Sauerstoffbinder für Kesselanlage – reduziert gelösten Sauerstoff und verhindert Korrosion im Speisewasser
Technisch abgestimmte Sauerstoffbindung für Ihre Anlage

Sauerstoffbinder und Reduktionsmittel

ALMA AQUA Sauerstoffbinder und Reduktionsmittel entfernen gelösten Sauerstoff und oxidierende Reststoffe aus Wasser –ob Kesselwasser, Heißwasser, Fernwärme oder Speisewasser. Gelöster Sauerstoff im Wasser kann zu massiver Korrosion an Stahl, Kupfer, Aluminium und weiteren Werkstoffen führen – besonders bei erhöhten Temperaturen und Drücken. Unsere Reduktionsmittel binden freien O₂ reaktiv, rückstandsfrei und schnell, um Korrosionsprozesse nachhaltig zu stoppen.

Unser Portfolio umfasst:
Sauerstoffbinder auf Sulfit- und Hydrazinbasis
Alternativen wie DEHA, Erythorbinsäure und Carbohydrazid
Formulierungen mit pH-Pufferung oder Kombiwirkung
Produkte mit FDA-/BfR-Konformität für sensible Anwendungen
Speziallösungen für Heißwasser- und Fernwärmenetze

Korrosionsprobleme durch gelösten Sauerstoff? Wir helfen weiter!

Frank Kuntze

Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive

Warum Sauerstoffbinder unverzichtbar sind

Selbst geringe Mengen an O₂ (ab 0,02 mg/l) im Wasser genügen, um elektrochemische Korrosion auszulösen – insbesondere in geschlossenen, warmen oder druckbelasteten Systemen. Häufige Folgen:
Lochfraß an Stahlleitungen
Leistungsabfall in Kessel- und Fernwärmeanlagen
Anlagenschäden & erhöhte Wartungskosten
Bildung von Rost, Magnetit und Schlämmen
Verstöße gegen VDI 2035, DGRL oder WHG
Sauerstoffbinder reduzieren die O₂-Konzentration im Wasser unter kritische Schwellenwerte (meist <0,01 mg/l) und sorgen so für dauerhafte Betriebssicherheit und Normkonformität.
Abwasserchemikalien, Flockungshilfsmittel, Membranchemikalien, Korrosionsschutzmittel und Biozide für Kühlwasserkreisläufe und Wärmenetze

Proof of Performance – Unsere Referenzen

Ihre Vorteile mit ALMA AQUA Sauerstoffbindern

Schnell reagierende, temperaturstabile Wirkstoffe
Reduktion von Korrosionspotenzial & Oxidationsreaktionen
Produktauswahl gemäß VDI 2035, DGRL & Anlagenspezifikation
Kompatibel mit pH-Regulierung, Inhibitoren und Dosiertechnik
Geringe Dosiermengen bei hoher Effizienz
Optional biologisch abbaubar oder BfR-/FDA-konform
Laborversuche für Wasseraufbereitungsanlagen

Service & Technik – alles aus einer Hand

Wir unterstützen Sie über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg:

Beratung & Systemaufnahme

Analytik & Feldversuche

Online Monitoring & Softwarelösungen

Integrierte Dosier- und Regeltechnik

Automatisierte Additivnachversorgung

Auswertung & Berichtserstattung

Formulierungen & Kompatibilität

Flüssigkonzentrate oder stabilisierte Mischformeln
Varianten für hohe Temperaturen (bis 260 °C) und hohen Druck
Sauerstoffbinder mit flüchtigen Komponenten für Dampfsysteme (z. B. DEHA, Morpholin)
Kompatibel mit Korrosionsinhibitoren, pH-Stabilisatoren & Online-Überwachung
Auf Wunsch: phosphatfrei, schwermetallfrei, umweltgerech

OEM & Private Label Lösungen

Exklusive Rezepturen oder Standardprodukte
Abfüllung & Etikettierung nach Kundendesign
Begleitdokumentation & Anwendungsempfehlung
Perfekt für Anlagenbauer, OEMs, Großhändler und internationale Distributoren
Technischer Support & Anlagenbegleitung

FAQ

Sauerstoffbinder (Reduktionsmittel) dienen der gezielten Entfernung von gelöstem Sauerstoff (O₂) aus Wasser, um Korrosion an metallischen Werkstoffen zu verhindern. Bereits geringe Konzentrationen von <0,1 mg/l O₂ reichen aus, um Lochfraß, Magnetitbildung und Materialzersetzung zu verursachen – vor allem in Heißwasser- und Dampfanlagen, wo Temperatur und Druck die Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen.

Sauerstoffbinder wirken chemisch, indem sie O₂ zu harmlosen Reaktionsprodukten (z. B. Sulfat) umwandeln. Das Resultat: Korrosionsschutz, geringere Instandhaltungskosten und normgerechter Betrieb – insbesondere in Kesselanlagen, Fernwärmesystemen oder Speisewasseraufbereitungen.

Je nach Anwendung, Temperatur, Werkstoff und regulatorischen Anforderungen setzen wir u. a. folgende Wirkstoffe ein:

  • Natriumsulfit / Natriumhydrogensulfit – bewährt, schnell wirksam bei Temperaturen >60 °C

  • DEHA (Diethylhydroxylamin) – flüchtig, ideal für Dampfkreisläufe, schützt auch Kondensatleitungen

  • Hydrazin – sehr reaktiv, aber toxisch – nur noch in Ausnahmefällen, z. B. bei Hochdruckkesseln

  • Carbohydrazid – ungiftige Hydrazin-Alternative mit ähnlicher Wirkung

  • Erythorbinsäure / Ascorbinsäure – biologisch abbaubar, besonders für Lebensmittel & Pharma geeignet

Wir beraten individuell bei der Auswahl des richtigen Wirkstoffs und berücksichtigen dabei auch Umweltauflagen, Materialverträglichkeit und Normen wie VDI 2035 oder DGRL.

Die Reaktionsgeschwindigkeit hängt vom Wirkstoff, der Temperatur, dem pH-Wert und der Mischintensität ab. Sulfit-basierte Produkte wirken typischerweise ab ca. 60 °C sehr schnell, während DEHA und Carbohydrazid auch in niedrigen Temperaturbereichen aktiv sind, aber eine längere Kontaktzeit benötigen.

Flüchtige Komponenten wie DEHA wirken zusätzlich im Dampfbereich, wo sie über Kondensation auch das Kondensatnetz vor Korrosion schützen. Für schnelle Wirkung ist eine gute Durchmischung und exakte Dosierung entscheidend – idealerweise überwacht über eine Online-Sauerstoffmessung.

Unsere Sauerstoffbinder kommen in vielen industriellen und gewerblichen Anwendungen zum Einsatz, z. B.:

  • Kesselanlagen (Dampf- und Heißwasserkessel)

  • Fernwärmenetze & Nahwärmesysteme

  • Heißwasserspeicher und Großwassererwärmer

  • Speisewasser- und Kondensataufbereitung

  • Rein- und Prozesswasseranlagen mit O₂-sensibler Chemie

  • Kaltwassersysteme mit O₂-Diffusion über Kunststoffleitungen

Besonders kritisch ist Sauerstoff in geschlossenen Systemen mit Stahl-, Guss- oder Kupferbauteilen – hier schützt die Sauerstoffbindung effektiv vor Mikro- und Kontaktkorrosion.

Die Dosierung richtet sich nach:

  • O₂-Gehalt im Roh- oder Speisewasser

  • Anlagengröße und Betriebsvolumen

  • Temperatur und Strömungsverhältnissen

  • Verbrauch durch chemische Reaktionen (z. B. mit Eisen)

Typische Zielwerte für Kesselanlagen: <0,02 mg/l gelöster Sauerstoff. Die Dosierung erfolgt meist kontinuierlich, z. B. über Dosierpumpen in den Speisewassertank oder Vorlauf. Bei flüchtigen Produkten wie DEHA wird zusätzlich die Dampfverteilung berücksichtigt.

Unsere Fachberater erstellen eine exakte Dosierberechnung und liefern auf Wunsch eine automatisierte Dosier- und Überwachungseinheit.

Ja – unsere Sauerstoffbinder sind voll kompatibel mit:

  • pH-Stabilisatoren & Alkalisierungsmitteln

  • Korrosionsinhibitoren (z. B. Molybdate, Phosphate, Amine)

  • Antiscalants & Härtestabilisatoren

  • Dispergatoren & Reinigungschemikalien

Bei Dampfsystemen achten wir besonders auf die Verträglichkeit mit flüchtigen Bestandteilen, um Dampfqualität, Kondensatführung und Werkstoffschutz zu gewährleisten. In sensiblen Anlagen prüfen wir die Wechselwirkungen im Labor oder direkt im Probebetrieb.

Der Einsatz von Sauerstoffbindern unterliegt verschiedenen technischen Regeln und gesetzlichen Anforderungen:

  • VDI 2035 Blatt 1 & 2: Definiert zulässige O₂-Konzentrationen in Heiz- und Kesselwasser. Zielwert: <0,02 mg/l

  • DGRL (Druckgeräterichtlinie): Relevanz für Werkstoffauswahl & Betriebsweise bei Kesselanlagen

  • TrinkwasserVO / BfR: Für Anlagen mit Trinkwasserkontakt (z. B. Speicherladesysteme) dürfen nur geprüfte Wirkstoffe eingesetzt werden

  • TA Luft / WHG: Vorgaben zur Entsorgung von konditioniertem Wasser – v. a. bei sulfithaltigen Produkten

Unsere Produkte erfüllen diese Vorgaben. Wir unterstützen Sie mit:
Sicherheitsdatenblättern
Regelwerksreferenzen & Prüfzeugnissen
Protokollen zur normgerechten Anwendung

Ja. Wir bieten alternative Sauerstoffbinder, die:

  • biologisch abbaubar (z. B. Erythorbinsäure)

  • hydrazinfrei / schwermetallfrei

  • DVGW- oder FDA-/BfR-konform

  • AOX-frei und nicht toxisch für aquatische Systeme sind

Diese Produkte eignen sich ideal für Lebensmittelbetriebe, Pharmaanwendungen, sensible Fernwärmesysteme oder Anlagen mit hohen Umwelt- und Arbeitsschutzstandards. Sie bieten eine gute Sauerstoffbindung bei gleichzeitig minimaler Restbelastung im Abwasser.

Der Bedarf an Sauerstoffbindern besteht immer dann, wenn freier, gelöster Sauerstoff (O₂) im Wasser vorhanden ist – besonders kritisch in:

  • Kesselanlagen & Dampfsystemen

  • Fernwärme- und Heißwasserkreisläufen

  • Speisewasseraufbereitung & Kondensatrückführung

  • Reinwasser-/VE-Anlagen mit O₂-Eintrag durch Belüftung oder Diffusion

Typische Anzeichen für einen unzureichenden Sauerstoffschutz sind:

  • Korrosionsschäden an Stahl- oder Kupferleitungen (Lochfraß, Magnetit, Rost)

  • Auffällige Eisenkonzentrationen im Wasser (>0,3 mg/l)

  • Sauerstoffeintrag über Kunststoffleitungen oder offene Speicher

  • Unvollständige oder schwankende Druckhaltebedingungen

  • Sichtbare Ablagerungen in Kesseln, Wärmetauschern oder Behältern

Der sicherste Nachweis erfolgt über eine Sauerstoffmessung im Wasser – entweder im Labor oder online mittels optoelektronischer Sensoren (z. B. mit Lumineszenz-Technologie).

Wenn der O₂-Gehalt >0,02 mg/l (Kesselwasser) oder >0,1 mg/l (Heiz- oder Fernwärmesysteme) beträgt, ist der Einsatz eines geeigneten Sauerstoffbinders dringend zu empfehlen – gemäß VDI 2035, DGRL und Herstellervorgaben.

Wir bieten:

  • Wasseranalytik & SI/O₂-Messung

  • System-Check auf Diffusionsquellen und Rücklaufthemen

  • Empfehlung und Integration geeigneter Sauerstoffbinder + Technik

Technische Beratung gewünscht? Jetzt anfragen!

Frank Kuntze

Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive