten
Diese Analysen helfen bei der Optimierung der Biozidstrategie und bei der Planung von Desinfektionsmaßnahmen oder Anlagenreinigungen.
Was ist eine Shockdesinfektion und wann wird sie angewendet?
Eine Shockdesinfektion ist eine gezielte Hochdosierung eines Biozids, meist mit oxidativer Wirkung, um akute mikrobielle Belastungen oder Biofilme im System zu entfernen. Sie ist besonders wirksam:
Nach Anlagenstillständen oder bei Neubefüllung
Bei mikrobiellen Grenzwertüberschreitungen
Als Hygienemaßnahme nach Legionellenbefund
Zur Initialbehandlung neuer Systeme
Die Shockbehandlung wird exakt geplant: Auswahl des Wirkstoffs, Dosierung, Kontaktzeit, Spülmenge, Entsorgung. Wir unterstützen Sie mit einem vollständigen Shockdesinfektionsprotokoll inklusive Sicherheitsmaßnahmen und behördengerechter Dokumentation.
Welche regulatorischen Anforderungen gelten für den Biozideinsatz?
Wichtige gesetzliche Rahmenbedingungen sind:
Biozidprodukteverordnung (EU) Nr. 528/2012 (BPR): Nur zugelassene Wirkstoffe verwenden
42. BImSchV: Für Verdunstungskühlanlagen und Nassabscheider – regelmäßige Keimüberwachung und Protokollierung
VDI 2047 Blatt 2 & 3: Technische Regeln für Kreisläufe und Hygiene
TA Luft / WHG / DVGW-Richtlinien: Bei direktem oder indirektem Eintrag in Umwelt, Abwasser oder Trinkwasseranlagen
Wir liefern alle Biozide regelwerkskonform und beraten bei Dokumentation, Nachweisen und Auditvorbereitung.
Für welche Anwendungen bietet ALMA AQUA Biozide an?
Unsere Biozide sind vielseitig einsetzbar in:
Offenen Kühlkreisläufen & Rückkühltürmen
Geschlossenen Heiz- und Kühlkreisläufen
Nassabscheidern & Gaswäschern
Sprinkleranlagen & Reservewasserspeichern
CIP-Kreisläufen & Fermentationsanlagen
Kälte- und Klimasystemen mit Glykolanteil
Hygienezonen in der Lebensmittel- & Getränkeindustrie
Pharmaproduktion, Labore und Reinräume
Jede Anwendung erfordert spezifisch abgestimmte Wirkstoffe, Dosierstrategien und rechtliche Dokumentation – wir unterstützen bei Auswahl, Überwachung und Betrieb.
Sind Ihre Biozide BPR-konform?
Ja – alle von uns eingesetzten Produkte entsprechen der Biozidprodukteverordnung (BPR) der EU. Wir arbeiten ausschließlich mit zugelassenen oder notifizierten Wirkstoffen, prüfen die Produktklassifizierung (Produktart PA2, PA11 etc.) und liefern zu jedem Produkt:
Sicherheitsdatenblatt (SDB)
BPR-Statusnachweis
Anwendungsprotokoll
Konformitätsbescheinigung für interne oder externe Audits
Damit sind unsere Biozide rechtlich abgesichert und auditfähig – auch für sensible Branchen wie Chemie, Pharma und Lebensmittel.
Welche Verpackungsgrößen und Lieferformen gibt es?
Wir liefern unsere Biozide in industrietauglichen Verpackungseinheiten – angepasst an Ihren Verbrauch, Ihre Dosiertechnik und Ihre Sicherheitsvorgaben:
25-Liter-PE-Kanister
200-Liter-Fass mit UN-Zulassung
1.000-Liter-IBC mit optionaler Füllstandsmessung
Einwegkartuschen für automatische Dosiergeräte
OEM-Sonderabfüllung in Ihrem Branding (Private Label)
Auf Wunsch mit Zubehör: Rückschlagventile, Schläuche, RFID, Etikettierung nach GHS/CLP. Unsere Logistik bietet Lieferung auf Abruf, geplante Intervalle oder automatisierte Nachschubsteuerung.
Wie kann ich Legionellen in Kühlanlagen wirksam bekämpfen – und welche Vorschriften muss ich beachten?
Legionellen sind Bakterien der Gattung Legionella pneumophila, die sich bevorzugt in warmem, stagnierendem Wasser mit Biofilmbildung vermehren. In technischen Anlagen – z. B. in Verdunstungskühlanlagen, Rückkühltürmen, Nassabscheidern oder Warmwassersystemen – können sie über Aerosole (z. B. durch Kühlturmbetrieb) freigesetzt und eingeatmet werden.
Dies kann insbesondere in der Nähe von Aufenthaltsbereichen zu schweren Lungenentzündungen (Legionärskrankheit) führen. Daher gelten in Deutschland strenge Vorschriften zum Schutz der öffentlichen Gesundheit:
42. BImSchV (Verordnung über Verdunstungskühlanlagen, Kühltürme und Nassabscheider):
Verpflichtet Betreiber u. a. zu:
regelmäßiger mikrobiologischer Überwachung (insbesondere Legionella spec.)
Dokumentation & Maßnahmen bei Grenzwertüberschreitung (z. B. 1.000 KBE/100 ml)
Erstellung und Führung eines Biozidprotokolls
Einhaltung von Prüfintervallen, Wartung und Kontrollpflichten
🔹 VDI 2047 Blatt 2 & 3:
Technische Regeln zur Planung, Inbetriebnahme und hygienegerechten Betriebsweise von Verdunstungskühlanlagen. Stellt Anforderungen an:
Wasserqualitätsführung
Biozidstrategie (z. B. kontinuierliche oder Intervall-Dosierung)
Risikobewertung & Instandhaltung
Schulungspflicht des Betriebspersonals
Infektionsschutzgesetz (IfSG):
Bei einem Legionellenbefund mit meldepflichtiger Erkrankung greift das IfSG und kann behördlich angeordnete Stilllegungen oder Sofortmaßnahmen nach sich ziehen.
Unsere Lösung:
ALMA AQUA bietet hochwirksame, BPR-konforme Biozide mit dokumentierter Legionellenwirksamkeit, sowie eine vollständige Hygiene-Dienstleistung nach 42. BImSchV:
Auswahl geeigneter Biozide (oxidativ, nicht-oxidativ, Depotwirkung)
Festlegung einer wirksamen Dosierstrategie mit Shockbehandlung & Dauerdosierung
Erstellung von Biozidprotokoll & Hygieneplan
Durchführung mikrobiologischer Keimtests inkl. Legionellen-Nachweis
Online-Monitoring & digitale Alarmierung bei Grenzwertüberschreitungen
Schulung & Einweisung des Personals nach VDI 2047
Damit erfüllen Sie nicht nur alle gesetzlichen Anforderungen, sondern sichern auch langfristig einen hygienisch einwandfreien und rechtskonformen Anlagenbetrieb.
Individuelle Biozidstrategie gefällig?
Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive

