Alkalisierungsmittel zur pH-Anhebung – Schutz vor Korrosion in Industrie- und Wasserkreisläufen
Präzise pH-Steuerung für Korrosionsschutz, Anlagensicherheit und Normkonformität

pH-Wert-Management mit System

ALMA AQUA Alkalisierungsmittel regulieren den pH-Wert in industriellen Wassersystemen und schützen so vor säurebedingter Korrosion, Materialangriffen und Prozessstörungen. Der pH-Wert ist ein entscheidender Parameter für Korrosionsschutz, Belagsvermeidung und Anlagenleistung. Bereits geringe Abweichungen können zu erhöhtem Metallabtrag, Kupferkorrosion oder Kalkabscheidung führen.

Unsere Alkalisierungsmittel:
Erhöhen oder stabilisieren den pH-Wert
Puffern gegen pH-Schwankungen bei wechselnder Belastung
Schützen Werkstoffe wie Stahl, Kupfer, Messing oder Aluminium
Optimieren den Einsatz anderer Additive (Inhibitoren, Antiscalants,
Sichern die Einhaltung von Normen wie VDI 2035, VDI 2047, DGRL
Je nach Anlagentyp setzen wir flüchtige, halbtüchtige oder nichtflüchtige Alkalisierungsmittel ein – abgestimmt auf Temperatur, Druck, Material und Prozessanforderungen.

Probleme mit pH-Stabilität? Wir helfen weiter!

Frank Kuntze

Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive

Warum Alkalisierungsmittel unverzichtbar sind

Ein falsch eingestellter pH-Wert kann gravierende Folgen haben:
Säurekorrosion bei zu niedrigem pH (z. B. Kupferauflösung, Lochfraß)
Kalkausfällung bei zu hohem pH in Verbindung mit hoher Härte
Belagsbildung in Wärmetauschern und Effizienzverlust
Schädigung von Membranen in RO-Anlagen bei falschem pH-Bereich
Verstoß gegen technische Richtlinien wie VDI 2035
Mit dem richtigen pH-Bereich (z. B. 8,5–9,2 im Kesselwasser oder 9,5–10,5 in Fernwärmenetzen) lassen sich Korrosion und Beläge nachhaltig verhindern.
Abwasserchemikalien, Flockungshilfsmittel, Membranchemikalien, Korrosionsschutzmittel und Biozide für Kühlwasserkreisläufe und Wärmenetze

Proof of Performance – Unsere Referenzen

Ihre Vorteile mit ALMA AQUA Alkalisierungsmitteln

Maßgeschneiderte pH-Bereiche für jede Anlage
Auswahl aus flüchtigen (z. B. Amine), halbtüchtigen und nichtflüchtigen Produkten
Genaue Dosierbarkeit und stabile Wirkung
Kompatibel mit allen ALMA AQUA Additiven
Konform mit VDI, DGRL, TA Luft, Trinkwasserverordnung (bei zugelassenen Produkten)
OEM- und Private-Label-Lösungen verfügbar
Laborversuche für Wasseraufbereitungsanlagen

Service & Technik – alles aus einer Hand

Wir unterstützen Sie über den gesamten Produktlebenszyklus hinweg:

Beratung & Systemaufnahme

Analytik & Feldversuche

Online Monitoring & Softwarelösungen

Integrierte Dosier- und Regeltechnik

Automatisierte Additivnachversorgung

Auswertung & Berichtserstattung

Formulierungen & Kompatibilität

Flüchtige Alkalisierungsmittel (z. B. Morpholin, Cyclohexylamin) – wirken im Dampf- und Kondensatbereich
Halbtüchtige Amine – für längere Wirkung in Mischsystemen
Nichtflüchtige Alkalisierungsmittel (z. B. Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid) – gezielte pH-Einstellung im Kreislaufwasser
Kombinationsformulierungen mit Korrosionsinhibitoren oder Sauerstoffbindern
Kompatibel mit Inhibitoren, Antiscalants, Dispergatoren, Bioziden und gängigen Dosiersystemen.

OEM & Private Label Lösungen

Exklusive Rezepturen oder Standardprodukte
Abfüllung & Etikettierung nach Kundendesign
Begleitdokumentation & Anwendungsempfehlung
Perfekt für Anlagenbauer, OEMs, Großhändler und internationale Distributoren
Technischer Support & Anlagenbegleitung

FAQ

Der pH-Wert beeinflusst maßgeblich die Korrosionsgeschwindigkeit, die Ablagerungsbildung und die Chemiewirkung in Wassersystemen.

  • Zu niedriger pH (<7): fördert Säurekorrosion, insbesondere an Stahl, Kupfer und Aluminium

  • Zu hoher pH (>10–11): kann Kalkabscheidung begünstigen, Aluminium angreifen und Biozide inaktivieren

  • Optimale Bereiche: variieren je nach Anwendung, z. B. 8,5–9,2 für Kesselwasser, 9,5–10,5 für Fernwärme und 7–8,5 für Kühlwasser

Die gezielte pH-Einstellung mit Alkalisierungsmitteln schützt nicht nur das System, sondern erfüllt auch Normen wie VDI 2035, VDI 2047 und DGRL.

ALMA AQUA bietet drei Hauptgruppen an:

  1. Flüchtige Alkalisierungsmittel – z. B. Morpholin, Cyclohexylamin, DEAE

    • Wirken im Dampf- und Kondensatbereich

    • Geeignet für Dampfsysteme, Kesselanlagen

  2. Halbtüchtige Amine – z. B. Methoxypropylamin

    • Längere Verweilzeit, wirken in Mischsystemen

  3. Nichtflüchtige Alkalisierungsmittel – z. B. Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid

    • Wirken nur im Wasserbereich, ideal für Kühl- und Fernwärmenetze

Die Wahl hängt ab von Systemtyp, Temperatur, Druck, Werkstoff und O₂-Management.

Anzeichen für pH-Probleme sind:

  • Korrosionsspuren an Rohrleitungen, Wärmetauschern oder Ventilen

  • Kupferablagerungen im System (Hinweis auf Kupferkorrosion)

  • Schwankende Messwerte trotz konstanter Wasseraufbereitung

  • Schlechte Wirksamkeit von Inhibitoren oder Bioziden

  • Erhöhte Eisen- oder Kupferwerte in Wasseranalysen

Eine pH-Messung vor Ort oder die Laboranalyse liefert den exakten Status – Abweichungen vom Normbereich sind ein klares Signal zum Einsatz von Alkalisierungsmitteln.

Flüchtige Alkalisierungsmittel (z. B. Morpholin, DEAE) verdampfen mit dem Dampfstrom und kondensieren im Kondensat, wodurch auch Rücklaufleitungen vor Säurekorrosion geschützt werden.
Vorteile:

  • Schutz des gesamten Dampf-/Kondensatsystems

  • Gleichmäßige pH-Verteilung in allen Leitungen

  • Reduzierte Rücklaufkorrosion in Kondensatsystemen

Eine falsche pH-Einstellung kann schleichende, aber massive Schäden in Wassersystemen verursachen. Die Effekte hängen dabei stark von der Anlagenart und dem Materialmix ab:

  • Zu niedriger pH (<7,5 im Kesselwasser, <8,5 im Fernwärmenetz):

    • Säurekorrosion an Stahl, Guss und Kupfer (Lochfraß, gleichmäßiger Flächenabtrag, Wasserstoffversprödung bei Stahl)

    • Erhöhte Kupferauflösung, die wiederum Stahl durch Kupferplattierung angreift

    • Beschleunigte Entzinkung bei Messing

    • Chemische Angriffe auf Zement- und Betonauskleidungen

  • Zu hoher pH (>10,5–11, je nach Anwendung):

    • Ausfällung von Calciumcarbonat (CaCO₃) → Wärmeübertragerverluste durch Kalk

    • Bildung von Calcium- und Magnesiumsilikaten → schwer lösliche Beläge

    • Angriff auf Aluminium und seine Legierungen

    • Einschränkung der Wirksamkeit vieler Biozide (z. B. Isothiazolinone)

Neben den direkten Schäden können auch betriebswirtschaftliche Folgen entstehen:

  • Steigende Energieverbräuche durch Beläge (1 mm Kalk = bis zu 10 % mehr Energiebedarf)

  • Erhöhter Chemikalienverbrauch, da Additive bei falschem pH weniger wirksam sind

  • Verkürzte Anlagenstandzeiten und häufigere Reparaturen

  • Normverstöße (VDI 2035, VDI 2047, DGRL), die zu Beanstandungen bei Audits führen können

Die Dosierung eines Alkalisierungsmittels muss präzise auf die Anlagensituation abgestimmt werden. Wichtige Faktoren sind:

  1. Wasseranalyse:

    • Bestimmung von Rohwasser-pH, Säurekapazität (KS₄,₃), CO₂-Gehalt, Gesamthärte und Leitfähigkeit

    • Messung der aktuellen Pufferkapazität, um die erforderliche Wirkstoffmenge zu berechnen

  2. Anlagenparameter:

    • Systemvolumen und Umlaufzeit

    • Betriebstemperatur und Druck (beeinflussen Verdampfungsverhalten bei flüchtigen Aminen)

    • Materialmix (Stahl, Kupfer, Aluminium, Edelstahl)

  3. Ziel-pH:

    • Abhängig von der Anlagenart und den Normvorgaben (z. B. VDI 2035 für Kesselwasser)

  4. Dosierstrategie:

    • Kontinuierliche Dosierung mit pH-Feedback-Steuerung für konstante Werte

    • Stoßdosierung bei gelegentlicher pH-Korrektur (selten sinnvoll bei großen Anlagen)

Unsere Fachingenieure setzen häufig Online-pH-Messsysteme mit Trendaufzeichnung und Alarmfunktion ein.
Dadurch kann die Dosiermenge automatisch an Lastwechsel angepasst werden, was eine chemikalien- und kosteneffiziente Betriebsführung ermöglicht.

Ja – unsere Produkte sind abgestimmt auf:

  • Korrosionsinhibitoren (Phosphate, Molybdate, Silikate, Azole)

  • Antiscalants & Härtestabilisatoren

  • Sauerstoffbinder

  • Biozide & Dispergatoren

Die Kompatibilität wird bereits bei der Produktauswahl geprüft, um Wechselwirkungen zu vermeiden.

Der Einsatz von Alkalisierungsmitteln in industriellen Wassersystemen muss mehrere Regelwerke und Gesetze berücksichtigen:

  • VDI 2035 (Blatt 1 & 2) – Legt Ziel-pH-Werte für Heizwasser- und Kesselanlagen fest, um Korrosion und Steinbildung zu vermeiden.

  • VDI 2047 – Für Verdunstungskühlanlagen: pH-Führung ist entscheidend für Biozidwirksamkeit und Materialschutz.

  • DGRL (Druckgeräterichtlinie) – Bezieht sich auf Werkstoffwahl, Betriebsweise und chemische Behandlung von Druckgeräten wie Kesseln und Wärmetauschern.

  • Trinkwasserverordnung / BfR-Empfehlungen – Falls Anlagen mit Trinkwasser in Kontakt kommen (z. B. Speicherladesysteme), müssen nur geprüfte und zugelassene Wirkstoffe eingesetzt werden.

  • TA Luft & WHG – Regelt den Umgang mit und die Einleitung von Abwässern; hohe pH-Werte sind genehmigungspflichtig und oft neutralisationspflichtig.

  • Lebensmittelhygiene-Verordnungen (HACCP, FDA) – Für Anwendungen in der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie gelten zusätzliche Anforderungen an Produktreinheit und Dokumentation.

Wir liefern vollständige Sicherheitsdatenblätter (SDB), technische Datenblätter (TDB) und Regelwerksverweise mit – und stellen bei Bedarf auch Konformitätserklärungen für Auditierungen zur Verfügung.

Unsere Alkalisierungsmittel kommen in einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz – immer angepasst an den Anlagentyp, Werkstoff und die Wasserchemie:

  1. Kesselspeisewasser & Dampferzeuger

    • pH-Anhebung im Speise- und Kesselwasser

    • Einsatz flüchtiger Amine zum Schutz des gesamten Dampf-/Kondensatsystems

    • Vermeidung von Säurekorrosion in Kondensatrückläufen

  2. Fernwärme- & Heißwasseranlagen

    • Stabilisierung hoher pH-Werte (9,5–10,5) für optimalen Stahl- und Kupferschutz

    • Einsatz nichtflüchtiger Alkalisierungsmittel (z. B. NaOH, KOH)

    • Unterstützung des Korrosionsinhibitorsystems

  3. Kühlwasserkreisläufe

    • pH-Optimierung für maximale Wirksamkeit von Korrosionsinhibitoren und Antiscalants

    • Anpassung bei CO₂-Eintrag oder saurem Make-up-Wasser

  4. Prozesswasseranwendungen

    • Papierindustrie: pH-Stabilisierung für Prozesskonstanz

    • Chemische Industrie: Anpassung für reaktive Produktionsprozesse

    • Lebensmittelindustrie: Einsatz von BfR/FDA-konformen Alkalisierungsmitteln

  5. RO-Membrananlagen

    • pH-Einstellung zur Belagsvermeidung (z. B. Silikatausfällung)

    • Vorbereitung von Reinigungszyklen durch pH-Verschiebung

Egal ob in geschlossenen Heizsystemen, offenen Kühlkreisläufen oder hochsensiblen Prozessanwendungen – die pH-Kontrolle ist immer ein Schlüsselparameter für einen störungsfreien, energieeffizienten und normgerechten Betrieb.

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Frank Kuntze

Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive