ALMA AQUA Korrosionsschutzadditive
Sie haben ein Korrosionsproblem? Wir helfen weiter.
Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive
Warum Korrosionsschutz unverzichtbar ist
Proof of Performance – Unsere Referenzen






Ihre Vorteile mit ALMA AQUA Korrosionsschutz
Service & Technik – alles aus einer Hand
Beratung & Systemaufnahme
Analytik & Feldversuche
Online Monitoring & Softwarelösungen
Integrierte Dosier- und Regeltechnik
Automatisierte Additivnachversorgung
Auswertung & Berichtserstattung
Formulierungen & Kompatibilität
OEM & Private Label Lösungen
FAQ
Wie finde ich den passenden Korrosionsinhibitor für mein System?
Die Auswahl des richtigen Korrosionsinhibitors hängt von verschiedenen Faktoren ab: Wasserbeschaffenheit (Härte, Leitfähigkeit, pH-Wert, Sauerstoffgehalt), Materialkombination (Stahl, Kupfer, Aluminium, verzinkte Komponenten), Temperaturbereich, Anlagenart (offen/geschlossen), sowie regulatorischen Anforderungen (z. B. VDI 2035, DGRL, 42. BImSchV).
Unsere Experten analysieren diese Parameter in Kombination mit Ihrer Betriebsweise (Umlaufzeit, Nachspeisemenge, Druckverhältnisse) und empfehlen daraus die passende ALMA AQUA Rezeptur. Alternativ kann auch eine Laboranalyse mit unserer hauseigenen Analytik beauftragt werden. Für Standardanwendungen stehen erprobte Kombinationsprodukte zur Verfügung, für komplexe Fälle entwickeln wir individuelle Additivkonzepte – auf Wunsch mit Monitoring und Dosiersteuerung.
Sind die Produkte mit Edelstahl, Aluminium oder verzinkten Bauteilen kompatibel?
Ja. Unsere Korrosionsinhibitoren sind so formuliert, dass sie mit allen gängigen Materialien in wasserführenden Anlagen kompatibel sind – dazu zählen Edelstahl, Kupfer, Aluminium, verzinkter Stahl, Messing und gängige Kunststoffe. Bei empfindlichen Materialien wie Aluminium oder Zinklegierungen ist die Auswahl des Inhibitors besonders kritisch, da sich diese Metalle bereits bei leicht sauren oder stark alkalischen Bedingungen angreifen lassen.
Wir bieten speziell pH-neutrale oder pH-gestützte Rezepturen, die mit Mischinstallationen gut verträglich sind. Für Anlagen mit gemischten Werkstoffen (z. B. Kupfer-Stahl-Kombinationen) kommen auch azolehaltige Formulierungen zum Einsatz, um galvanische Effekte zu verhindern. In Sonderfällen prüfen wir die Materialverträglichkeit direkt im Labor oder empfehlen passende Schutzmaßnahmen.
Wie lange wirken Korrosionsinhibitoren?
Unsere Korrosionsinhibitoren sind für den Langzeiteinsatz unter realen Betriebsbedingungen ausgelegt. Die Wirkdauer hängt von verschiedenen Faktoren ab: z. B. Wasserumsatz, Sauerstoffeintrag, Nachspeisemenge, Temperatur, Verschleppung und Bioaktivität im System.
Bei geschlossenen Systemen kann die Schutzwirkung über mehrere Monate bis Jahre aufrechterhalten werden, sofern die Konzentration regelmäßig überwacht und nachdosiert wird. In offenen Kreisläufen mit ständiger Verdunstung und Frischwassereintrag empfehlen wir eine kontinuierliche Dosierung – ergänzt durch eine Online-Messung oder regelmäßige Laboranalyse.
Unsere ALMA AQUA Systeme lassen sich mit Monitoringsoftware und automatisierter Dosiertechnik koppeln, um die Schutzwirkung konstant zu halten. Die Lebensdauer hängt somit nicht nur vom Produkt, sondern auch von der Prozessführung ab.
Sind Ihre Produkte konform mit VDI 2035 oder DGRL?
Ja – unsere Korrosionsschutzadditive erfüllen die Anforderungen an die technische Regelkonformität, die z. B. in der VDI 2035 Blatt 1 & 2 für Heiz- und Wasserkreisläufe, in der Druckgeräterichtlinie (DGRL) oder der 42. BImSchV definiert sind.
Bei Heizungsanlagen achten wir auf niedrige Leitfähigkeit, ausgewogenen pH-Wert und hohe Materialverträglichkeit – insbesondere in geschlossenen Systemen mit Aluminium oder verzinktem Stahl. In Fernwärmeanlagen verwenden wir geprüfte Additive mit dokumentierter Langzeitwirkung und Stabilität. Für Anlagen mit Trinkwasserkontakt (z. B. Speicherladesysteme, Plattenwärmetauscher) liefern wir DVGW-konforme Varianten oder beraten zu alternativen Schutzstrategien.
Auf Wunsch stellen wir Ihnen alle Produktsicherheitsdaten, Normverweise und Nachweise zur Verfügung. Unsere technische Beratung unterstützt Sie zudem bei der regelkonformen Auslegung der Wasserqualität.
Sind phosphatfreie oder biologisch abbaubare Produkte verfügbar?
Ja – wir bieten eine breite Auswahl an phosphatfreien, phosphonatarmen und biologisch abbaubaren Inhibitorformulierungen, die besonders in umweltsensiblen Bereichen oder bei Entsorgungsbeschränkungen (z. B. Direkteinleitung) eingesetzt werden können.
Phosphonatfreie Produkte eignen sich auch für Systeme mit strikten Abwassergrenzwerten oder für Branchen mit hohem Umweltbewusstsein (z. B. Lebensmittel- oder Pharmaindustrie). Als Alternative setzen wir z. B. Molybdate, Silikate oder organische Dispergatoren ein – mit sehr guter Schutzwirkung, auch bei schwankenden Betriebsbedingungen.
Wir beraten Sie gern, welche umweltgerechte Lösung technisch sinnvoll und regulatorisch zulässig ist – inklusive aller Nachweisdokumente für Behörden oder interne QS-Prozesse.
Kann ich Korrosionsschutz mit anderen Additiven kombinieren?
Ja – viele unserer Produkte sind sogenannte Multifunktionsformulierungen, die Korrosionsschutz mit weiteren Funktionen kombinieren: z. B. Härtestabilisierung, Biofilmkontrolle, Dispergierung oder pH-Pufferung.
Solche Produkte sind besonders effizient in Systemen, in denen mehrere Belastungen gleichzeitig auftreten – z. B. Sauerstoffeintrag, Kalkablagerung und mikrobielle Belastung. Wichtig ist allerdings, dass Kompatibilität und Wirkstoffstabilität gewährleistet sind – insbesondere bei Additiven mit Biozidwirkung oder Reinigungszusätzen.
Unsere Beratung klärt für Sie, welche Additive kombinierbar sind, und wir liefern ggf. maßgeschneiderte Komplettformulierungen, abgestimmt auf Ihr System. Die Kompatibilität wird bei uns standardmäßig analytisch geprüft.
Bieten Sie auch technische Unterstützung vor Ort oder online?
Ja – unser technisches Service-Team unterstützt Sie bundesweit und international bei allen Aufgaben rund um Korrosionsschutz und Wassermanagement. Wir bieten:
- Vor-Ort-Besichtigungen & Beratungstermine
Labor- und Feldanalytik (z. B. Eisenmessung, Coupons, Mikroskopie)
Inbetriebnahme von Dosier- und Überwachungstechnik
Online-Monitoring & digitale Trendauswertung
Remote-Support & Online-Schulungen
Sie erhalten von uns eine ganzheitliche Betreuung – von der Produktwahl bis zum stabilen Anlagenbetrieb. Auch bei Störungen oder Abweichungen reagieren wir schnell und lösungsorientiert. Ihr Vorteil: Alle Leistungen aus einer Hand – inklusive Additivlieferung, Technik und digitaler Dokumentation.
Welche Wirkstoffsysteme setzen Sie in Ihren Korrosionsinhibitoren ein – und wann ist welches System geeignet?
Unsere ALMA AQUA Korrosionsinhibitoren basieren auf einer sorgfältig abgestimmten Auswahl von Wirkstoffsystemen, die je nach Anwendung, Wasserqualität und Werkstoffkombination individuell kombiniert werden. Dabei kommen folgende Gruppen zum Einsatz:
Phosphate / Phosphonate: Diese Additive bilden auf Metalloberflächen schützende Passivschichten und sind besonders effektiv bei Stahl und Eisenlegierungen. Phosphonate wirken zusätzlich als Härtestabilisatoren und sind daher ideal bei hohen Gesamthärtewerten. Nachteilig ist, dass sie in bestimmten Anwendungen zur Wassersteinbildung (insbesondere bei hohen Temperaturen) führen können.
Molybdate und Silikate: Sie bilden stabile Korrosionsschutzfilme, auch bei schwankenden pH-Werten. Besonders vorteilhaft ist ihre geringe Toxizität – ein Vorteil für Branchen mit strengen Umweltauflagen oder in geschlossenen Systemen. Molybdate eignen sich gut für empfindliche Anwendungen wie Fernwärme oder Rechenzentren.
Azole (z. B. Benzotriazol, Tolytriazol): Diese Wirkstoffe schützen gezielt Kupfer und Kupferlegierungen – entweder als Einzelkomponente oder eingebunden in Mehrkomponenten-Inhibitoren. Sie sind unverzichtbar in Mischsystemen mit Messing, Bronze oder Rotguss.
Polymere & Dispergatoren: Sie dienen zur Schmutzstabilisierung und verhindern Ablagerungen durch Rostpartikel oder Schwebstoffe. In Kombination mit Korrosionsinhibitoren verbessern sie die Schichtbildung und Systemstabilität.
Amin- oder Nitritbasierte Systeme: Diese sind speziell für Hochtemperaturanwendungen wie industrielle Dampfkessel oder Fernwärmenetze geeignet. Aufgrund ihrer Reaktivität und der fehlenden Trinkwassertauglichkeit sind sie für sensible Anwendungen (z. B. Lebensmittel, Pharma) jedoch nur eingeschränkt einsetzbar.
Unsere Produktauswahl berücksichtigt stets Werkstoff, Systemtyp, Temperaturbereich, pH-Wert, Normvorgaben sowie Umweltanforderungen. Wir beraten Sie gerne individuell zur optimalen Wirkstoffstrategie für Ihre Anlage.
Wie unterscheiden sich Korrosionsinhibitoren für offene und geschlossene Systeme?
Offene und geschlossene Kreisläufe stellen sehr unterschiedliche Anforderungen an den Korrosionsschutz:
Offene Kühlkreisläufe (z. B. Rückkühlwerke, Nasskühltürme) sind durch den ständigen Kontakt mit Sauerstoff und Verdunstungsverluste besonders anfällig für Sauerstoffkorrosion, Härteausfällung und Biofouling. Hier kommen meist Multifunktionsinhibitoren zum Einsatz – häufig mit Phosphonaten, Dispergatoren und Biozidkomponenten kombiniert. Die Schutzfilme müssen sich schnell ausbilden und auch bei Frischwasserzufuhr stabil bleiben.
Geschlossene Systeme (z. B. Heizung, Kaltwasser, Fernwärme) sind im Gegensatz dazu sauerstoffarm und volumenstabil, aber empfindlich gegenüber Diffusionskorrosion, pH-Schwankungen und Mikroangriffen durch CO₂ oder aggressive Medien. Hier setzen wir O₂-Binder (z. B. Sulfit), pH-stabilisierende Inhibitoren, Silikate oder Molybdate ein. Auch Azole spielen eine Rolle, insbesondere bei Systemen mit Kupferanteil.
Zudem müssen Inhibitoren für geschlossene Systeme oft über sehr lange Standzeiten stabil bleiben, ohne die Wärmetauscherleistung zu beeinträchtigen. In der Fernwärme oder bei Mischinstallationen (Stahl, Kupfer, Kunststoff) ist auch die Materialverträglichkeit ein entscheidender Faktor.
Unsere ALMA AQUA Lösungen werden anwendungsspezifisch formuliert und lassen sich auf Wunsch mit Online-Überwachung und automatischer Nachdosierung kombinieren – für maximale Betriebssicherheit und Planbarkeit.
Für welche Anwendungen bietet ALMA AQUA Korrosionsinhibitoren an?
Unsere Korrosionsschutzadditive decken ein breites Anwendungsspektrum in industriellen und technischen Wassersystemen ab. Die Auswahl erfolgt stets auf Basis von Systemart, Werkstoffkombination, Temperaturbereich und Regulatorik.
Wir liefern u. a. geeignete Korrosionsinhibitoren für:
Prozess- und Kühlwassersysteme in der Industrie (z. B. Chemie, Lebensmittel, Metallverarbeitung, Energieversorgung)
Offene, halboffene und geschlossene Wassersysteme, z. B. Rückkühlwerke, Kühlkreisläufe, Heiz- und Klimasysteme
Heißwasser- und Heizsysteme, einschließlich Fernwärmenetze mit erhöhtem Temperaturniveau
Kreisläufe mit Glykol oder Frostschutzgemischen, wie sie häufig in Kälte- oder Gebäudetechnik eingesetzt werden
Trinkwassersysteme (nur mit zugelassenen Wirkstoffen, z. B. phosphatfreie, DVGW-konforme Formulierungen)
Sprinkleranlagen, die spezielle Anforderungen an Stabilität und Materialverträglichkeit stellen
Nasswäscher- und Nassabscheidersysteme, bei denen es auf chemische Stabilität und geringe Schaumbildung ankommt
Und viele weitere technische Systeme wie Wärmetauscherkreisläufe, Gasmotorenkühlung, Teststände, Hydraulikkühlung etc.
Durch die hohe Variantenvielfalt können wir individuelle Lösungen anbieten – sowohl für Neuanlagen, als auch für Bestandsoptimierungen, OEM-Systeme oder Sonderanwendungen. Sprechen Sie uns gerne an!
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Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive

