Schlammkonditionierung mit Polymeren – bessere Flockenbildung und effiziente Schlammentwässerung
Maximale Entwässerungsleistung, minimale Entsorgungskosten

ALMA AQUA Schlammkonditionierung

Die Schlammkonditionierung ist ein Schlüsselprozess vor der mechanischen Entwässerung in Kammerfilterpressen, Zentrifugen oder Bandfilterpressen. Ziel ist es, die Partikel im Schlamm so zu verändern, dass sie größere, stabile Flocken bilden, die sich besser entwässern lassen.

Unser Portfolio umfasst:
Kationische Polymere – für organische Schlämme aus biologischen Stufen
Anionische Polymere – für mineralische oder anorganisch gefällte Schlämme
Kombinationsformulierungen für Mischschlämme
Hilfsadditive – zur Verbesserung der Filterdurchlässigkeit und Stabilisierung des TS-Gehalts
Konditionierungsmittel zur Vorbehandlung von Schwerentschlämmbaren oder fetthaltigen Schlämmen
Produktformen: Pulver, Emulsion oder gebrauchsfertige Lösungen – alle optimiert für schnelle Aktivierung und gleichmäßige Dosierung.

Gerne unterstützen wir Sie bei der fachgerechten Konditionierung Ihrer Abwasserschlämme!

Frank Kuntze

Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive

Warum die richtige Wahl entscheidend ist

Eine unzureichende oder falsche Schlammkonditionierung wirkt sich direkt auf die Betriebskosten und Prozessstabilität aus.
Hoher Restwassergehalt im Schlamm → erhöhte Entsorgungs- und Transportkosten
Instabile Filterkuchenstruktur → Filterdurchbrüche, ungleichmäßige Entwässerung
Überdosierung von Polymeren → unnötige Kosten und erhöhte Reststoffbelastung im Filtrat
Verstopfte Filtermedien durch feine Partikel oder instabile Flocken
Schwankende Entwässerungsergebnisse bei saisonalen oder prozessbedingten Zulaufschwankungen
Abwasserchemikalien, Flockungshilfsmittel, Membranchemikalien, Korrosionsschutzmittel und Biozide für Kühlwasserkreisläufe und Wärmenetze

Proof of Performance – Unsere Referenzen

Ihre Vorteile mit ALMA AQUA Schlammkonditionierung

Maßgeschneiderte Produktauswahl – auf Basis von Labor- und Praxistests
Stabile, große Flocken für optimale Entwässerung
Verbesserte Filterdurchlässigkeit & kürzere Entwässerungszyklen
Anpassung an schwankende Schlammzusammensetzung
Kompatibilität mit allen gängigen Entwässerungsmaschinen
OEM- und Private-Label-Lösungen verfügbar
Laborversuche für Wasseraufbereitungsanlagen

Service & Technik – alles aus einer Hand

Wir unterstützen Sie über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg:

Beratung & Systemaufnahme

Labor- und Praxistests

Online Monitoring & Softwarelösungen

Integrierte Dosier- und Regeltechnik

Automatisierte Additivnachversorgung

Auswertung & Berichtserstattung

Formulierungen & Kompatibilität

Verfügbar als Pulver, Emulsion oder gebrauchsfertige Lösung
Kompatibel mit gängigen Fällungsmitteln (Eisen-, Aluminium-, Kalkbasierend)
Einsetzbar in Bandfilter, Kammerfilterpressen, Zentrifugen, Siebtrommeln
Einsetzbar in biologischen, chemisch-physikalischen und Mischschlämmen

OEM & Private Label Lösungen

Exklusive Rezepturen oder Standardprodukte
Abfüllung & Etikettierung nach Kundendesign
Begleitdokumentation & Anwendungsempfehlung
Perfekt für Anlagenbauer, OEMs, Großhändler und internationale Distributoren
Technischer Support & Anlagenbegleitung

FAQ

Schlammkonditionierung ist die gezielte chemische Behandlung von Schlämmen, bevor sie in mechanischen Entwässerungsanlagen wie Kammerfilterpressen, Bandfilterpressen, Zentrifugen oder Siebtrommeln entwässert werden. Ziel ist es, die physikalischen Eigenschaften des Schlamms so zu verändern, dass er leichter Wasser abgibt und sich mechanisch effizienter verarbeiten lässt.

Dabei werden Polymere oder andere Additive eingesetzt, um die feinen Partikel zu größeren, stabilen Flocken zusammenzuführen. Dies reduziert den Restwassergehalt (erhöht den Trockenrückstand, TS) und sorgt für gleichmäßige Filterkuchenbildung.

Ohne wirksame Schlammkonditionierung entstehen typische Probleme:

  • Hoher Wasseranteil im Schlamm → hohe Entsorgungs- und Transportkosten

  • Instabile Entwässerungsergebnisse → schwankende TS-Werte

  • Mechanische Probleme in der Entwässerung → Verstopfung, Filterdurchbrüche

  • Erhöhter Energieverbrauch durch längere Entwässerungszyklen

Kurz gesagt: Die Schlammkonditionierung entscheidet über Kosten, Betriebssicherheit und Umweltkonformität einer Anlage.

Eine ungeeignete Konditionierung – sei es durch falsche Produktauswahl, unpassende Dosierstrategie oder fehlende Anpassung an den Schlamm – führt zu einer Kettenreaktion an Betriebsproblemen:

  • Hoher Restwassergehalt: Jeder Prozentpunkt weniger TS kann pro Jahr tausende Euro Mehrkosten für Entsorgung und Transport verursachen.

  • Instabile Filterkuchenstruktur: Flocken zerfallen, Filtrat trübt sich, Filtertücher setzen sich schneller zu.

  • Übermäßiger Polymerverbrauch: Falsche Ladungsdichte oder Molekulargewichte führen zu Überdosierungen ohne Leistungssteigerung.

  • Verstopfte Filtermedien: Feine Partikel oder Biofilme blockieren Filterporen, was Reinigungsaufwand und Stillstandszeiten erhöht.

  • Schwankende Ergebnisse bei wechselnder Zulaufzusammensetzung, z. B. saisonale Veränderungen oder Produktionsumstellungen.

  • Folgeschäden: Höhere Belastungen in nachgeschalteten Prozessen, z. B. durch unzureichend abgetrennte Feststoffe im Filtrat.

Diese Probleme summieren sich schnell zu erheblichen Mehrkosten und geringerer Anlagenverfügbarkeit.

Die Auswahl erfolgt bei ALMA AQUA systematisch und datenbasiert – nicht nach Zufallsprinzip oder Standardlisten. Unser Vorgehen:

  1. Analyse der Schlammcharakteristik

    • TS-Gehalt, Partikelgrößenverteilung, organischer/anorganischer Anteil

    • Oberflächenladung (Zeta-Potenzial) zur Bestimmung der optimalen Polymerladung

    • Einflussfaktoren wie pH-Wert, Temperatur, Salzgehalt

  2. Laborversuche (Jar Tests)

    • Simulation der Konditionierung mit verschiedenen Polymertypen (anionisch, kationisch, nichtionisch) und Molekulargewichten

    • Beobachtung von Flockenbildung, Filtrierbarkeit, Entwässerungsgeschwindigkeit

  3. Vor-Ort-Tests im Realbetrieb

    • Optimierung der Dosiermenge, Aktivierungszeit, Mischintensität

    • Prüfung verschiedener Dosierpunkte (vor/mittendrin/nach Fällung)

  4. Langzeitauswertung

    • Dokumentation von TS-Werten, Polymerverbrauch, Entwässerungsleistung

    • Anpassung der Parameter bei veränderten Zulaufbedingungen

Ergebnis: Ein maßgeschneidertes Konditionierungskonzept, das Kosten reduziert, Entwässerungsleistung steigert und Prozessstabilität sichert.

Unsere Produkte und Verfahren bieten mehr als nur „bessere Flocken“ – sie sind ein Gesamtkonzept zur Optimierung der Schlammbehandlung.

Direkte betriebliche Vorteile:

  • Höherer Trockenrückstand (TS) → weniger Wasser, weniger Entsorgungskosten

  • Stabile Filterkuchenstruktur → konstante Qualität, weniger Stillstände

  • Geringerer Chemikalienverbrauch durch gezielte Dosierung und passende Produktauswahl

  • Bessere Filtratqualität → geringere Belastung nachgeschalteter Stufen

  • Längere Standzeiten von Filtertüchern, Bändern und Zentrifugenkomponenten

Technische Vorteile durch unsere Vorgehensweise:

  • Maßgeschneiderte Produktauswahl basierend auf Labor- und Praxistests

  • Perfekte Abstimmung auf vorhandene Fällungsmittel und Prozessadditive

  • Anpassungsfähigkeit bei schwankender Schlammzusammensetzung

  • Integration in automatisierte Dosier- und Überwachungssysteme

Zusatznutzen:

  • Reduzierte Energiekosten durch kürzere Entwässerungszyklen

  • Erfüllung gesetzlicher Anforderungen durch stabile Prozessführung

  • Persönliche Betreuung durch erfahrene ALMA AQUA Verfahrenstechniker

ALMA AQUA bietet Konditionierungsmittel in drei Hauptformen an – jede mit spezifischen Vorteilen, abgestimmt auf Verbrauchsmenge, Lagerlogistik und Dosiertechnik:

  • Pulverprodukte

    • Hochkonzentriert (bis zu 100 % Wirkstoffgehalt) → sehr wirtschaftlich im Transport und in der Lagerung

    • Lange Lagerstabilität (bis zu 2 Jahre) bei trockener Lagerung

    • Ideal für große Entwässerungsanlagen mit kontinuierlichem Betrieb

    • Erfordert eine Polymeransatzstation zur Auflösung und Aktivierung vor der Dosierung

  • Emulsionsprodukte

    • Enthalten bereits teilweise gelöstes Polymer in Ölphase → schnelle Löslichkeit im Wasser

    • Geringere Aktivierungszeit als Pulver

    • Einfache Integration in vorhandene Dosierpumpensysteme

    • Gut geeignet für mittlere bis hohe Verbräuche und Anlagen mit häufigen An- und Abfahrvorgängen

  • Gebrauchsfertige Lösungen

    • Direkt dosierbar, ohne weitere Aufbereitung

    • Minimiert Bedienfehler und ist besonders für kleine Anlagen oder Pilotversuche geeignet

    • Ideal für Kunden, die keine eigene Ansatztechnik installieren möchten

Alle Produktformen sind in flexiblen Gebindegrößen (Kanister, Fässer, IBCs, Big Bags) erhältlich und können an die Anforderungen Ihrer Logistik und Dosiertechnik angepasst werden.

Ja – und zwar nicht nur als einmalige Beratung, sondern als kompletten Optimierungsprozess.
Unser technischer Support umfasst:

  1. Laboranalysen & Jar Tests zur Auswahl des optimalen Polymers und der Dosierparameter

  2. Vor-Ort-Optimierungen an Ihrer Entwässerungsanlage – Anpassung von Dosierstellen, Mischintensität, Aktivierungszeit

  3. Echtzeit-Datenerfassung der TS-Gehalte, Polymerverbräuche und Filtratqualität

  4. Integration in Automatisierungssysteme – von einfachen Dosierpumpen bis zu vollautomatischen Dosierstationen mit Online-Monitoring

  5. Schulung des Betriebspersonals, um Bedienfehler zu vermeiden und die langfristige Effizienz sicherzustellen

  6. Langzeitbetreuung mit regelmäßigen Auswertungen, Optimierungsvorschlägen und Anpassung an veränderte Schlammzusammensetzungen

Ziel: Maximale Entwässerungsleistung bei minimalen Kosten – dauerhaft.

Die Schlammbeschaffenheit ist einer der entscheidenden Faktoren für die Auswahl und Wirksamkeit eines Konditionierungsmittels:

  • Biologische Schlämme (z. B. aus Belebtschlammverfahren)

    • Enthalten viele organische Stoffe und Bakterienextrazellstoffe, die Wasser binden

    • Erfordern oft kationische Polymere mit höherer Ladungsdichte, um diese Bindung aufzubrechen

  • Chemisch gefällte Schlämme (z. B. aus Fällungs-/Flockungsanlagen)

    • Meist mineralisch, oft dichter und schwerer

    • Reagieren gut auf anionische oder nichtionische Polymere

  • Mischschlämme

    • Kombination aus organischen und anorganischen Komponenten

    • Benötigen oft spezielle Kombinationsformulierungen oder abgestufte Dosierstrategien

Zusätzlich beeinflussen pH-Wert, Salzgehalt, Temperatur und Partikelgröße die Effektivität. Deshalb führen wir immer Labor- und Praxistests durch, bevor wir eine Empfehlung aussprechen.

Eine optimale Konditionierung schützt die Mechanik und Filtermedien Ihrer Entwässerungsanlage:

  • Stabile Flocken → weniger feine Partikel im Filtrat, dadurch geringerer Abrieb an Filtertüchern, Sieben oder Zentrifugenkomponenten

  • Gleichmäßige Filterkuchenbildung → weniger punktuelle Belastungen, keine „Hotspots“ mit vorzeitigem Verschleiß

  • Weniger Reinigungszyklen → geringere Belastung durch Hochdruckreinigung, verlängerte Lebensdauer der Filtermedien

  • Konstanter Betrieb → weniger ungeplante Stillstände durch Verstopfungen oder Überläufe

In der Praxis können wir so die Lebensdauer von Filtertüchern um bis zu 50 % verlängern und gleichzeitig die Reinigungsintervalle reduzieren.

Die Aktivierungszeit ist der Zeitraum, den ein Polymer benötigt, um sich vollständig im Wasser zu entfalten und seine volle Flockungswirkung zu entwickeln.

  • Zu kurze Aktivierungszeit → Polymerketten sind noch nicht vollständig gelöst, Flockenbildung bleibt unvollständig, mehr Restwasser im Schlamm

  • Zu lange Aktivierungszeit → Polymerketten können mechanisch geschädigt oder teilweise abgebaut werden, Wirksamkeit sinkt

  • Optimale Aktivierungszeit → abhängig von Produkttyp, Konzentration, Wassertemperatur und Rührintensität

Wir ermitteln diesen Wert im Labor und in der Praxis und passen dann die Polymeransatzstation und das Dosiersystem so an, dass das Produkt exakt im richtigen Zustand in den Prozess gelangt.
Das spart bis zu 20 % Polymerverbrauch und sorgt für maximale Entwässerungseffizienz.

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Frank Kuntze

Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive