pH-Wert-Management mit System
Probleme mit pH-Stabilität? Wir helfen weiter!
Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive
Warum Alkalisierungsmittel unverzichtbar sind
Proof of Performance – Unsere Referenzen






Ihre Vorteile mit ALMA AQUA Alkalisierungsmitteln
Service & Technik – alles aus einer Hand
Beratung & Systemaufnahme
Analytik & Feldversuche
Online Monitoring & Softwarelösungen
Integrierte Dosier- und Regeltechnik
Automatisierte Additivnachversorgung
Auswertung & Berichtserstattung
Formulierungen & Kompatibilität
OEM & Private Label Lösungen
FAQ
Warum ist die pH-Kontrolle in industriellen Wassersystemen so wichtig?
Der pH-Wert beeinflusst maßgeblich die Korrosionsgeschwindigkeit, die Ablagerungsbildung und die Chemiewirkung in Wassersystemen.
Zu niedriger pH (<7): fördert Säurekorrosion, insbesondere an Stahl, Kupfer und Aluminium
Zu hoher pH (>10–11): kann Kalkabscheidung begünstigen, Aluminium angreifen und Biozide inaktivieren
Optimale Bereiche: variieren je nach Anwendung, z. B. 8,5–9,2 für Kesselwasser, 9,5–10,5 für Fernwärme und 7–8,5 für Kühlwasser
Die gezielte pH-Einstellung mit Alkalisierungsmitteln schützt nicht nur das System, sondern erfüllt auch Normen wie VDI 2035, VDI 2047 und DGRL.
Welche Arten von Alkalisierungsmitteln gibt es?
ALMA AQUA bietet drei Hauptgruppen an:
Flüchtige Alkalisierungsmittel – z. B. Morpholin, Cyclohexylamin, DEAE
Wirken im Dampf- und Kondensatbereich
Geeignet für Dampfsysteme, Kesselanlagen
Halbtüchtige Amine – z. B. Methoxypropylamin
Längere Verweilzeit, wirken in Mischsystemen
Nichtflüchtige Alkalisierungsmittel – z. B. Natriumhydroxid, Kaliumhydroxid
Wirken nur im Wasserbereich, ideal für Kühl- und Fernwärmenetze
Die Wahl hängt ab von Systemtyp, Temperatur, Druck, Werkstoff und O₂-Management.
Wie erkenne ich, ob ich ein Alkalisierungsmittel benötige?
Anzeichen für pH-Probleme sind:
Korrosionsspuren an Rohrleitungen, Wärmetauschern oder Ventilen
Kupferablagerungen im System (Hinweis auf Kupferkorrosion)
Schwankende Messwerte trotz konstanter Wasseraufbereitung
Schlechte Wirksamkeit von Inhibitoren oder Bioziden
Erhöhte Eisen- oder Kupferwerte in Wasseranalysen
Eine pH-Messung vor Ort oder die Laboranalyse liefert den exakten Status – Abweichungen vom Normbereich sind ein klares Signal zum Einsatz von Alkalisierungsmitteln.
Welche Vorteile bieten flüchtige Alkalisierungsmittel?
Flüchtige Alkalisierungsmittel (z. B. Morpholin, DEAE) verdampfen mit dem Dampfstrom und kondensieren im Kondensat, wodurch auch Rücklaufleitungen vor Säurekorrosion geschützt werden.
Vorteile:
Schutz des gesamten Dampf-/Kondensatsystems
Gleichmäßige pH-Verteilung in allen Leitungen
Reduzierte Rücklaufkorrosion in Kondensatsystemen
Welche Risiken bestehen bei falscher pH-Einstellung?
Eine falsche pH-Einstellung kann schleichende, aber massive Schäden in Wassersystemen verursachen. Die Effekte hängen dabei stark von der Anlagenart und dem Materialmix ab:
Zu niedriger pH (<7,5 im Kesselwasser, <8,5 im Fernwärmenetz):
Säurekorrosion an Stahl, Guss und Kupfer (Lochfraß, gleichmäßiger Flächenabtrag, Wasserstoffversprödung bei Stahl)
Erhöhte Kupferauflösung, die wiederum Stahl durch Kupferplattierung angreift
Beschleunigte Entzinkung bei Messing
Chemische Angriffe auf Zement- und Betonauskleidungen
Zu hoher pH (>10,5–11, je nach Anwendung):
Ausfällung von Calciumcarbonat (CaCO₃) → Wärmeübertragerverluste durch Kalk
Bildung von Calcium- und Magnesiumsilikaten → schwer lösliche Beläge
Angriff auf Aluminium und seine Legierungen
Einschränkung der Wirksamkeit vieler Biozide (z. B. Isothiazolinone)
Neben den direkten Schäden können auch betriebswirtschaftliche Folgen entstehen:
Steigende Energieverbräuche durch Beläge (1 mm Kalk = bis zu 10 % mehr Energiebedarf)
Erhöhter Chemikalienverbrauch, da Additive bei falschem pH weniger wirksam sind
Verkürzte Anlagenstandzeiten und häufigere Reparaturen
Normverstöße (VDI 2035, VDI 2047, DGRL), die zu Beanstandungen bei Audits führen können
Wie wird die Dosierung festgelegt?
Die Dosierung eines Alkalisierungsmittels muss präzise auf die Anlagensituation abgestimmt werden. Wichtige Faktoren sind:
Wasseranalyse:
Bestimmung von Rohwasser-pH, Säurekapazität (KS₄,₃), CO₂-Gehalt, Gesamthärte und Leitfähigkeit
Messung der aktuellen Pufferkapazität, um die erforderliche Wirkstoffmenge zu berechnen
Anlagenparameter:
Systemvolumen und Umlaufzeit
Betriebstemperatur und Druck (beeinflussen Verdampfungsverhalten bei flüchtigen Aminen)
Materialmix (Stahl, Kupfer, Aluminium, Edelstahl)
Ziel-pH:
Abhängig von der Anlagenart und den Normvorgaben (z. B. VDI 2035 für Kesselwasser)
Dosierstrategie:
Kontinuierliche Dosierung mit pH-Feedback-Steuerung für konstante Werte
Stoßdosierung bei gelegentlicher pH-Korrektur (selten sinnvoll bei großen Anlagen)
Unsere Fachingenieure setzen häufig Online-pH-Messsysteme mit Trendaufzeichnung und Alarmfunktion ein.
Dadurch kann die Dosiermenge automatisch an Lastwechsel angepasst werden, was eine chemikalien- und kosteneffiziente Betriebsführung ermöglicht.
Sind Alkalisierungsmittel mit anderen Additiven kompatibel?
Ja – unsere Produkte sind abgestimmt auf:
Korrosionsinhibitoren (Phosphate, Molybdate, Silikate, Azole)
Antiscalants & Härtestabilisatoren
Sauerstoffbinder
Biozide & Dispergatoren
Die Kompatibilität wird bereits bei der Produktauswahl geprüft, um Wechselwirkungen zu vermeiden.
Welche regulatorischen Vorgaben muss ich beachten?
Der Einsatz von Alkalisierungsmitteln in industriellen Wassersystemen muss mehrere Regelwerke und Gesetze berücksichtigen:
VDI 2035 (Blatt 1 & 2) – Legt Ziel-pH-Werte für Heizwasser- und Kesselanlagen fest, um Korrosion und Steinbildung zu vermeiden.
VDI 2047 – Für Verdunstungskühlanlagen: pH-Führung ist entscheidend für Biozidwirksamkeit und Materialschutz.
DGRL (Druckgeräterichtlinie) – Bezieht sich auf Werkstoffwahl, Betriebsweise und chemische Behandlung von Druckgeräten wie Kesseln und Wärmetauschern.
Trinkwasserverordnung / BfR-Empfehlungen – Falls Anlagen mit Trinkwasser in Kontakt kommen (z. B. Speicherladesysteme), müssen nur geprüfte und zugelassene Wirkstoffe eingesetzt werden.
TA Luft & WHG – Regelt den Umgang mit und die Einleitung von Abwässern; hohe pH-Werte sind genehmigungspflichtig und oft neutralisationspflichtig.
Lebensmittelhygiene-Verordnungen (HACCP, FDA) – Für Anwendungen in der Lebensmittel- oder Pharmaindustrie gelten zusätzliche Anforderungen an Produktreinheit und Dokumentation.
Wir liefern vollständige Sicherheitsdatenblätter (SDB), technische Datenblätter (TDB) und Regelwerksverweise mit – und stellen bei Bedarf auch Konformitätserklärungen für Auditierungen zur Verfügung.
Welche typischen Anwendungsbereiche gibt es?
Unsere Alkalisierungsmittel kommen in einer Vielzahl von Anwendungen zum Einsatz – immer angepasst an den Anlagentyp, Werkstoff und die Wasserchemie:
Kesselspeisewasser & Dampferzeuger
pH-Anhebung im Speise- und Kesselwasser
Einsatz flüchtiger Amine zum Schutz des gesamten Dampf-/Kondensatsystems
Vermeidung von Säurekorrosion in Kondensatrückläufen
Fernwärme- & Heißwasseranlagen
Stabilisierung hoher pH-Werte (9,5–10,5) für optimalen Stahl- und Kupferschutz
Einsatz nichtflüchtiger Alkalisierungsmittel (z. B. NaOH, KOH)
Unterstützung des Korrosionsinhibitorsystems
Kühlwasserkreisläufe
pH-Optimierung für maximale Wirksamkeit von Korrosionsinhibitoren und Antiscalants
Anpassung bei CO₂-Eintrag oder saurem Make-up-Wasser
Prozesswasseranwendungen
Papierindustrie: pH-Stabilisierung für Prozesskonstanz
Chemische Industrie: Anpassung für reaktive Produktionsprozesse
Lebensmittelindustrie: Einsatz von BfR/FDA-konformen Alkalisierungsmitteln
RO-Membrananlagen
pH-Einstellung zur Belagsvermeidung (z. B. Silikatausfällung)
Vorbereitung von Reinigungszyklen durch pH-Verschiebung
Egal ob in geschlossenen Heizsystemen, offenen Kühlkreisläufen oder hochsensiblen Prozessanwendungen – die pH-Kontrolle ist immer ein Schlüsselparameter für einen störungsfreien, energieeffizienten und normgerechten Betrieb.
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Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive

