Unsere Lösung: Schaumkontrolle mit System
Akute Schaumbildung? Wir helfen weiter!
Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive
Warum Schaumkontrolle wichtig ist
Proof of Performance – Unsere Referenzen






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FAQ
Welche Ursachen hat Schaumbildung in Wassersystemen?
Schaumbildung in Kühl-, Kessel- und Abwassersystemen hat immer eine physikalisch-chemische Grundlage: Gasblasen (meist Luft) werden durch oberflächenaktive Stoffe in der Flüssigkeit stabilisiert, sodass sie nicht platzen.
Häufige Ursachen nach Prozess:
Kühlwasseranlagen: Tenside aus Biozidprogrammen, organische Abbauprodukte aus Biofilmen, Leckagen aus Wärmetauschern (z. B. Öleintrag)
Kesselanlagen/Verdampfer: Hoher Feststoffgehalt (TDS), organische Verschmutzungen, Öl oder Fette, unzureichende Absalzung
Biologische Kläranlagen: Überdosierung von Nährstoffen, Eintrag von Tensiden aus Produktionsabwässern, hohe Protein- oder Kohlenhydratkonzentrationen
Papierindustrie: Harze, Leime und Lignin aus der Faseraufbereitung
Chemische Industrie: Reaktionsnebenprodukte, Tenside oder Polymere aus Prozessen
Praxisbeispiel:
In einer industriellen Fettverarbeitungsanlage führte ein minimaler Öleintrag in das Kühlwasser zu einem stabilen, hochviskosen Schaum, der erst nach Einsatz eines silikonhaltigen Spezialentschäumers verschwand.
Wie wirken Entschäumer chemisch und physikalisch?
Die Wirkung von Entschäumern basiert auf mehreren Mechanismen:
Lokale Oberflächenspannungsreduktion: Der Entschäumer destabilisiert gezielt die Grenzschicht der Schaumlamelle, wodurch die Flüssigkeit schneller aus der Blase abläuft.
Einlagerung hydrophober Partikel: Dispergierte Partikel (z. B. Silikondioxid) stören die Stabilität der Schaumbildner und wirken wie „Sollbruchstellen“ in der Blasenwand.
Austausch der Flüssigkeit in der Lamelle: Öltröpfchen verdrängen Wasser aus der Blasenwand und lassen sie kollabieren.
Langzeitwirkung durch Antischaummittel: Bestimmte Additive legen sich wie ein Schutzfilm auf die Flüssigkeitsoberfläche, um eine erneute Schaumbildung zu verhindern.
Unterschied je nach Formulierung:
Silikonhaltige Entschäumer: extrem schnelle Wirkung, sehr niedrige Dosierung
Silikonfreie Entschäumer: etwas langsamere, aber stabilere Langzeitwirkung
Polyether- oder Wachsbasis: temperaturstabil und für Heißwasseranwendungen geeignet
Welche Arten von Entschäumern gibt es und wann wird welcher Typ eingesetzt?
Silikonhaltige Entschäumer:
Einsatzgebiet: Kühlkreisläufe, Abwasserbehandlung, chemische Prozesse
Vorteile: Sehr schnelle Wirkung, hohe Effizienz bei niedriger Dosierung
Nachteil: Kann bei Membrananlagen (RO, UF) zu irreversiblen Verblockungen führen
Silikonfreie Entschäumer (Polyether, Wachse, Mineralöle):
Einsatzgebiet: Lebensmittelindustrie, Membransysteme, Anwendungen mit Silikonrestriktionen
Vorteile: Membranverträglich, keine Silikonrückstände
Nachteil: Meist höhere Dosierung erforderlich
Biologisch abbaubare Entschäumer:
Einsatzgebiet: Biologische Klärstufen, um mikrobielle Aktivität nicht zu hemmen
Vorteile: Umweltfreundlich, schnell abbaubar
Nachteil: Meist nicht so langanhaltend wirksam wie silikonbasierte Produkte
Hochtemperatur-Entschäumer:
Einsatzgebiet: Kesselanlagen, Verdampfer, Prozesse >100 °C
Vorteile: Temperatur- und druckstabil, kein Wirkverlust bei hohen Temperaturen
Praxisbeispiel:
In einer Papierfabrik mit stark harzhaltigem Prozesswasser konnte nur ein silikonhaltiger Entschäumer den Schaum innerhalb von Sekunden brechen – ein silikonfreier Test führte zu verzögertem Effekt und höherem Verbrauch.
In welchen Anlagenbereichen kommen ALMA AQUA Entschäumer typischerweise zum Einsatz?
Unsere Entschäumer werden in vielen Branchen eingesetzt, z. B.:
Kühlwassersysteme: Schaum durch Biozidprogramme oder organische Belastungen
Kesselanlagen/Verdampfer: Schaumbildung durch gelöste Feststoffe oder Öle
Biologische Abwasserbehandlung: Schaumbildung bei hoher Belastung mit Proteinen oder Tensiden
Papierindustrie: Schaum in Stoffaufbereitung und Papiermaschinen
Chemische Industrie: Schaum in Reaktoren und während Syntheseprozessen
Lebensmittelindustrie: Schaum in Fermentern, CIP-Prozessen oder bei Rohstoffannahme
Wie wird die richtige Dosierung für einen Entschäumer ermittelt?
Die optimale Dosierung hängt von Wasserchemie, Schaumbelastung, Temperatur und Anlagentyp ab.
Vorgehensweise bei ALMA AQUA:
Analyse der Schaumsituation vor Ort (Probenahme, Schaumbildungstest)
Labortest mit verschiedenen Entschäumertypen zur Ermittlung der Wirksamkeit
Pilotdosierung in der Anlage mit unterschiedlichen Mengen
Monitoring: Schaumhöhe, Schaumdauer, mögliche Wechselwirkungen mit anderen Additiven
Feinjustierung: Automatische Dosierung über Sensoren oder manuell in Intervallen
Tipp: Eine dauerhafte Vorbeugedosierung ist oft effizienter als eine rein reaktive Schockdosierung.
Kann ein Entschäumer biologische Kläranlagen oder Membranen beeinträchtigen?
Ja – die falsche Auswahl oder Dosierung kann erhebliche Probleme verursachen:
Biologische Kläranlagen:
Manche Entschäumer können den Sauerstoffübergang in die Flüssigkeit hemmen, was den CSB-Abbau verlangsamt.
Silikonpartikel können im Schlamm akkumulieren und die Absetzeigenschaften verschlechtern.
Lösung: biologisch abbaubare Entschäumer verwenden, die keinen negativen Einfluss auf die Biomasse haben.
Membransysteme:
Silikonhaltige Produkte führen oft zu irreversiblen Membranfouling.
Selbst kleinste Mengen können die Membranporen hydrophobieren und den Fluss stark reduzieren.
Lösung: silikonfreie, RO-kompatible Formulierungen einsetzen, die die Herstellervorgaben erfüllen.
Praxisbeispiel:
In einer Umkehrosmoseanlage führte die unkontrollierte Verwendung eines silikonhaltigen Entschäumers zu einem 40 %igen Permeatflussverlust – erst eine Membranreinigung mit speziellen Dispergatoren konnte den Schaden begrenzen.
Welche regulatorischen Anforderungen gelten für Entschäumer?
Je nach Einsatzgebiet müssen unterschiedliche Richtlinien beachtet werden:
Lebensmittelindustrie: Entschäumer müssen FDA- oder EU-konform für Lebensmittelkontakt sein (z. B. VO (EU) Nr. 10/2011).
Abwasserbereich: Einhaltung der Abwasserverordnung (AbwV), biologische Abbaubarkeit beachten.
Kühltürme / Verdunstungskühlanlagen: Einsatz muss mit Biozid- und Korrosionsschutzprogrammen kompatibel sein (VDI 2047 / 42. BImSchV).
Membransysteme: Herstellerfreigaben beachten, um die Gewährleistung nicht zu verlieren.
Können Entschäumer vorbeugend eingesetzt werden?
Ja – und in vielen Prozessen ist das sogar wirtschaftlicher.
Präventiver Einsatz reduziert das Risiko plötzlicher Schaumausbrüche, die zu Produktionsstillstand oder Effizienzverlust führen.
Beispiel: In einer Papiermaschine führte eine kontinuierliche Niedrigdosierung zu einer konstanten Schaumfreiheit und verhinderte teure Produktionsunterbrechungen.
Wie schnell wirken ALMA AQUA Entschäumer?
In den meisten Fällen innerhalb von Sekunden bis wenigen Minuten.
Die Wirkgeschwindigkeit hängt von der Belastung, Temperatur und Strömung ab.
Silikonhaltige Produkte wirken besonders schnell, silikonfreie oft etwas langsamer, dafür langfristiger stabil.
Kann ein Entschäumer falsch gewählt werden?
Ja – und die Folgen reichen von Produktionsausfällen bis zu Anlagenschäden:
Fehlende Wirkung: Wenn der Entschäumer nicht zum Schaumbildner passt, bleibt der Effekt aus (z. B. silikonfrei gegen sehr stabilen Silikatschaum).
Inkompatibilität mit anderen Additiven: Kann zu Flockung, Ölfilm oder Reaktionsprodukten führen, die Messgeräte stören.
Materialschäden: Bestimmte Lösemittel in Entschäumern können Dichtungen oder Beschichtungen angreifen.
Prozessstörungen: In biologischen Klärstufen oder Membrananlagen kann ein falscher Entschäumer die Leistungsfähigkeit massiv beeinträchtigen.
Deshalb gilt:
ALMA AQUA empfiehlt immer eine Vor-Ort- oder Labortestung, bevor ein Entschäumer dauerhaft eingesetzt wird. So wird sichergestellt, dass Wirkung, Kompatibilität und Langzeitverträglichkeit stimmen.
Wie identifiziere ich die genaue Ursache für Schaumbildung in meiner Anlage?
Eine effektive Schaumursachenanalyse beginnt mit einer systematischen Erfassung aller relevanten Betriebsdaten und Wasserparameter.
ALMA AQUA geht dabei in mehreren Schritten vor:
Betriebsbeobachtung vor Ort
Visuelle Analyse der Schaumbeschaffenheit (trocken, feucht, viskos)
Erfassung von Prozessbedingungen (Temperatur, Durchfluss, pH, Luftzufuhr)
Probenahme & Laboranalyse
Schaumflüssigkeit: Untersuchung auf Tenside, Fette, Proteine, Polymere
Anlagenwasser: Analyse auf CSB, TSS, Öle, Oberflächenspannung
Mikrobiologische Tests: Nachweis von Biofilmprodukten (EPS, Bakterienarten)
Prozesshistorie prüfen
Letzte Änderungen in der Wasserchemie oder Dosierstrategie
Einsatz neuer Additive oder Rohstoffe
Produktionsumstellungen oder Reinigungsintervalle
Simulation im Labormaßstab
Nachstellen der Schaumbildung mit Anlagenwasser, um passende Entschäumer gezielt zu testen
Praxis-Tipp:
Viele Schaumbildungen sind multifaktoriell – z. B. Kombination aus Tensiden + Biofilm + Feststoffbelastung. In solchen Fällen ist eine Kombinationsstrategie aus Schaumursachenbeseitigung und Entschäumer am effektivsten.
Wie lässt sich eine Schaumsituation dauerhaft und nachhaltig verhindern?
Eine kurzfristige Entschäumung ist meist einfach – die Herausforderung liegt in der langfristigen Schaumkontrolle.
ALMA AQUA empfiehlt dafür eine Prozessoptimierung in 4 Schritten:
Quellenkontrolle
Reduzierung von Tensid- oder Fettbelastung an der Quelle
Optimierung von Reinigungsprozessen, um Restchemie im Kreislauf zu minimieren
Prozessparameter optimieren
Absenkung der Strömungsgeschwindigkeit in kritischen Bereichen
Vermeidung übermäßiger Luft- oder Gaseinträge in Pumpen und Leitungen
Langzeitdosiervarianten
Einsatz von Entschäumern als kontinuierliche Niedrigdosierung zur Prävention
Kombination mit Dispergatoren, um Schaumstabilisatoren (z. B. Partikel) zu entfernen
Regelmäßige Überwachung
Online-Messsysteme für Schaumhöhe oder Oberflächenspannung
Dokumentation der Schaumneigung, Dosiermengen und Anlagenbedingungen
Praxisbeispiel:
In einer Papierfabrik konnte durch kontinuierliche Dosierung eines temperaturstabilen Entschäumers und gleichzeitige Anpassung des Luftgehalts in der Prozesswasserleitung die Schaumbildung um 95 % reduziert werden – ohne negative Effekte auf den Produktionsprozess.
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