Sauerstoffbinder und Reduktionsmittel
Korrosionsprobleme durch gelösten Sauerstoff? Wir helfen weiter!
Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive
Warum Sauerstoffbinder unverzichtbar sind
Proof of Performance – Unsere Referenzen






Ihre Vorteile mit ALMA AQUA Sauerstoffbindern
Service & Technik – alles aus einer Hand
Beratung & Systemaufnahme
Analytik & Feldversuche
Online Monitoring & Softwarelösungen
Integrierte Dosier- und Regeltechnik
Automatisierte Additivnachversorgung
Auswertung & Berichtserstattung
Formulierungen & Kompatibilität
OEM & Private Label Lösungen
FAQ
Wozu werden Sauerstoffbinder in Wassersystemen eingesetzt?
Sauerstoffbinder (Reduktionsmittel) dienen der gezielten Entfernung von gelöstem Sauerstoff (O₂) aus Wasser, um Korrosion an metallischen Werkstoffen zu verhindern. Bereits geringe Konzentrationen von <0,1 mg/l O₂ reichen aus, um Lochfraß, Magnetitbildung und Materialzersetzung zu verursachen – vor allem in Heißwasser- und Dampfanlagen, wo Temperatur und Druck die Reaktionsgeschwindigkeit erhöhen.
Sauerstoffbinder wirken chemisch, indem sie O₂ zu harmlosen Reaktionsprodukten (z. B. Sulfat) umwandeln. Das Resultat: Korrosionsschutz, geringere Instandhaltungskosten und normgerechter Betrieb – insbesondere in Kesselanlagen, Fernwärmesystemen oder Speisewasseraufbereitungen.
Welche Wirkstoffe kommen bei ALMA AQUA zum Einsatz?
Je nach Anwendung, Temperatur, Werkstoff und regulatorischen Anforderungen setzen wir u. a. folgende Wirkstoffe ein:
Natriumsulfit / Natriumhydrogensulfit – bewährt, schnell wirksam bei Temperaturen >60 °C
DEHA (Diethylhydroxylamin) – flüchtig, ideal für Dampfkreisläufe, schützt auch Kondensatleitungen
Hydrazin – sehr reaktiv, aber toxisch – nur noch in Ausnahmefällen, z. B. bei Hochdruckkesseln
Carbohydrazid – ungiftige Hydrazin-Alternative mit ähnlicher Wirkung
Erythorbinsäure / Ascorbinsäure – biologisch abbaubar, besonders für Lebensmittel & Pharma geeignet
Wir beraten individuell bei der Auswahl des richtigen Wirkstoffs und berücksichtigen dabei auch Umweltauflagen, Materialverträglichkeit und Normen wie VDI 2035 oder DGRL.
Wie schnell wirken Sauerstoffbinder?
Die Reaktionsgeschwindigkeit hängt vom Wirkstoff, der Temperatur, dem pH-Wert und der Mischintensität ab. Sulfit-basierte Produkte wirken typischerweise ab ca. 60 °C sehr schnell, während DEHA und Carbohydrazid auch in niedrigen Temperaturbereichen aktiv sind, aber eine längere Kontaktzeit benötigen.
Flüchtige Komponenten wie DEHA wirken zusätzlich im Dampfbereich, wo sie über Kondensation auch das Kondensatnetz vor Korrosion schützen. Für schnelle Wirkung ist eine gute Durchmischung und exakte Dosierung entscheidend – idealerweise überwacht über eine Online-Sauerstoffmessung.
In welchen Anlagen werden Sauerstoffbinder eingesetzt?
Unsere Sauerstoffbinder kommen in vielen industriellen und gewerblichen Anwendungen zum Einsatz, z. B.:
Kesselanlagen (Dampf- und Heißwasserkessel)
Fernwärmenetze & Nahwärmesysteme
Heißwasserspeicher und Großwassererwärmer
Speisewasser- und Kondensataufbereitung
Rein- und Prozesswasseranlagen mit O₂-sensibler Chemie
Kaltwassersysteme mit O₂-Diffusion über Kunststoffleitungen
Besonders kritisch ist Sauerstoff in geschlossenen Systemen mit Stahl-, Guss- oder Kupferbauteilen – hier schützt die Sauerstoffbindung effektiv vor Mikro- und Kontaktkorrosion.
Wie erfolgt die Dosierung von Sauerstoffbindern?
Die Dosierung richtet sich nach:
O₂-Gehalt im Roh- oder Speisewasser
Anlagengröße und Betriebsvolumen
Temperatur und Strömungsverhältnissen
Verbrauch durch chemische Reaktionen (z. B. mit Eisen)
Typische Zielwerte für Kesselanlagen: <0,02 mg/l gelöster Sauerstoff. Die Dosierung erfolgt meist kontinuierlich, z. B. über Dosierpumpen in den Speisewassertank oder Vorlauf. Bei flüchtigen Produkten wie DEHA wird zusätzlich die Dampfverteilung berücksichtigt.
Unsere Fachberater erstellen eine exakte Dosierberechnung und liefern auf Wunsch eine automatisierte Dosier- und Überwachungseinheit.
Sind Ihre Produkte mit anderen Additiven kompatibel?
Ja – unsere Sauerstoffbinder sind voll kompatibel mit:
pH-Stabilisatoren & Alkalisierungsmitteln
Korrosionsinhibitoren (z. B. Molybdate, Phosphate, Amine)
Antiscalants & Härtestabilisatoren
Dispergatoren & Reinigungschemikalien
Bei Dampfsystemen achten wir besonders auf die Verträglichkeit mit flüchtigen Bestandteilen, um Dampfqualität, Kondensatführung und Werkstoffschutz zu gewährleisten. In sensiblen Anlagen prüfen wir die Wechselwirkungen im Labor oder direkt im Probebetrieb.
Was muss ich regulatorisch beachten (z. B. VDI 2035, DGRL)?
Der Einsatz von Sauerstoffbindern unterliegt verschiedenen technischen Regeln und gesetzlichen Anforderungen:
VDI 2035 Blatt 1 & 2: Definiert zulässige O₂-Konzentrationen in Heiz- und Kesselwasser. Zielwert: <0,02 mg/l
DGRL (Druckgeräterichtlinie): Relevanz für Werkstoffauswahl & Betriebsweise bei Kesselanlagen
TrinkwasserVO / BfR: Für Anlagen mit Trinkwasserkontakt (z. B. Speicherladesysteme) dürfen nur geprüfte Wirkstoffe eingesetzt werden
TA Luft / WHG: Vorgaben zur Entsorgung von konditioniertem Wasser – v. a. bei sulfithaltigen Produkten
Unsere Produkte erfüllen diese Vorgaben. Wir unterstützen Sie mit:
Sicherheitsdatenblättern
Regelwerksreferenzen & Prüfzeugnissen
Protokollen zur normgerechten Anwendung
Gibt es auch umweltfreundliche oder lebensmitteltaugliche Varianten?
Ja. Wir bieten alternative Sauerstoffbinder, die:
biologisch abbaubar (z. B. Erythorbinsäure)
hydrazinfrei / schwermetallfrei
DVGW- oder FDA-/BfR-konform
AOX-frei und nicht toxisch für aquatische Systeme sind
Diese Produkte eignen sich ideal für Lebensmittelbetriebe, Pharmaanwendungen, sensible Fernwärmesysteme oder Anlagen mit hohen Umwelt- und Arbeitsschutzstandards. Sie bieten eine gute Sauerstoffbindung bei gleichzeitig minimaler Restbelastung im Abwasser.
Woran erkenne ich, ob ich einen Sauerstoffbinder brauche?
Der Bedarf an Sauerstoffbindern besteht immer dann, wenn freier, gelöster Sauerstoff (O₂) im Wasser vorhanden ist – besonders kritisch in:
Kesselanlagen & Dampfsystemen
Fernwärme- und Heißwasserkreisläufen
Speisewasseraufbereitung & Kondensatrückführung
Reinwasser-/VE-Anlagen mit O₂-Eintrag durch Belüftung oder Diffusion
Typische Anzeichen für einen unzureichenden Sauerstoffschutz sind:
Korrosionsschäden an Stahl- oder Kupferleitungen (Lochfraß, Magnetit, Rost)
Auffällige Eisenkonzentrationen im Wasser (>0,3 mg/l)
Sauerstoffeintrag über Kunststoffleitungen oder offene Speicher
Unvollständige oder schwankende Druckhaltebedingungen
Sichtbare Ablagerungen in Kesseln, Wärmetauschern oder Behältern
Der sicherste Nachweis erfolgt über eine Sauerstoffmessung im Wasser – entweder im Labor oder online mittels optoelektronischer Sensoren (z. B. mit Lumineszenz-Technologie).
Wenn der O₂-Gehalt >0,02 mg/l (Kesselwasser) oder >0,1 mg/l (Heiz- oder Fernwärmesysteme) beträgt, ist der Einsatz eines geeigneten Sauerstoffbinders dringend zu empfehlen – gemäß VDI 2035, DGRL und Herstellervorgaben.
Wir bieten:
Wasseranalytik & SI/O₂-Messung
System-Check auf Diffusionsquellen und Rücklaufthemen
Empfehlung und Integration geeigneter Sauerstoffbinder + Technik
Technische Beratung gewünscht? Jetzt anfragen!
Frank Kuntze
Vertriebsleiter Wasser- und Prozessadditive

