ALMA AQUA Schlammkonditionierung
Gerne unterstützen wir Sie bei der fachgerechten Konditionierung Ihrer Abwasserschlämme!
Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive
Warum die richtige Wahl entscheidend ist
Proof of Performance – Unsere Referenzen






Ihre Vorteile mit ALMA AQUA Schlammkonditionierung
Service & Technik – alles aus einer Hand
Beratung & Systemaufnahme
Labor- und Praxistests
Online Monitoring & Softwarelösungen
Integrierte Dosier- und Regeltechnik
Automatisierte Additivnachversorgung
Auswertung & Berichtserstattung
Formulierungen & Kompatibilität
OEM & Private Label Lösungen
FAQ
Was versteht man unter Schlammkonditionierung und warum ist sie so wichtig?
Schlammkonditionierung ist die gezielte chemische Behandlung von Schlämmen, bevor sie in mechanischen Entwässerungsanlagen wie Kammerfilterpressen, Bandfilterpressen, Zentrifugen oder Siebtrommeln entwässert werden. Ziel ist es, die physikalischen Eigenschaften des Schlamms so zu verändern, dass er leichter Wasser abgibt und sich mechanisch effizienter verarbeiten lässt.
Dabei werden Polymere oder andere Additive eingesetzt, um die feinen Partikel zu größeren, stabilen Flocken zusammenzuführen. Dies reduziert den Restwassergehalt (erhöht den Trockenrückstand, TS) und sorgt für gleichmäßige Filterkuchenbildung.
Ohne wirksame Schlammkonditionierung entstehen typische Probleme:
Hoher Wasseranteil im Schlamm → hohe Entsorgungs- und Transportkosten
Instabile Entwässerungsergebnisse → schwankende TS-Werte
Mechanische Probleme in der Entwässerung → Verstopfung, Filterdurchbrüche
Erhöhter Energieverbrauch durch längere Entwässerungszyklen
Kurz gesagt: Die Schlammkonditionierung entscheidet über Kosten, Betriebssicherheit und Umweltkonformität einer Anlage.
Welche Probleme entstehen, wenn der Schlamm nicht richtig konditioniert wird?
Eine ungeeignete Konditionierung – sei es durch falsche Produktauswahl, unpassende Dosierstrategie oder fehlende Anpassung an den Schlamm – führt zu einer Kettenreaktion an Betriebsproblemen:
Hoher Restwassergehalt: Jeder Prozentpunkt weniger TS kann pro Jahr tausende Euro Mehrkosten für Entsorgung und Transport verursachen.
Instabile Filterkuchenstruktur: Flocken zerfallen, Filtrat trübt sich, Filtertücher setzen sich schneller zu.
Übermäßiger Polymerverbrauch: Falsche Ladungsdichte oder Molekulargewichte führen zu Überdosierungen ohne Leistungssteigerung.
Verstopfte Filtermedien: Feine Partikel oder Biofilme blockieren Filterporen, was Reinigungsaufwand und Stillstandszeiten erhöht.
Schwankende Ergebnisse bei wechselnder Zulaufzusammensetzung, z. B. saisonale Veränderungen oder Produktionsumstellungen.
Folgeschäden: Höhere Belastungen in nachgeschalteten Prozessen, z. B. durch unzureichend abgetrennte Feststoffe im Filtrat.
Diese Probleme summieren sich schnell zu erheblichen Mehrkosten und geringerer Anlagenverfügbarkeit.
Wie finde ich das richtige Konditionierungsmittel für meine Anlage?
Die Auswahl erfolgt bei ALMA AQUA systematisch und datenbasiert – nicht nach Zufallsprinzip oder Standardlisten. Unser Vorgehen:
Analyse der Schlammcharakteristik
TS-Gehalt, Partikelgrößenverteilung, organischer/anorganischer Anteil
Oberflächenladung (Zeta-Potenzial) zur Bestimmung der optimalen Polymerladung
Einflussfaktoren wie pH-Wert, Temperatur, Salzgehalt
Laborversuche (Jar Tests)
Simulation der Konditionierung mit verschiedenen Polymertypen (anionisch, kationisch, nichtionisch) und Molekulargewichten
Beobachtung von Flockenbildung, Filtrierbarkeit, Entwässerungsgeschwindigkeit
Vor-Ort-Tests im Realbetrieb
Optimierung der Dosiermenge, Aktivierungszeit, Mischintensität
Prüfung verschiedener Dosierpunkte (vor/mittendrin/nach Fällung)
Langzeitauswertung
Dokumentation von TS-Werten, Polymerverbrauch, Entwässerungsleistung
Anpassung der Parameter bei veränderten Zulaufbedingungen
Ergebnis: Ein maßgeschneidertes Konditionierungskonzept, das Kosten reduziert, Entwässerungsleistung steigert und Prozessstabilität sichert.
Welche Vorteile bietet die ALMA AQUA Schlammkonditionierung?
Unsere Produkte und Verfahren bieten mehr als nur „bessere Flocken“ – sie sind ein Gesamtkonzept zur Optimierung der Schlammbehandlung.
Direkte betriebliche Vorteile:
Höherer Trockenrückstand (TS) → weniger Wasser, weniger Entsorgungskosten
Stabile Filterkuchenstruktur → konstante Qualität, weniger Stillstände
Geringerer Chemikalienverbrauch durch gezielte Dosierung und passende Produktauswahl
Bessere Filtratqualität → geringere Belastung nachgeschalteter Stufen
Längere Standzeiten von Filtertüchern, Bändern und Zentrifugenkomponenten
Technische Vorteile durch unsere Vorgehensweise:
Maßgeschneiderte Produktauswahl basierend auf Labor- und Praxistests
Perfekte Abstimmung auf vorhandene Fällungsmittel und Prozessadditive
Anpassungsfähigkeit bei schwankender Schlammzusammensetzung
Integration in automatisierte Dosier- und Überwachungssysteme
Zusatznutzen:
Reduzierte Energiekosten durch kürzere Entwässerungszyklen
Erfüllung gesetzlicher Anforderungen durch stabile Prozessführung
Persönliche Betreuung durch erfahrene ALMA AQUA Verfahrenstechniker
Welche Produktformen gibt es für Schlammkonditionierungsmittel?
ALMA AQUA bietet Konditionierungsmittel in drei Hauptformen an – jede mit spezifischen Vorteilen, abgestimmt auf Verbrauchsmenge, Lagerlogistik und Dosiertechnik:
Pulverprodukte
Hochkonzentriert (bis zu 100 % Wirkstoffgehalt) → sehr wirtschaftlich im Transport und in der Lagerung
Lange Lagerstabilität (bis zu 2 Jahre) bei trockener Lagerung
Ideal für große Entwässerungsanlagen mit kontinuierlichem Betrieb
Erfordert eine Polymeransatzstation zur Auflösung und Aktivierung vor der Dosierung
Emulsionsprodukte
Enthalten bereits teilweise gelöstes Polymer in Ölphase → schnelle Löslichkeit im Wasser
Geringere Aktivierungszeit als Pulver
Einfache Integration in vorhandene Dosierpumpensysteme
Gut geeignet für mittlere bis hohe Verbräuche und Anlagen mit häufigen An- und Abfahrvorgängen
Gebrauchsfertige Lösungen
Direkt dosierbar, ohne weitere Aufbereitung
Minimiert Bedienfehler und ist besonders für kleine Anlagen oder Pilotversuche geeignet
Ideal für Kunden, die keine eigene Ansatztechnik installieren möchten
Alle Produktformen sind in flexiblen Gebindegrößen (Kanister, Fässer, IBCs, Big Bags) erhältlich und können an die Anforderungen Ihrer Logistik und Dosiertechnik angepasst werden.
Bieten Sie Unterstützung bei der Optimierung der Entwässerung an?
Ja – und zwar nicht nur als einmalige Beratung, sondern als kompletten Optimierungsprozess.
Unser technischer Support umfasst:
Laboranalysen & Jar Tests zur Auswahl des optimalen Polymers und der Dosierparameter
Vor-Ort-Optimierungen an Ihrer Entwässerungsanlage – Anpassung von Dosierstellen, Mischintensität, Aktivierungszeit
Echtzeit-Datenerfassung der TS-Gehalte, Polymerverbräuche und Filtratqualität
Integration in Automatisierungssysteme – von einfachen Dosierpumpen bis zu vollautomatischen Dosierstationen mit Online-Monitoring
Schulung des Betriebspersonals, um Bedienfehler zu vermeiden und die langfristige Effizienz sicherzustellen
Langzeitbetreuung mit regelmäßigen Auswertungen, Optimierungsvorschlägen und Anpassung an veränderte Schlammzusammensetzungen
Ziel: Maximale Entwässerungsleistung bei minimalen Kosten – dauerhaft.
Wie wirkt sich die Schlammbeschaffenheit auf die Konditionierung aus?
Die Schlammbeschaffenheit ist einer der entscheidenden Faktoren für die Auswahl und Wirksamkeit eines Konditionierungsmittels:
Biologische Schlämme (z. B. aus Belebtschlammverfahren)
Enthalten viele organische Stoffe und Bakterienextrazellstoffe, die Wasser binden
Erfordern oft kationische Polymere mit höherer Ladungsdichte, um diese Bindung aufzubrechen
Chemisch gefällte Schlämme (z. B. aus Fällungs-/Flockungsanlagen)
Meist mineralisch, oft dichter und schwerer
Reagieren gut auf anionische oder nichtionische Polymere
Mischschlämme
Kombination aus organischen und anorganischen Komponenten
Benötigen oft spezielle Kombinationsformulierungen oder abgestufte Dosierstrategien
Zusätzlich beeinflussen pH-Wert, Salzgehalt, Temperatur und Partikelgröße die Effektivität. Deshalb führen wir immer Labor- und Praxistests durch, bevor wir eine Empfehlung aussprechen.
Wie kann die richtige Konditionierung die Standzeiten von Entwässerungsmaschinen verlängern?
Eine optimale Konditionierung schützt die Mechanik und Filtermedien Ihrer Entwässerungsanlage:
Stabile Flocken → weniger feine Partikel im Filtrat, dadurch geringerer Abrieb an Filtertüchern, Sieben oder Zentrifugenkomponenten
Gleichmäßige Filterkuchenbildung → weniger punktuelle Belastungen, keine „Hotspots“ mit vorzeitigem Verschleiß
Weniger Reinigungszyklen → geringere Belastung durch Hochdruckreinigung, verlängerte Lebensdauer der Filtermedien
Konstanter Betrieb → weniger ungeplante Stillstände durch Verstopfungen oder Überläufe
In der Praxis können wir so die Lebensdauer von Filtertüchern um bis zu 50 % verlängern und gleichzeitig die Reinigungsintervalle reduzieren.
Welche Rolle spielt die Aktivierungszeit des Polymers bei der Schlammkonditionierung?
Die Aktivierungszeit ist der Zeitraum, den ein Polymer benötigt, um sich vollständig im Wasser zu entfalten und seine volle Flockungswirkung zu entwickeln.
Zu kurze Aktivierungszeit → Polymerketten sind noch nicht vollständig gelöst, Flockenbildung bleibt unvollständig, mehr Restwasser im Schlamm
Zu lange Aktivierungszeit → Polymerketten können mechanisch geschädigt oder teilweise abgebaut werden, Wirksamkeit sinkt
Optimale Aktivierungszeit → abhängig von Produkttyp, Konzentration, Wassertemperatur und Rührintensität
Wir ermitteln diesen Wert im Labor und in der Praxis und passen dann die Polymeransatzstation und das Dosiersystem so an, dass das Produkt exakt im richtigen Zustand in den Prozess gelangt.
Das spart bis zu 20 % Polymerverbrauch und sorgt für maximale Entwässerungseffizienz.
Technische Beratung gewünscht? Jetzt anfragen!
Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive

