ALMA AQUA Prozessadditive
Wir sichern die Betriebssicherheit Ihrer wasserführenden Systeme für die Kraftwerke & KWK-Anlagen
Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive
ALMA AQUA Lösungen für die Kraftwerke & KWK-Anlagen
ALMA AQUA Kessel
ALMA AQUA Mem
ALMA AQUA Kühlwasser
ALMA AQUA Abwasser
Proof of Performance – Unsere Referenzen






Vorteile für die Kraftwerke & KWK-Anlagen
Service & Technik – alles aus einer Hand
Beratung & Systemaufnahme
Labor- und Praxistests
Online Monitoring & Softwarelösungen
Integrierte Dosier- und Regeltechnik
Automatisierte Additivnachversorgung
Auswertung & Berichtserstattung
Formulierungen & Kompatibilität
OEM & Private Label Lösungen
FAQ
AVT, OT oder Phosphat? Welche Kesselchemie passt zu Drum-, HRSG- und Durchlaufkesseln (all-ferrous vs. Cu-Legierungen)?
Warum die Auswahl entscheidend ist
Werkstoffe (Stahl vs. Kupferlegierungen), Druck/Temperatur und Kesselkonstruktion bestimmen, ob AVT(R) (reduzierend), AVT(O)/OT (oxygenated treatment) oder Phosphat-/Na/PO₄-Regime sinnvoll ist. Die falsche Strategie führt zu FAC (flow-accelerated corrosion), Phosphat-Hideout, Turbinenablagerungen oder Leitschwankungen.
Bewährte Auswahllogik
All-ferrous, einmal-durchströmende/HRSG & Ultra-Hochdruck: häufig AVT(O)/OT (gezielte, niedrige O₂-Führung) zur Minimierung von FAC in Speise-/Econ-Bereichen.
Kupferhaltige Systeme / ältere Drumkessel: bevorzugt AVT(R) (reduzierende Bedingungen mit Sauerstoffbindern), da Cu-Legierungen OT schlecht tolerieren.
Drumkessel mit Phosphatkontrolle: Koordiniert/congruent Phosphat (Na/PO₄-Verhältnis) zur Belagkontrolle im Trommelkessel; Phosphat-Hideout durch enge Leit- und Na/PO₄-Überwachung vermeiden.
Filmbildner/FFS (Film-Forming Substances): als ergänzende Maßnahme (nicht Ersatz) zur Passivschicht-Stabilisierung in Start/Stop-intensiven HRSG-Betrieben – OEM- und IAPWS-konform einsetzen.
Additive & Umsetzung (ALMA AQUA)
Alkalisierung (Ammoniak/Amine) für das spezifizierte pH-Fenster in Speise-/Kondensat.
Sauerstoffbinder (z. B. Sulfit-Systeme oder moderne Alternativen) bei AVT(R).
Phosphate für Drumkessel mit Na/PO₄-Regime, überwacht via CACE (kationische Leitfähigkeit) & Natrium.
Filmbildner mit kontrollierter Dosierung und Nachweis (z. B. durch organik-sensitive Messgrößen) zur Schichtintegrität.
Monitoring – was zählt
CACE & spezifische Leitfähigkeit, Fe/ Cu-Transport (ppb-Trend), Natrium/Silizium im Dampf/Kondensat, gelöster O₂ (je nach Regime), Differenzdrücke/Temperaturen in risikobehafteten FAC-Zonen.
Kondensat- & Speisewasserschutz: Wie reduziere ich FAC, Lochfraß und Turbinenangriffe – auch bei Lastwechseln?
Haupttreiber der Schäden
FAC: zu geringe Oxidschicht-Stabilität in schwach reduzierenden, hohen Fließgeschwindigkeiten/hoher Turbulenz.
Lochfraß unter Ablagerungen: metallische Partikel/Salze fördern unterfilmische Korrosion.
Turbinenempfindlichkeit: minimale Trägerverunreinigungen (Na⁺, SiO₂, Organik) führen zu Ablagerungen/Erosion.
Schutzkonzept mit Additiven & Betrieb
Alkalisierungsmittel (Ammoniak/Amine): im OEM-/IAPWS-pH-Fenster fahren; bei langen Rückläufen neutralisierende Amine mit passender Verteilungszahl einsetzen.
AVT(O)/OT bei all-ferrous HRSG: geringe O₂-Zugabe zur Oxidschicht-Stabilisierung; AVT(R) bei Cu-Legierungen.
Filmbildner (FFA/FFP) als dünner hydrophober Schutzfilm in problematischen Rücklauf-/Feuchtzonen; Dosierung & Nachweis dokumentiert.
Kondensataufbereitung: CPU/Polisher (starksaure Kation/Anion) begrenzen Spuren-Ionen; Bypass-Strategien zur Harzschonung.
Sauberkeit: Seitenstrom-Filter & Spülstrategien gegen Partikeltransport.
Überwachung & Grenzindikatoren
CACE-Trend, Fe/Cu-ppb (Transport), Na & Silikat im Dampf/Kondensat, O₂ je nach Regime, TOC/UV-254 (organische Einträge bei FFS), Δp-Anstiege als Fouling-Indikator.
Kühlsysteme in Kraftwerken (Nasskühlturm, Direkt-/Hybridkondensatoren): Scaling, Korrosion, Biofouling sicher im Griff
Systembesonderheiten
Hohe Wärmelasten, große Oberflächen und wechselnde Rohwässer (Oberflächen-/Brackwasser, Teilstrom-RO) erzeugen Scaling-, MIC-/Biofouling- und Korrosionsrisiken. Gleichzeitig sind Wasserbilanz & Absalzung wirtschaftlich kritisch.
Chemische Steuerung (ALMA AQUA)
Härtestabilisatoren/Antiscalants: Hemmung von CaCO₃, CaSO₄, Ba/Sr-Sulfaten, Silikat; Fahrweise nach Sättigungsindizes/Projektdaten.
Korrosionsinhibitoren: phosphonat-/organische Systeme passend zu CS/Cu/Al-Werkstoffen; Zink-freie Optionen für Umweltauflagen.
Biozide: rotierendes oxidativ/nicht-oxidatives Programm gegen MIC/Biofilm; Entschäumer für stabile Kühlturmhydraulik.
Dispergatoren: Partikel-/Schlick-Kontrolle, halten Ablagerungen mobil.
Betriebs- & Messkonzept
Zykluszahl/Absalzung vs. Rohwasser & Umweltauflagen optimieren.
Online-KPIs: pH, Leitfähigkeit, ORP, Trübung/SDI, Nährstoffe, ΔT/Δp.
Seitstromfiltration (1–5 %) reduziert Partikel-/Biofouling.
Materialschutz: Opferanoden/ICCP an exponierten Komponenten, Kompatibilität mit Inhibitoren prüfen.
Nebenströme, Abschlämmwasser & Abwasser: Wie behandle ich sicher – und wie viel Wasser kann ich zurückgewinnen?
Herkunft & Belastungen
Abblut aus Kühlsystemen/Kesseln, Spül- & Reinigungswässer, ionentauscher-Regenerate. Typische Lasten: Härte/Salze, Phosphate, Eisen/Kupfer, organische Reststoffe, Biozide.
Behandlungskette (modular)
Fällung/Flockung & pH-Steuerung: Abtrennung von Metallen/Phosphat/Silikat; Polymere für entwässerbare Flocken.
Oxidative Stufen (z. B. Peroxid-basiert) zur CSB-/Farb-Reduktion, Entgiftung reaktiver Spezies.
Membranrouten: UF als Schutz, RO zur Rückgewinnung; bei hoher Salzfracht evtl. EFC/Crystallisatoren oder ZLD-Konzepte.
Kreislaufführung: RO-Permeat als Zusatz-/Speisewasser; Konzentrat in chemisch-physikalische Linie zurückführen.
Additiv-Kompatibilität
ALMA AQUA Formulierungen sind RO-/UF-verträglich, minimieren Scaling/Fouling und sind so gewählt, dass Downstream (Bio/RO) nicht beeinträchtigt wird.
Nutzen
Sichere Grenzwerte und reduzierte Entsorgungskosten
Wasserwiederverwendung (Permeat) senkt Rohwasser- und Energiebedarf
Planbare Betriebskosten dank schlammoptimierter Fäll/Flock-Pakete
Start/Stop- und Teillastbetrieb von HRSG & KWK-Anlagen: Wie bleibt die Wasserchemie stabil?
Warum Lastwechsel kritisch sind
Moderne KWK-Anlagen und HRSG (Heat Recovery Steam Generators) fahren oft im Flexbetrieb – schnelle Starts, häufige Lastwechsel, Teillast. Das belastet die Wasserchemie enorm: pH-Schwankungen, Sauerstoffeinträge, FAC-Risiken und instabile Passivschichten sind die Folge.
Additiv-Strategien für flexible Fahrweise
Schnell reagierende Sauerstoffbinder: verhindern Korrosionspeaks beim Anfahren.
Aminkombinationen mit hoher Verteilungszahl: sichern gleichmäßigen pH in langen Rückläufen auch bei wechselnden Temperaturen.
Filmbildner (FFS): schützen bei wiederholten Kondensations- & Verdampfungszyklen durch stabile hydrophobe Schichten.
Phosphat-Strategie im Drumkessel: eng überwacht (Na/PO₄-Verhältnis), um „hideout“-Effekte bei Teillast zu vermeiden.
Monitoring & Betriebshinweise
Online-O₂, Leitfähigkeit (CACE), Fe-Transport & Δp-Trends.
Automatisierte Dosierung, gekoppelt an Laständerungen.
Periodische Metallanalytik (Fe/Cu) zur FAC-Prävention.
Praxisnutzen
Auch im Flexbetrieb bleiben Kessel, HRSG und Rohrsysteme geschützt, Stillstandskorrosion wird vermieden und die Verfügbarkeit für den Netzregelbetrieb gesichert.
Filmbildner in der Kraftwerkschemie: Wie sicher einsetzen und Wirksamkeit nachweisen?
Warum Filmbildner zunehmend wichtig sind
Filmbildende Substanzen (FFS) auf Basis von Amiden/Aminen werden als Ergänzung zu klassischen AVT/OT-Regimen eingesetzt. Sie legen ultradünne Schutzschichten auf Metalloberflächen und schützen besonders sensible Bereiche wie nasse Rückläufe, Luftkühler oder tieftemperierte Kondensationszonen. Fehlerhafte Anwendung kann jedoch Turbinenablagerungen, Schaum oder Analytikprobleme verursachen.
Einsatz- und Dosierstrategie
Einführung mit definierter „initial dose“, danach Umstellung auf niedrige kontinuierliche Dosierung.
Kombination mit AVT(O)/AVT(R), kein Ersatz – pH-Steuerung bleibt zentral.
Dosierstellen: ideal in Speisewasser oder direkt vor CPU-Ausgang, um homogene Verteilung sicherzustellen.
CIP & Reinigung: keine Rückstände in Harzen, daher Kompatibilität prüfen.
Nachweis & Kontrolle der Wirksamkeit
Indirekter Nachweis über Fe-Transport (ppb-Trend): sinkende Werte bestätigen Schutzwirkung.
Organik-Überwachung (TOC/UV-254): zu hohe Peaks deuten auf Überdosierung oder Abbauprodukte hin.
Visuelle Inspektionen bei Revisionen (Schichtbild, Oberflächenglanz).
OEM/IAPWS-konforme Testreihen vor breitem Einsatz durchführen.
Praxisnutzen
Filmbildner ermöglichen zusätzlichen Schutz an kritischen Schwachstellen, reduzieren FAC-Risiken im Rücklauf und verlängern die Anlagenstandzeit – bei kontrolliertem Einsatz mit belastbarem Monitoring.
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Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive

